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USC Münster

Zautys rechnet mit Einsatz

Wilfried Sprenger

Münster. Am Montag war Tatjana Zautys zuletzt beim Arzt. Eine Entzündung in der Schulter bereitet ihr Probleme. Und natürlich auch Schmerzen. Die Saisonpremiere des USC in Hamburg hat sie deshalb verpasst. Obwohl sie auf die Zähne beißen und spielen wollte. „Aber die medizinische Abteilung hat mir dringend abgeraten, deshalb habe ich mich gefügt.“ Nun hofft Zautys am Sonntag dabei zu sein, im ersten Heimspiel (14.30 Uhr, Berg Fidel) gegen den VfB Suhl. „Die Schulter macht Fortschritte, ich glaube, es geht.“ Nach einwöchiger Pause nimmt sie heute das Training wieder auf. „Es ist ein Belastungstest, danach weiß ich mehr.

Zautys war nicht die Einzige, die den Unabhängigen in Hamburg fehlte. Kurzfristig fiel auch Neuzugang Karolien Verstrepen aus, die Belgierin litt unter einem Migräne-Anfall. Inzwischen hat die 23-Jährige den Kopf wieder frei, ihrem Bundesliga-Debüt am Sonntag steht nichts im Wege. Und so darf Trainer Axel Büring hoffen, gegen Suhl mit voller Kapelle auflaufen zu können. In diesem Fall hätte er sogar ein kleines Luxus-Problem: Von dann 13 Spielerinnen, die jungen Teresa Mersmann und Ines Bathen inbegriffen, müsste er eine aus dem Aufgebot streichen.

In Hamburg stand Münster dicht vor einer Überraschung. Beim 15:14 im Tiebreak schlug Spielführerin Andrea Berg zum Matchgewinn auf, der Ball segelte weit ins Aus. Es war die siebte und letzte Fahrkarte, die der USC im fünften Satz schoss. „In der Regel gehen wir beim Aufschlag hohes Risiko. Aber je nach Spielsituation muss man auch mal ein bisschen Druck rausnehmen“, erklärte Büring. Der 40-Jährige war mit der Vorstellung seines Teams durchaus zufrieden, gleichwohl ärgerte er sich über die vertane Chance. „Dass wir ein ordentliches Spiel gemacht haben, ist in zwei Wochen Geschichte. Unter dem großen Strich bleibt nichts anderes als die Niederlage.“

Seit Montag bereitet Büring sein Team auf die Auseinandersetzung mit Suhl vor. „Das ist ein schwieriges Spiel. Suhl hat einen top besetzten Kader und ist ein heißer Anwärter auf Platz eins bis drei“, erklärt Büring. Diesem Anspruch wurden die Thüringerinnen bei der Saisonpremiere am Montag nicht gerecht. Vor 1100 enttäuschten Zuschauern unterlagen sie den Roten Raben Vilsbiburg 1:3 (19:25, 19:25, 25:22, 24:26). „Das Ergebnis hat mich überrascht. Jetzt hat Suhl schon ein bisschen Druck“, so der USC-Coach.

Tatjana Zautys und Andrea Berg verfolgten die Begegnung im Internet. „Suhl war in den ersten beiden Sätzen ziemlich schlecht. Da habe ich gedacht, die packen wir am Sonntag locker. Doch dann hat sich die Mannschaft gesteigert. Dennoch: Wenn bei uns alle fit sind, schaffen wir das“, sagte Tatjana Zautys.

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