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Rot Weiss Ahlen

Zu passiv und zu naiv

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Ahlen. Am Ende tröstete sich Manfred Christel: „Gütersloh hat schließlich andere Ziele als wir“, meinte der Coach von RW Ahlen 2. Höhere Ambitionen und einen größeren Etat, mit dem Rot-Weiß nicht mithalten kann. Stattdessen setzt der heimische Oberligist auf junge Talente wie beispielsweise Miguel Dotor-Ledo, der beim FCG als Rechtsverteidiger begann, oder aber die eingewechselten Janis Kraus und Samet Akyüz. Auch Marcel Stutter und Dominik Lausch sind zweifelsfrei zu diesen jungen Hüpfern zu zählen. Und eben diesen – im Seniorenbereich noch weitgehend unerfahrenen – Akteuren unterlaufen nun einmal Fehler. Diese wissen die routinierten Kontrahenten dann geschickt zu nutzen. So auch der FCG beim 1:1 am vergangenen Sonntag.

RW hatte stark angefangen, die Gastgeber ordentlich unter Druck gesetzt, dann aber im zweiten Abschnitt die Zügel schleifen lassen. Ein Gros an Fehlpässen, vor allem im Defensivbereich, stellte sich ein. Ein handfestes Ärgernis für Manfred Christel, der das Handeln der Seinen als „zu passiv und zu naiv“ bezeichnete. Auch bei hohen Bällen habe seine Elf Probleme gehabt: „In punkto Lufthoheit sind wir nicht gerade sonderlich präsent“, hat der RW-Trainer registriert. Der einzige echte Vorwurf, den er seiner Truppe aber machen wollte, war der der Unentschlossenheit im Angriffsspiel. „Der letzte Pass ist nicht so angekommen, wie er ankommen muss. Das war schon in Lippstadt so“, monierte Christel.

Ahlens Übungsleiter fordert von seiner Mannschaft nun, dass diese „den letzten Schritt einfach macht“, sprich an diesen kleineren, aber womöglich spielentscheidenden Defiziten arbeitet. Ob sich schnell Besserung einstellt, kann bereits morgen Nachmittag gesehen werden. Dann empfängt RW 2 den SV Schermbeck um 15 Uhr.

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