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Zautys verlässt den USC

Wilfried Sprenger

Münster. Titelträger Vilsbiburg versteigert gerade seine Meistertrikots. In Schwerin machen sie sich Gedanken, wie eine Rückkehr von Starspielerin Sylvia Roll aus der Türkei finanziert werden könnte. Wiesbaden laufen die Spielerinnen weg. In Suhl deutet einiges darauf hin, dass Michael Schöps die Nachfolge von Coach Han Abbing antritt; ein Probetraining hat der ehemalige Hamburger bereits geleitet. Es ist Bewegung in der Volleyball-Bundesliga der Frauen. Auch beim USC?

Eher nicht, beim deutschen Rekordmeister läuft wieder einmal die gleiche Platte. Wir kümmern uns, es gibt Kontakte, natürlich auch ins Ausland. Aber bevor die Tinte unter dem Vertrag nicht getrocknet sei, würde nichts vermeldet – alles nicht neu und alles schon gehört. Doch während der USC nichts zu vermelden hat, vermeldet die Konkurrenz: Auf der Internetseite des Bundesliga-Aufsteigers VC Stuttgart wurde gestern mit Tatjana Zautys der sechste Neuzugang begrüßt – nach Jil Döhnert der zweite vom USC Münster. Zautys hatte nach Vereinsauskunft ein Vertragsangebot des USC vorgelegen – und zunächst auch eine „Tendenz zum Bleiben“ kundgetan. Unterschrieben hat sie allerdings bei den Schwaben einen Zweijahresvertrag.

Auch Tasia Ryschkowa und Kaitlin Leck haben beim USC keine Zukunft. Beide erfüllten die an sie gestellten Erwartungen nicht. Die Ukrainerin Ryschkowa war vor Beginn der Spielzeit aus Athen nach Münster gewechselt. Die Verpflichtung der US-Amerikanerin Leck (zuvor Italien) hatte der USC erst während der Spielzeit getätigt.

Bleibt Gwendoline Horemans als offene Personalie. Ihr Vertrag läuft aus.

Immerhin einen Zugang haben die Unabhängigen mittlerweile unter Dach und Fach. Til Kittel fungiert künftig als Assistent von Cheftrainer Axel Büring. Der junge Mann, der in der vergangenen Saison das Landesligateam des VV Holzwickede betreute, beerbt Ulli Vetter.

Nach der völlig verkorksten Saison 2007/08 ist Münster zum Handeln angehalten. Die Mannschaft braucht neue Gesichter und dringend mehr Führungskräfte. „Wir müssen sehen, was finanziell machbar ist“, sagt Büring. Gern hätte er den neuen Kader schon bald beisammen. In der abgelaufenen Spielzeit wurde ihm dieser Wunsch nicht erfüllt. Die Zugänge stießen erst kurz vor dem ersten Spieltag zum Kader. Da hatte die Konkurrenz ihre Hausaufgaben längst erledigt.

Nach einer dreiwöchigen Pause hat der Bundesligist das Training wieder aufgenommen. Aktuell werden hohe Umfänge trainiert. Zwei Mal täglich trifft sich die Mannschaft. „Wir kommen auf 25 bis 30 Stunden pro Woche“, erklärt der Trainer. Die nächste Pause gibt es erst im August. Danach geht es an den Feinschliff. Und dann wird auch das Ziel für die nächste Serie formuliert. Ein spannender Moment.

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