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Wunschzettel-Briefe

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An der Villa hängt ein Briefkasten. „Bitte nur Briefe an den Weihnachtsmann und das Christkind einwerfen“ steht darauf in großen Buchstaben. Die Villa in Himmelpforten in Niedersachsen ist sozusagen ein Postamt des Weihnachtsmannes. Dorthin können Kinder ihre Wünsche schicken.

Viele gelbe Kisten voll mit bunt bemalten Briefen stapeln sich im Weihnachtspostamt. Wie in jedem Jahr sind vor den Festtagen Tausende Wunschzettel in Himmelpforten angekommen. Ganz oben auf den Wunschzetteln der Kinder stehen Spielkonsolen, MP3- und DVD-Player sowie Digitalkameras, aber auch Puppenhäuser oder Ritterburgen.

Ein Junge hat gleich zehn Blatt Papier aneinandergeklebt und sie mit Bildern von Spielzeugautos aus einem Katalog geschmückt. Eine Kindergartengruppe hofft auf Puppen, Roboter und Fußballschuhe. Der sieben Jahre alte Max hat ein Foto von sich mitgeschickt. Das Christkind soll ihn nicht verwechseln, wenn es das ersehnte Fan-Kissen vom FC Bayern München bringt. Daniel hat auch einen Fußball-Wunsch: Deutschland soll im nächsten Jahr Weltmeister werden.

Manchmal sind die Briefe ans Weihnachtspostamt auch traurig. Lilly wünscht sich zum Beispiel, dass ihre kranke Schwester gesund wird. Ein anderes Kind möchte gern, dass sein Vater öfter zu Hause ist. Denn er arbeitet viel und hat nur am Wochenende Zeit.

Sieben Weihnachtspostämter gibt es in Deutschland. Jungen und Mädchen aus der ganzen Welt schicken Briefe dorthin - manchmal sogar aus Japan in Asien, aus Neuseeland in der Nähe von Australien oder von der Insel Zypern im Mittelmeer. Helfer lesen die Post und antworten den Kindern.

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