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Politik Inland

Wolfs Karriere gerät ins Stocken

Hilmar Riemenschneider

Düsseldorf - Gegen die Berufung des früheren NRW-Innenministers Ingo Wolf (FDP) zum Vizepräsidenten des Bundesrechnungshofes formiert sich Widerstand. Bei SPD und Grünen in Düsseldorf wie auch Berlin gilt der Kandidat von FDP-Chef Guido Westerwelle als nicht durchsetzbar. Bundestag und Bundesrat müssen seiner Ernennung zustimmen.

Mit Unterstützung aus der Landesregierung kann Wolf kaum rechnen. Im Untersuchungsausschuss zu Korruptionsfällen beim Bau- und Liegenschaftsbetrieb (BLB) wollen SPD und Grüne Wolfs Rolle bei der skandalumwobenen Erweiterung des Kölner Polizeipräsidiums aufklären. Auch wird ihm nachgetragen, dass er - allerdings rechtmäßig - als Abgeordneter und ehemaliger Oberkreisdirektor in Euskirchen mehrere Gehälter gleichzeitig bezogen hat.

Auch in Berlin wurde das registriert. Die Grünen-Fraktion im Bundestag lehnt Wolf darum ab, er habe „keinerlei seriösen Umgang mit Steuergeldern erkennen lassen“, sagte der finanzpolitische Sprecher Gerhard Schick unserer Zeitung. „Dass dieser Mann nun hauptverantwortlich die Haushaltsführung des Bundes überprüfen soll, ist ein Affront gegenüber allen Steuerzahlern, die ihre Gelder sinnvoll verwendet wissen wollen.“

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