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Rot Weiss Ahlen

Zur Halbzeit gibt’s einen freien Tag

Cedric Gebhardt

Heiligenblut/Ahlen. „Ich kann diese blöden Dinger nicht mehr sehen“, fluchte Kevin Großkreutz bereits am Dienstagmittag, und Baldo Di Gregorio nickte einvernehmlich. Am Mittwoch dann konnten sie für einen ganzen Tag lang die Skistöcke zur Seite legen und sich vergnüglicheren Dingen widmen. Es war Halbzeit, das Bergfest des Trainingslagers wurde mit einem „regenerativen Tag“ gefeiert, den Christian Wück ausgerufen hatte.

„Die Jungs müssen auch mal die Köpfe frei bekommen“, befand Co-Trainer Bernd Heemsoth. Sein „Chef“ sah's genauso. „Wir haben sehr intensiv trainiert, die Spieler brauchen diesen Tag.“ Und da er mit der bisher gezeigten Leistung „rundum zufrieden“ ist, konnte er ruhigen Gewissens einen freien Tag verordnen. Diesen verbrachte Philipp Heithölter einmal mehr im Bett. Er soll nach Aussage Wücks aber bereits am Montag wieder auf dem Trainingsplatz stehen. Leicht angeschlagen genossen Dirk Langerbein (Bronchitis) und Daniel Chitsulo (grippaler Infekt) ihre Freizeit. Die konnten die Spieler mit Tennis, Sauna, Alpinfahren oder Lesen verbringen. Oder mit einer Begrüßung der nachmittags an
gereisten Vorstandsmitglieder Heinz-Jürgen Gosda, Jörg Hellwig, Rüdiger Möllenhecker, Norbert Gosda, Bernd Mehring und Bernhard Knaup. Pflichttermine waren lediglich zwei weitere Einheiten mit den Psychologen Andreas Marlovits und Michael Grunwald sowie ein lockeres Kicken am Morgen.

Hierbei spielte der Großteil – unter Einbeziehung des Trainer-Gespanns – Schweinchen in der Mitte. Darüber hinaus lieferten sich Nils Döring und Baldo Di Gregorio sowie Manuel Lenz und Marcel Busch ein umkämpftes Duell beim Fußball-Tennis. Anfänglich schwächelte das Team Lenz/Busch gewaltig, Döring/Di Gregorio hatten leichtes Spiel. „Was erwartest du, ich habe zwei Tage nur auf Skiern gestanden“, entschuldigte Manuel Lenz seine maue Darbietung im fehlenden Umgang mit dem Ball gegenüber Teamkollege Busch. Als Lenz weitere Bälle versemmelte, mutmaßte er Richtung Busch „alleine spielen könnte nicht schaden“ und witterte zudem einen Komplott. „Irgendwas stimmt mit dem Netz nicht“, argwöhnte Lenz. „Stimmt, es ist zu hoch“, war Busch derselben Meinung.

Döring und Di Gregorio störte das zunächst nicht. Sie fuhren einen souveränen 15:12-Sieg ein. Als man die Partie dann doch zu einem „Endlos-Spiel“ umfunktionierte, kippte die Waage zu Gunsten von Lenz und Busch. Döring und Di Gregorio leisteten sich eine Schwächephase, so dass Lenz und Busch zwischenzeitlich gar mit 22:21 in Front gehen konnten. Die fortwährende Partie wurde dann nur noch einmal wegen „Schuhezubindens“ von Marcel Busch unterbrochen, was die Gegenseite prompt als „Spielverzögerung“ auslegte. Nach einer guten Dreiviertelstunde war der lockere Aufgalopp beendet. Und Lars Toborg zog mit Blick auf Dirk Langerbein frotzelnd das Fazit: „Man sieht bei dir wie bei vielen, dass du auf Skiern doch besser aufgehoben bist als am Ball.“

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