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Rot Weiss Ahlen

Zimmermann restlos bedient

Kristian van Bentem

Ahlen. Andreas Zimmermann war nach dem Schlusspfiff restlos bedient. „Dieses Ergebnis spiegelt nicht den Spielverlauf wieder“, ärgerte sich der Trainer der zweiten Mannschaft von RW Ahlen nach der 0:3 (0:0)-Schlappe bei Eintracht Rheine. „Ein Punkt war für uns möglich – und wäre auch verdient gewesen“, meinte der Coach, der seine Truppe erstmals nach vier Spielen ohne Niederlage wieder verlieren sah.

Nach einer starken Anfangsviertelstunde überließen die Ahlener den Gastgebern zunächst das Kommando, die trotz höherer Spielanteile nicht zu zwingenden Torchancen kamen. Die beste Einschussgelegenheit verzeichnete vielmehr RW Ahlen 2, Patrick Schade konnte nach 35 Minuten einen Konter aber nicht erfolgreich abschließen. In der 70. Minute verpasste dann Adrian Kinscher nach einem Freistoß von Tim Manstein nur knapp die mögliche Führung. „Wir haben insgesamt sehr diszipliniert gespielt und vor allem in der Abwehr die Ordnung bewahrt“, so Zimmermann. Zumindest bis zur 70. Minute. „Ein Mal verlieren wir die Ordnung, und prompt kassieren wir den Rückstand“, kommentierte er die Szene, die zum 1:0 für Rheine führte. Nach einer Flanke war ein Eintracht-Stürmer in der Mitte frei und köpfte ein. „Da hätten wir den Ball vorher einfach mal raushauen müssen“, meinte der RW-Coach.

Die Ahlener erholten sich jedoch schnell von dem Schock und übernahmen die Initiative. Umso ärgerlicher war es, dass sie in der 78. Minute einen umstrittenen Foulelfmeter kassierten, nachdem ein gegnerischer Spieler in einem Gewühl im Strafraum zu Boden gegangen war. „Der Linienrichter hatte zuvor Abseits angezeigt, doch der Schiedsrichter hat nicht darauf reagiert“, war Zimmermann erzürnt. Rheine nutzte den Strafstoß zum 2:0, sodass Ahlen nun alles auf eine Karte setzen musste. Den sich jetzt bietenden Platz nutzten die Gastgeber für gefährliche Konter. Und einer dieser schnellen Gegenstöße brachte schließlich auch das 3:0 (85.). „Da haben sie ihre ganze Cleverness ausgespielt“, musste Zimmermann neidlos anerkennen.

RW 2: Tapu – Dotor Ledo, Nuß (40. Sener), Wiechert, Steindor – Krahn, Manstein (75. Brandao Bello), Kraus, Kinscher (60. Bulut) – Akyüz, Schade

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