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Zwei Punkte und dann ab zum Bus

Ansgar Griebel

Münster. Für diese beiden Spiele errechnen sich die münsterischen Tischtennis-Oberligisten gerne eine eigene Tabelle. Beim Derby zwischen dem TuS Hiltrup und Borussia Münster hat das allgemein gültige Zahlenwerk des Oberliga-Tableaus keinerlei Bedeutung. „Diese Spiele stehen unter besonderen Vorzeichen“, betont TuS-Pressesprecher Ralf Brameier, der also auch die auf der offiziellen Tabelle ausgewiesene Favoritenstellung seines Teams gegen Schlusslicht Borussia nicht gelten lassen will. „Wir sind alle in höchster Alarmbereitschaft“, beschreibt Brameier die Stimmung in der Mannschaft.

Allein der Blick auf das Hinspiel bei der Borussia täuscht ein wenig über die Brisanz der Partie hinweg. Damals siegte Hiltrup scheinbar deutlich mit 9:4, „doch so klar war das gar nicht“, erinnert sich Brameier. Eine gute Ausbeute in den Doppeln habe sein Team auf die Gewinnerstraße gebracht, und „das könne leicht auch anders ausgehen. Vor allem jedoch war beim Hinspiel die aktuelle Nummer eins der Borussia, der Weißrusse Siarhei Yutsi, noch nicht am Start.

Das wird sich am Sonntag ändern – pikanterweise auch deswegen, weil der TuS den Weg für den Einsatz des Borussen erst frei macht. „Wir haben die Partie auf Wunsch der Borussia um eine halbe Stunde auf 10.30 Uhr vorverlegt“, bestätigt Brameier. Denn um 14.40 Uhr muss Yutsi bereits am Busbahnhof seine, dann fährt der Bus nach Weißrussland ab. 25 Stunden dauert diese Express-Tortur, doch vorher will der Spitzenmann der Münsteraner seinem Team noch zum zweiten Saisonsieg nach dem Erfolg vom Vorwochenede verhelfen.

„Natürlich werden die Borussen versuchen, auch in der kommenden Spielzeit zwei Derbys zu haben“, befürchtet Brameier. Dazu müsste man den TuS mit in den Abstiegsstrudel reißen, denn das Thema Klassenerhalt dürfte die Borussia mit acht Zählern Rückstand zum rettenden Ufer längst abgehakt haben. Borussen-Sprecher Michael Schmitz indes lässt sich von all diesen Spekulationen nicht von seiner Sicht der Dinge ablenken: „Wir sind klarer Außenseiter.“

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