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Zigarette war wohl Brandursache: 69-jährige Frau starb bei Hausbrand

Telgte - Die Anwohnerin eines Wohnviertels stellte in der Nacht auf Sonntag Rauchgeruch in einem Mehrfamilienhaus im sogenannten Musikerviertel in Telgte fest. In einer von insgesamt vier Wohnungen des Hauses brannte es. Die alarmierte Kreisleitstelle der Feuerwehr ließ Löschzüge ausrücken. Bei den Löscharbeiten fanden die Einsatzkräfte in der brennenden Wohnung eine verkohlte...

wn

Telgte - Tödlich verletzt wurde eine 69-jährige Telgterin am Sonntagmorgen gegen 3.30 Uhr bei einem Wohnungsbrand an der Mozart­straße. Wie die Polizei am Montagnachmittag mitteilte, ist das Feuer wahrscheinlich durch eine Zigarette verursacht worden. Hinweise auf Fremdeinwirkung oder einen technischen Defekt hätten sich bei der Untersuchung der Brandstelle nicht ergeben.

Nach Angaben der Polizei bemerkte eine Bewohnerin des Mehrparteienhauses in den Drostegärten den Brand und alarmierte daraufhin die Feuerwehr. Mit insgesamt 13 Fahrzeugen rückten daraufhin die Mitglieder der Wehr aus Telgte und Westbevern sowie Kräfte des Rettungsdienstes aus Telgte, Warendorf und Sendenhorst zur Einsatzstelle aus. Sowohl durch das Treppenhaus als auch über Leitern gingen die Einsatzkräfte unter Atemschutz gegen die Flammen vor.

Dabei machten sie eine schreckliche Entdeckung: Im Schlafzimmer lag die völlig verkohlte Leiche der Frau. Sofort wurde die Kriminalpolizei alarmiert, die noch in der Nacht mit einer mehrköpfigen Ermittlergruppe vor Ort eintraf. Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich bei der Toten mit größter Wahrscheinlichkeit um die 69-Bewohnerin der Dachgeschosswohnung, die dort allein lebte.

Bei Ausbruch des Feuers befanden sich noch insgesamt vier weitere Personen in dem Mehrfamilienhaus, die unverletzt ihre Wohnungen verlassen konnten. Sie wurden kurzzeitig von Kräften des DRK und der Feuerwehr betreut, kamen dann aber bei Nachbarn oder bei Verwandten unter.

Für die Feuerwehr dauerte der Einsatz bis etwa 8 Uhr morgens, bis die letzten Brandnester gelöscht und die Fahrzeuge wieder einsatzbereit waren. Das Rote Kreuz übernahm angesichts der Minustemperaturen die Versorgung der Feuerwehrleute mit warmen Getränken.

Nach WN-Informationen soll die Wohnung völlig verdreckt und in einem absolut verwahrlosten Zustand gewesen sein. Die Kleidung der Einsatzkräfte, die sich in den Räumlichkeiten aufgehalten haben, müssen einer speziellen Behandlung und Desinfektion unterzogen werden. Eine Zwangsräumung der Wohnung hätte nach WN-Informationen in den nächsten Tagen angestanden.

Die Brandstelle wurde von der Kripo beschlagnahmt. Wie das Feuer entstanden ist und ob es in Zusammenhang mit der angekündigten Zwangsräumung stehen könnte, dazu konnte die Polizei am sonntag zunächst keine Angaben machen.

Der Gebäudeschaden wird auf rund 25.000 Euro geschätzt. Die übrigen Wohnungen sollen durch den Brand nicht betroffen sein, sodass die Bewohner dort wieder einziehen können.

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