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Zukunftsaussichten: Das Münsterland rutscht ab

Frank Polke

Münster/Zürich - Das Münsterland verliert im Wettbewerb der Regionen an Attraktivität und Zukunftsfähigkeit. Das ergibt jedenfalls der „Zukunftsatlas 2010“, den das angesehene Forschungsinstitut Prognos gestern vorstellte. Danach fallen sowohl die Stadt Münster als auch die vier Münsterland-Kreise im Vergleich der wirtschaftlichen, demografischen und sozialen Perspektiven aller 412 Städte und Kreise in Deutschland weiter zurück.

Hauptaussage: Das wirtschaftliche Gefälle zwischen dem Süden und dem Norden wird immer tiefer. Danach verfügen der Kreis München und die Stadt München hinsichtlich des Einkommens, des Wirtschaftswachstums und der Bevölkerungsentwicklung über die besten Aussichten. Aus Nordrhein-Westfalen schafft lediglich Düsseldorf den Sprung unter die ersten zehn Städte. Münster landet als zweitbeste Stadt des Bundeslandes auf Platz 60 - verliert aber im Vergleich zur letzten Untersuchung von 2007 immerhin 22 Plätze. Auch alle Kreise der Region behaupten sich zwar im besseren Mittelfeld, rutschen aber weiter ab: Der Kreis Steinfurt liegt auf dem Platz 157, Coesfeld auf Platz 161, Borken auf Platz 169 und Warendorf verliert 29 Plätze und rangiert auf Platz 223. Grund für das wachsende Gefälle zwischen dem Süden auf der einen Seite und dem Nordwesten und Osten auf der anderen Seite ist auch die Krise. „Die wirtschaftlich starken Regionen sind erstaunlich gut durch die Krise gekommen und treiben jetzt auch den Aufschwung“, sagt Prognos-Geschäftsführer Christian Böllhoff. Das erhöhe wiederum die Attraktivität vor allem für junge und gut ausgebildete Fachkräfte.

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