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Bundestagwahl 2021

So funktioniert die Briefwahl bei der Bundestagswahl

Am letzten Sonntag im September findet die Bundestagswahl 2021 statt. Bei wn.de erfahren Sie, was Sie rund um die Briefwahl wissen müssen – zum Beispiel, an wann sie beantragt werden kann und was für Deutsche im Ausland gilt.

Wahlhelfer und Wahlhelferinnen öffnen in Magdeburg die Umschläge der Briefwahl. Foto: Hendrik Schmidt/dpa-Zentralbild/dpa
  • Am 26. September findet die Bundestagswahl 2021 statt.
  • Per Briefwahl können die wahlberechtigten Bürger schon früher ihr Kreuz machen. 
  • Dabei gilt es jedoch, bestimmte Fristen und Termine beim Beantragen und Verschicken der Wahlunterlagen zu beachten.

Was ist die Briefwahl?

Die Briefwahl ist eine Möglichkeit für Wähler, ihre Erst- und Zweitstimme nicht am Wahlabend selbst, sondern bereits früher abzugeben. Dafür müssen vor der Wahl die Wahlunterlagen beantragt, nach Erhalt ausgefüllt und schließlich zurückgeschickt werden. Dies ermöglicht Wahlberechtigten, die aus gesundheitlichen oder persönlichen Gründen nicht in das Wahllokal kommen können oder wollen, dennoch an der Wahl teilzunehmen. Es bedarf keiner Begründung, um eine Briefwahl beantragen zu können. Über die Briefwahl informiert der Bundeswahlleiter.

Digital, persönlich oder per Post: Wie und wo beantrage ich die Briefwahl?

Die Wahlunterlagen für die Briefwahl werden bei der Gemeindebehörde des eigenen Hauptwohnsitzortes persönlich oder schriftlich (auch per E-Mail oder Fax) beantragt. Dies funktioniert in manchen Gemeinden auch digital, also online über die Homepage der Stadt- oder Kreisverwaltung, zum Beispiel in der kreisfreien Stadt Münster.

Wer bereits eine Wahlbenachrichtigung erhalten hat, kann auch den darauf befindlichen Vordruck für die Beantragung der Briefwahl ausfüllen und abschicken. Grundsätzlich sind für den Briefwahlantrag folgende Angaben wichtig:

  • Familien- beziehungsweise Nachname
  • Vorname
  • Geburtsdatum
  • Wohnanschrift (Straße, Hausnummer, Postleitzahl, Ort)

Ab wann kann ich die Briefwahl zur Bundestagswahl 2021 beantragen?

Ab August begann in den meisten Gemeinden und Kommunen der Beantragungszeitraum. In Münster zum Beispiel kann die Briefwahl seit dem 1. August online beantragt werden. Der Bundeswahlleiter empfiehlt, die Wahlunterlagen so früh wie möglich zu beantragen – am besten nicht später als sechs Wochen vor der Wahl.

Der letzte reguläre Zeitpunkt für die Beantragung der Briefwahl ist der Freitag (24. September) vor dem Wahltag bis 18 Uhr. Doch unter bestimmten Umständen kann auch am Wahltag selbst bis 15 Uhr die Briefwahl beantragt werden. Dies wäre zum Beispiel möglich, wenn die oder der Wahlberechtigte plötzlich (und nachweisbar) erkrankt und so das Betreten des Wahllokals nicht möglich oder nicht zumutbar wäre.

Wann werden die Briefwahl-Unterlagen verschickt?

Die ersten Briefe samt Wahlschein für die Briefwahl werden frühestens sechs Wochen vor dem Wahlabend an die Antragssteller verschickt. In Münster wird als frühestes Datum der 23. August angegeben.

An welche Adresse werden die Briefwahl-Unterlagen für die Bundestagswahl 2021 verschickt?

Die Gemeinde verschickt die Wahlbriefe an die gemeldete Wohnanschrift. Die Unterlagen können jedoch auch per Antrag an eine andere Anschrift verschickt werden, zum Beispiel an eine Urlaubsadresse. Wahlberechtigte können den Stimmzettel aber auch persönlich in der Gemeinde abholen. Dabei sollten Sie sich immer vorab über Öffnungszeiten und andere Regeln und Vorgaben informieren, nicht zuletzt wegen möglicher Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie.

Welche Unterlagen erhalte ich für die Briefwahl?

