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Rund um die Wahl

Die Infos zur Bundestagswahl 2021 auf einen Blick

Die Bundestagswahl 2021 steht bevor. Auch im Münsterland ist das Ringen um die Direktmandate in den Wahlkreisen in vollem Gange. Lesen Sie bei uns alles Weitere zu Kandidaten, Terminen, Briefwahl oder Erst- und Zweitstimme.

Bundestagswahl 2021: Im September werden die Abgeordneten des Parlaments gewählt. Foto: Wolfgang Kumm
  • Im September 2021 findet die 20. Wahl zum Deutschen Bundestag statt.
  • Insgesamt treten 53 Parteien bei der Bundestagswahl 2021 an.
  • Drei Kanzlerkandidaten kämpfen darum, ins Kanzleramt einziehen zu können.
  • Auch im Münsterland kandidieren mehr als 50 Politikerinnen und Politiker in sechs Wahlkreisen.

Fristen & Termine: Wann ist die Bundestagswahl 2021?

Die Bundestagswahl 2021 findet am Sonntag, den 26. September 2021 statt. Der Wahltag wird vom Bundespräsidenten und der Bundesregierung in gemeinsamer Abstimmung festgelegt und muss laut Bundeswahlgesetz immer auf einen Sonn- oder Feiertag fallen. So soll sichergestellt werden, dass sich möglichst viele wahlberechtigte Bürger an der Wahl beteiligen.

Zudem muss dieses Datum zwischen 46 und 48 Monaten nach Beginn der Wahlperiode beziehungsweise des Zusammentritts des vorherigen Deutschen Bundestages liegen, so sieht es Artikel 39 des Grundgesetzes vor.

Der Wahl-O-Mat zur Bundestagswahl 2021

Wer noch unsicher darüber ist, welche Partei die eigenen Interessen am besten vertritt, kann zur Orientierung den bewährten Wahl-O-Mat benutzen, der ab dem 2. September online zur Verfügung steht. Auch für die Bundestagswahl 2021 bietet das Tool Auskunft darüber, welche Positionen von den jeweiligen Parteien vertreten werden. Angeboten wird der Wahl-O-Mat von der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb).

Sonntagsfrage: Was sagen die Umfragen zur Bundestagswahl 2021?

Wie das Stimmungsbild in Deutschland aktuell aussieht, darüber geben diverse Umfragen Auskunft. Besonders bekannt ist die Sonntagsfrage, deren Ergebnisse das Markt- und Sozialforschungsinstitut INSA erhebt, sowie die regelmäßgen Umfragen der Institute Forsa, Allensbach, Kantar und Forschungsgruppe Wahlen.

Bundestagswahl 2021: Wer wird gewählt? Wie wird die Regierung gebildet?

Gewählt werden die Abgeordneten des Deutschen Parlaments für eine Legislaturperiode von vier Jahren. Dabei führt der Weg entweder über das Direktmandat oder über die Landesliste einer Partei. Die Regierungsbildung obliegt letztlich aber nicht unmittelbar dem Wähler, sondern den gewählten Parteien selbst: Hat eine Partei die absolute Mehrheit der Stimmen, bildet sie die Regierung.

Erreicht dies jedoch keine der gewählten Parteien, müssen diese über eine Mehrheitsbildung, also durch den Zusammenschluss mehrerer gewählter Parteien (Koalition), die Regierung bilden. Bei der Koalitionsbildung wird auch darüber gesprochen, welche Partei welche Ministerien erhält.

Was bedeuten Erst- und Zweitstimme? Wie wird gewählt?

Die aufgestellten Kandidaten können per Direktkandidatur in einem der aktuell 299 deutschen Wahlkreise in den Bundestag einziehen. Bei den Personen handelt es sich meist um Mitglieder politischer Parteien, aber auch um Unabhängige. Die Kandidatin oder der Kandidat mit den meisten Erststimmen zieht dann für den jeweiligen Wahlkreis in den Bundestag ein.

Der zweite Weg führt über die Landeslisten der Parteien. Die Anzahl der Zweitstimmen für die jeweilige Partei legt fest, mit wie vielen Sitzen, also Abgeordneten, sie im Parlament des Deutschen Bundestages vertreten sind. Kandidaten, die über die Direktkandidatur aufgestellt wurden, können auch gleichzeitig auf der Landesliste stehen, damit sie im Falle einer Wahlniederlage bei den Erststimmen dennoch über die Zweitstimmen in den Bundestag einziehen können.

Die Wahl erfolgt über den Stimmzettel, der in den Wahllokalen ausgegeben wird. Die Wähler geben auf dem Stimmzettel ihre Erst- und Zweitstimme an und werfen ihn in die Wahlurne. Alternativ kann auch per Briefwahl abgestimmt werden.

Bundestagswahl 2021: In einer geheimen Wahl geben die Wahlberechtigten ihre Erst- und Zweitstimme ab. (Symbolbild) Foto: dpa-Zentralbild

Wie funktioniert die Fünf-Prozent-Hürde?

Für den Einzug einer Partei in das Deutsche Parlament gilt grundsätzlich die Fünf-Prozent-Hürde (auch Fünf-Prozent-Klausel genannt): Einziehen darf eine Partei nur, wenn sie mindestens fünf Prozent der Zweitstimmen oder mindestens drei Direktmandate (Grundmandatsklausel) erlangen konnte.

