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Zimmergenossen angezündet: Langjährige Haftstrafen für Täter

Münster - Weil sie sein nächtliches Quengeln nicht ertrugen, übergossen zwei 23-jährige Bewohner eines Obdachlosenheimes am Bahnhof im vergangenen August einen 58 Jahre alten Zimmergenossen mit einer brennbaren Chemikalie und zündeten ihn an. Der Mann überlebte mit schwersten Brandverletzungen - allerdings nur, weil die beiden Täter, erschrocken über ihre eigene Tat, die...

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Münster - Weil sie sein nächtliches Quengeln nicht ertrugen, übergossen zwei 23-jährige Bewohner eines Obdachlosenheimes am Bahnhof im vergangenen August einen 58 Jahre alten Zimmergenossen mit einer brennbaren Chemikalie und zündeten ihn an. Der Mann überlebte mit schwersten Brandverletzungen - allerdings nur, weil die beiden Täter, erschrocken über ihre eigene Tat, die Flammen sofort zu löschen versuchten.

Dennoch wurden die beiden Täter am Freitag vom Landgericht Münster wegen gefährlicher Körperverletzung zu langjährigen Gefängnisstrafen verurteilt. Die Schwere der völlig unverständlichen Tat sprach gegen sie; wenngleich selbst der Staatsanwalt einräumte, dass die beiden "keine Schwerkriminellen" seien.

Einer der beiden polizeibekannten Täter, der zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde, wird überdies eine Entziehungstherapie machen müssen. Der andere Täter muss für vier Jahre und sieben Monate ins Gefängnis. Das Opfer leidet bis heute unter starken Schmerzen.

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