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Zwangspause für die Arbeiter

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In der Wirtschaft gibt es viele große Probleme. Die Banken zum Beispiel haben zu wenig Geld. Doch auch bei andere Unternehmen laufen die Geschäfte nicht gut. Viele Leute machen sich Sorgen um die Zukunft und verschieben deshalb große Anschaffungen auf später. Sie wollen ihr Geld jetzt lieber nicht ausgeben. Das spüren die Autobauer. Große Hersteller – auch in Deutschland – verkaufen nicht mehr so viele Wagen wie bisher. Unternehmen wie Daimler, Opel, BMW und VW haben deshalb beschlossen, weniger Autos herzustellen.

Daimler plant in seinem größten Montagewerk eine vierwöchige Zwangspause ab Dezember, berichtet eine Sprecherin der Mitarbeiter. Das Werk steht in Sindelfingen in Baden-Württemberg. Ob auch in anderen Werken von Daimler die Montage stillstehen soll, darüber wird noch gesprochen. Im BMW-Werk in Leipzig in Sachsen wurden seit Montag keine keine Autos mehr montiert – diese Pause soll vier Tage dauern.

Wenn keine Autos von Band laufen, werden auch weniger Teile gebraucht: Der Teile-Hersteller Bosch schickte zum Beispiel jetzt in einem Werk 400 Leute zeitweise nach Hause.

Der Autoindustrie ist in Deutschland einer der wichtigsten Wirtschaftszweige. Dort arbeiten Hunderttausende von Menschen. Bei vielen Firmen bekommen die Mitarbeiter trotz der Zwangspausen erstmal weiter ihr Geld: Der Stopp wird meist mit Überstunden und anderen Arbeitszeiten verrechnet.

Auch große Autobauer in anderen Ländern haben Sorgen – zum Beispiel der Autokonzern Toyota in Japan in Asien und der US-Autohersteller Chrysler.(dpa)

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