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Zwischenfall in Urananreicherungsanlage: NRW-Atomaufsicht prüft Bericht

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Gronau - Am Donnerstag ist es in der Behältervorbereitung der Urananreicherungsanlage Gronau zu einer Freisetzung radioaktiver Stoffe gekommen. Ein Mitarbeiter der Urenco Deutschland, der zu diesem Zeitpunkt vor Ort war, ist vorsorglich für 24 Stunden ins Krankenhaus zur Beobachtung eingeliefert worden.

Der Vorfall , bei dem Uranhexoflourid freigesetzt wurde, ereignete sich in der Behältervorbereitung. Die Raumluft wurde über Filter abgeleitet. Die Messwerte am Fortluftkamin liegen nach Unternehmensangaben unterhalb der zugelassenen Grenzwerte. „Es besteht keine Gefahr für die Bevölkerung", versicherte Urenco. Der Urenco-Mitarbeiter war zunächst in ein Krankenhaus nach Ochtrup gebracht worden. Mittlerweile wurde er in die Uniklinik nach Münster gefahren.

Die entsprechenden Behörden, darunter das für die Atomaufsicht zuständige NRW-Wirtschaftsministerium in Düsseldorf, wurden unverzüglich informiert, so das Unternehmen weiter. Die Ursache und der genaue Ablauf des Zwischenfalls seien noch unklar, bestätigte am Freitagmorgen der Sprecher des NRW-Wirtschaftsministeriums, Joachim Neuser, in einem Interview mit dem fernsehsender n-tv. "Gesichert ist lediglich, dass keine radioaktiven Stoffe an die Umgebung abgegeben wurden." Noch in der Nacht hätte Urenco einen ersten technischen Bericht an das Ministerium geleitet. "Der wird im Moment ausgewertet", so Neuser weiter. Daher könnten zunächst auch noch keine Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen werden.

In Gronau wird Uran für in Kernkraftwerken genutzte Brennelemente angereichert. Zuletzt hatte es am im September und November meldepflichtige Ereignisse in der Anlage gegeben.

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