Bei einer Briefwahl werden folgende Unterlagen an die Antragssteller verschickt:

  • Den Wahlschein. Dieser ist mit der Unterschrift (handschriftlich oder gedruckt) des mit der Ausstellung betrauten Mitarbeiters der Gemeinde samt Dienstsiegel (auch gedruckt zulässig) versehen.
  • Einen amtlichen Stimmzettel für die Vergabe der Erst- und Zweitstimme.
  • Einen amtlichen Stimmzettelumschlag (blau).
  • Einen amtlichen Wahlbriefumschlag (rot). Darauf ist die vollständige Adresse vermerkt, an die die Unterlagen zurückgeschickt werden müssen.
  • Ein ausführliches Merkblatt für die Briefwahl. Dort befinden sich die wichtigen Informationen zur Durchführung der Briefwahl, die auch anhand von Schaubildern erklärt werden.
Bundestagswahl 2021: Bei der Briefwahl können Wahlberechtigte auch Zuhause ihr Kreuz auf dem Stimmzettel setzen. Foto: dpa

Wie funktioniert die Briefwahl?

  • Erst- und/oder Zweitstimme auf dem Stimmzettel unbeobachtet und persönlich vergeben, danach den Stimmzettel in den blauen Umschlag legen und diesen zukleben.
  • Die auf dem Wahlschein befindliche "Versicherung an Eides statt zur Briefwahl“ mit Datum und der eigenen Unterschrift versehen.
  • Den Wahlschein und den blauen Stimmzettelumschlag in den roten Wahlbriefumschlag legen und diesen zukleben.
  • Den roten Wahlbriefumschlag zur Post bringen/in den Briefkasten werfen oder persönlich bei der Behörde abgeben.

Porto: Muss ich den Wahlbriefschein frankieren?

Nein, bei der Briefwahl in Deutschland muss kein Porto gezahlt werden. Der Wahlbriefumschlag geht ohne zusätzliche Frankierung in die Post.

Kann ich auch im Ausland per Briefwahl wählen?

Ja, auch Deutsche, die sich im Ausland aufhalten, können per Briefwahl an der Bundestagswahl 2021 teilnehmen. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die Briefwahlunterlagen spätestens am Wahlabend um 18 Uhr bei der zuständigen Behörde eingegangen sein müssen.

Wer zahlt das Porto bei der Briefwahl im Ausland?

Bei der Briefwahl im Ausland muss der Wahlbriefumschlag vom Antragssteller selbst ausreichend frankiert werden und auch die Kosten dafür tragen. Der Bundeswahlleiter empfiehlt, die Unterlagen aus dem nicht-europäischen Ausland per Luftpost zu verschicken. Der dafür notwendige Luftpostaufkleber (Priority/Prioritaire) ist auch im Internet zu finden.

Bis wann muss ich die Briefwahlunterlagen für die Bundestagswahl 2021 abschicken?

Der Wahlschein muss so verschickt werden, dass er spätestens am Wahlsonntag (26. September) um 18 Uhr bei der zuständigen Gemeindebehörde eingegangen ist. Später eintreffende Stimmzettel werden nicht ausgezählt und somit bei der Bundestagswahl 2021 nicht berücksichtigt.

In der Behörde statt zu Hause wählen: Die Briefwahl an Ort und Stelle

Dass die Briefwahlunterlagen nicht rechtzeitig zur Auszählung eintreffen, kann zum Beispiel verhindert werden, indem man vor Ort in der Gemeindeverwaltung wählt. Das ist die sogenannte "Briefwahl an Ort und Stelle" ohne vorherigen Antrag: Wer seine Briefwahlunterlagen bei der Behörde selbst abholt, kann sie dann auch dort (persönlich und unbeobachtet) ausfüllen und in den jeweiligen Umschlägen verpackt abgeben.

Wann wird die Briefwahl ausgezählt? Wer zählt aus?

Mit dem Ende der Wahl am Wahlabend um 18 Uhr beginnt die Auszählung der Stimmen. Diese übernehmen im Falle von Briefwahlunterlagen sogenannte Briefwahlvorstände, die innerhalb der Wahlkreise eingesetzt werden und die bisher eingegangenen und geprüften Wahlunterlagen zählen. Die Ergebnisse sind ebenfalls in den vorläufigen Wahlergebnissen enthalten. Auf der Homepage des Bundeswahlleiters werden alle Informationen rund um die Briefwahl zur Bundestagswahl 2021 zusammengestellt.

Über alle weiteren Nachrichten rund um die aktuelle Wahl informieren wir Sie auf der Sonderseite zur Bundestagswahl 2021 auf wn.de.

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