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Hannah-Arendt-Gymnasium Lengerich

Zukunft: Nächste Ausfahrt - Fragen und Antworten zur Berufsberatung

wn

Jedes Jahr geht es wieder los: die Berufsberatung jugendlicher Schüler. Ob Real-, Gesamt-. Hauptschule oder Gymnasium: Es ist immer wieder das Gleiche. Jeder Jugendliche kommt einmal zu den zuständigen Lehrern mit dem Ziel ihren beruflichen Werdegang zu erörtern. Aber wie genau läuft so etwas ab? Gibt es bestimmte Regeln? Frau Borreck, Kunstlehrerin am Hannah-Arendt-Gymnasium, beantwortet diese und noch mehr Fragen. Zunächst mal zu Ihnen selbst. Wurde Ihnen denn früher geraten Lehrerin zu werden oder haben Sie das selbst so entschieden? Früher, also zu meiner Schulzeit gab es noch keine Berufsberatung, natürlich konnte man zur Arbeitsagentur gehen, aber diese Möglichkeit an Schulen gab es da noch nicht. Man musste das selber in die Hand nehmen. Also ja, ich habe mich aus eigenen Stücken entschieden. Allerdings war es damals auch nicht so schwer Berufe zu finden, da noch nicht so strenge Schulabschluss-Regelungen herrschten. Inzwischen ist es ja so, je besser der Schulabschluss, desto umfangreicher die Möglichkeiten der Berufswahl. Und wie läuft das in einer Berufsberatung heutzutage ab? Gibt es besondere Prinzipien oder ein bestimmtes Schema, nachdem sie Schüler beraten? Nein, ein bestimmtes System in dem Sinne gibt es nicht. Meistens verhält es sich so, dass wir, die beratenden Lehrer, einige Testergebnisse vorliegen haben. Natürlich hängt viel auch immer von der Person an sich ab, was für Fähigkeiten sie hat, was für einen Charakter. Oft fängt eine Beratung mit einer Art Selbsteinschätzung an, in der die Schüler dann von sich aus erzählen, in welche Richtung sie den zu gehen gedenken oder was ihnen besonders liegt, beziehungsweise welcher Beruf vielleicht passend sein könnte. Ab wann macht man denn so eine Berufsberatung soll heißen wie alt sind die Schüler, wenn Sie das erste Mal mit Ihnen über mögliche Berufungen reden? Eigentlich heißt es, man soll schon in der fünften Klasse damit beginnen aber viele fangen erst spät an, in der neunten oder zehnten Klasse. Das finde ich schade, da ich eine Berufsberatung für sehr wichtig und notwendig halte. Kommen die Schüler dann freiwillig zu ihnen oder müssen sie aufgefordert werden? Ja, das ist immer noch ein Thema für sich. Manche Schüler kommen aus eigenem Interesse und lassen sich auch gerne beraten, aber es gibt leider auch viele, die am liebsten gar nicht kommen würden, höchstens dann bei einer Aufforderung. Die meisten kostet es schon Überwindung. Es gibt immer noch einiges Gerede über G8 und mögliche Schwierigkeiten. Auch auf dieser Schule gibt es zwei Jahrgänge, die das Abitur gemeinsam bewältigen und sich somit auch die Studienplätze teilen müssen. Machen diese sich darüber Sorgen? Oh ja, das denke ich schon. Das ist bei vielen Schülern festzustellen, einige wollen sogar ein Auslandsjahr nach ihrem Abschluss machen in der Hoffnung, dass in der Zwischenzeit die Lage sich etwas beruhigt hat und der Ansturm auf Studienplätze nachlässt. Birte Reißner Amelie Abke Klasse 9b Hannah-von-Arendt-Gymnasium Lengerich

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