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Schützenfeste im Kreis Warendorf

Zustimmung fürs Stadtschützenfest

Christian Wolff

Tönnishäuschen. Sternmarsch, Gastvereine und viel Musik: Auf einen großen Bahnhof richtet sich Ahlens kleinster Ortsteil ein. Bei der St.-Antonius-Schützenbruderschaft Tönnishäuschen herrscht jedenfalls breite Zustimmung, im kommenden Jahr das Stadtschützenfest auszurichten. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch bei der Arbeitsgemeinschaft der Ahlener Schützenvereine, die Ende dieses Monats zusammenkommt.

In den vergangenen Jahren war das Stadtschützenfest, das nach Möglichkeit im Zweijahres-Rhythmus ausgerichtet wird, zumeist an Vereinsjubiläen gekoppelt. Doch in nächster Zeit steht auch bei den Antonius-Schützen kein Jubiläum an. „Wir sind schon bald 25 Jahre Mitglied in der AG. Es ist Zeit, dieses Fest auszurichten. Wir wollen auch einmal Flagge zeigen und präsentieren uns gerne“, sagte Schützen-Chef Heinrich Wördemann. „Vor allem mit Blick auf das, was in den letzten Jahren in Tönnishäuschen durch Eigeninitiative geschaffen wurde.“ Nebenbei bestehe so die charmante Möglichkeit, auch mal mit den Vereinen gemeinsam zu feiern, die sich sonst durch parallele Festtermine nicht begegnen.

Eingangs der Versammlung, die diesmal im Gasthaus „Waldmutter“ stattfand, hatte Wördemann neben dem Ehrenpräsidenten Heinz Untiedt auch das amtierende Königspaar Michael Füchtenhans und Dagmar Böger begrüßt. Eine Schweigeminute galt den verstorbenen Schützenbrüdern Theo Keseberg und Heinz Hagedorn.

Auch wenn Schatzmeister Georg Altebockwinkel anschließend von einer „erfreulichen Kassenlage“ sprach, konnte sich ein Schützenbruder nicht die Nachfrage verkneifen, wie sicher das Geld denn sei. Die Finanzkrise ließ grüßen. Heinrich Wördemann beruhigte: „Wir haben es nicht in Aktien angelegt.“ Schließlich habe die Bruderschaft noch einige Investitionen vor sich. Dazu gehört der Vogelkasten. Er muss wieder „in Form“ gebracht werden, nachdem er einen Tag vor dem Schützenfest plötzlich heruntergefallen war. Damit so etwas nicht wieder passiert, ist eine zusätzliche Sicherung nötig.

Schützenbruder Ferdinand Tovar erhielt im Rahmen der Versammlung eine silberne Ehrennadel. Er ist seit 25 Jahren Mitglied. Nach einstimmiger Aufnahme von vier neuen Kameraden zählt die St.-Antonius-Bruderschaft nun 375 Mitglieder.

Bei den Wahlen wurde Ex-Majestät Georg Hoppe einstimmig wiedergewählt. Für den ausscheidenden Peter Helm rückt Silvia Brockmann nach. Ralf Untiedt scheidet als Kassenprüfer aus. Diese Aufgabe obliegt nun Heinz Humberg.

Eine kurze Diskussion zum Ende der Versammlung drehte sich um die Frage, ob das Schützenzelt künftig wieder mit Holz- oder Plastikstühlen ausgestattet werden soll. „Zum Schützenfest gehört einfach ein wackliger Boden im Zelt und Klappstühle aus Holz“, stellte Georg Hoppe fest. Diese Auffassung teilte die Mehrheit der Anwesenden, wie eine Abstimmung belegte.

Die nächsten Termine im Schützenkalender sind das Winterfest am 7. Februar, das Grünkohlessen am 28. Februar und ein Boßeln für Auserwählte am 10. März.

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