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Rohbau an der Rothenburg fertig

Zwischenstand bei Domplatz-Baustelle

Münster - Der Rohbau an der Rothenburg ist bereits fertig, entlang der Pferdegasse fehlt nur noch eine Etage: Immer schneller wächst der Neubau des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in den Himmel. „Wir hatten Bedenken, dass die Maßnahme durch den langen Winter außer Tritt gerät“, räumt Michael Dauskardt vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ein. Das sei zwar...

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Münster - Der Rohbau an der Rothenburg ist bereits fertig, entlang der Pferdegasse fehlt nur noch eine Etage: Immer schneller wächst der Neubau des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte in den Himmel. „Wir hatten Bedenken, dass die Maßnahme durch den langen Winter außer Tritt gerät“, räumt Michael Dauskardt vom Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) ein. Das sei zwar nicht der Fall – dennoch wird der 48 Millionen Euro teure Neubau nicht ganz so pünktlich eingeweiht werden können wie zunächst geplant. Nach dem ebenfalls eisigen Winter 2009/2010 und außerplanmäßigen Schadstoff-Funden während der Abrissarbeiten öffnet der Komplex erst im Frühjahr 2014 seine Pforten. Bislang war man beim LWL davon ausgegangen, dass die Sammlung noch 2013 bewundert werden kann.

Die Halbzeit-Bilanz kann sich gleichwohl sehen lassen. Man braucht nicht viel Fantasie, um die Gestalt des von Volker Staab entworfenen Erweiterungsbaus zu erahnen. An der Rothenburg wird der Westfälische Kunstverein – mit eigenem Eingang – in das Erdgeschoss einziehen, darüber ist künftig die Verwaltung untergebracht. Nicht nur von hier aus bieten sich aufregende neue Perspektiven auf die Stadt. Vom Foyer, dessen Rohbau ebenfalls fertiggestellt ist, fällt der Blick direkt in den Innenhof des Geomuseums der Universität, und von der markanten Spitze am Domplatz durchs gesamte Gebäude bis zum Aegidiimarkt. Birgit Decker, Mitarbeiterin von Architekt Staab, beschwört zudem die „Architektur der Höfe“: Gleich fünf werden sich wie an einer Perlenschnur an­ein­anderreihen, vom Innenhof des Altbaus über den Vorhof am Domplatz, das Foyer und den Innenhof des Neubaus bis zum Hof an der Rothenburg. Hier sollen bereits in 14 Tagen die Fenster eingesetzt werden, anschließend beginnt der Innenausbau, der ab Herbst auch entlang der Pferdegasse erfolgen soll. Anfang 2013, so sehen es die Pläne des Landschaftsverbandes vor, ist das Gebäude fertiggestellt – bis es auch ein Museum ist, wird jedoch noch ein komplettes weiteres Jahr verstreichen.

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