Schafft sie dies nicht, verfallen die Zweitstimmen, die für diese Partei abgegeben wurden. Direktmandate sind davon ausgenommen, sie werden auch bei einem Scheitern an der Fünf-Prozent-Hürde anerkannt. Erhalten zudem mehr Kandidaten dieser Kleinparteien Direktmandate als ihr prozentual Parlamentssitze zustehen, spricht man von Überhangmandaten. Diese gewählten Volksvertreter dürfen dann ebenfalls in den Deutschen Bundestag einziehen. 

Es gibt auch Ausnahmen von der Fünf-Prozent-Klausel. Sie betreffen Parteien, die nationale Minderheiten repräsentieren wie zum Beispiel dem südschleswigschen Wählerbund für die dänische Minderheit.

Wer ist bei der Bundestagswahl wahlberechtigt?

Auch bei der Bundestagswahl 2021 gelten laut Artikel 12 des Bundeswahlgesetzes alle Deutschen als wahlberechtigt, wenn sie...

  • ... spätestens am Wahltag das 18. Lebensjahr vollendet haben.
  • ... seit mindestens drei Monaten eine Wohnung in Deutschland haben oder sich sonst gewöhnlich in der Bundesrepublik Deutschland aufhalten.
  • ... nicht vom Wahlrecht ausgeschlossen sind.

Kann ich bei der Bundestagswahl 2021 auch wählen, wenn ich mich im Ausland aufhalte?

Auch Deutsche, die sich im Ausland aufhalten, sind wahlberechtigt, wenn sie...

  • ... nach Vollendung ihres 14. Lebensjahres "mindestens drei Monate ununterbrochen in der Bundesrepublik Deutschland eine Wohnung innegehabt oder sich sonst gewöhnlich aufgehalten haben und dieser Aufenthalt nicht länger als 25 Jahre zurückliegt oder
  • aus anderen Gründen persönlich und unmittelbar Vertrautheit mit den politischen Verhältnissen in der Bundesrepublik Deutschland erworben haben und von ihnen betroffen sind."

Bundestagswahl 2021: Briefwahl beantragen – ab wann und wie?

Wer nicht am Wahltag selbst wählen kann oder möchte, kann seine Erst- und Zweitstimme auch per Briefwahl abgeben. Der entsprechende Antrag für einen Wahlschein mitsamt der Briefwahlunterlagen muss schriftlich oder persönlich bei der Gemeindebehörde des eigenen Hauptwohnsitzortes gestellt werden. In manchen Städten gibt es dafür auch Online-Formulare. Für die Antragstellung bedarf es keiner Begründung. Die Wahlscheine können frühestens sechs Wochen vor der Wahl verschickt werden.

Laut Bundeswahlleiter sollte die Briefwahl stets so früh wie möglich beantragt werden. Die Antragsstellung für die Bundestagswahl ist jedoch bis zwei Tage vor dem Wahltag möglich, also im Jahr 2021 bis Freitagabend (24. September) um 18 Uhr. In besonderen Ausnahmefällen, zum Beispiel bei einer "nachgewiesenen schweren Erkrankung", die das Betreten des Wahlraumes unmöglich oder "nicht zumutbar" gestaltet, kann der Wahlschein auch noch bis 15 Uhr am Wahltag selbst beantragt werden.

Wie wird die Kanzlerin oder der Kanzler gewählt?

Die wahlberechtigten Bürger wählen den Kanzler nicht direkt. Der Bundespräsident schlägt einen Kandidaten oder eine Kandidatin der Regierungspartei oder -Koalition vor. Der Bundeskanzler muss kein Bundestagsabgeordneter sein. Die Abgeordneten wählen den Kanzler. Die Kanzlerkandidatin oder der Kanzlerkandidat benötigen für eine Wahl grundsätzlich die Stimmen der Mehrheit der Bundestages.

Wer sind die Kanzlerkandidaten für die Bundestagswahl 2021?

Bei der Bundestagswahl 2021 treten drei Kanzlerkandidaten der großen Parteien an: Die Union, also CDU und CSU, schickt bei der Wahl des 20. Deutschen Bundestages Armin Laschet (60) ins Rennen, den derzeit amtierenden Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen (NRW) und Bundesvorsitzenden der Christdemokraten.

Laschet, Rheinländer und geborener Aachener, setzt bei seinem Wahlkampf unter anderem auf die Beständigkeit der Unionspolitik, eine Stärkung der Wirtschaft (auch für die Bewältigung der Klimakrise) und der Europapolitik und betont, dass er den Zusammenhalt in der Gesellschaft stärken wolle – unter anderem durch eine klare Abgrenzung ("Brandmauer") zu rechten Parteien wie der AfD.

Es wäre nicht das erste Bundestagsmandat des 60-Jährigen: Bei der Bundestagswahl 1994 wurde Armin Lascht im Wahlkreis Aachen-Stadt per Direktmandat ins Deutsche Parlament gewählt. Bei der Wahl 1998 verlor er das Mandat wieder. 1999 wurde Laschet zum Europaabgeordneten gewählt und war bis 2005 Mitglied des Europäischen Parlaments. Dort beschäftigte sich der Christdemokrat unter anderem mit Außen- und Sicherheitspolitik sowie Haushaltspolitik. 2017 setzte er sich gegen die amtierende Ministerpräsidentin von NRW, Hannelore Kraft (SPD), durch und ist seitdem Landeschef in einer schwarz-gelben Koalition von CDU und FDP.

CDU-Chef Armin Laschet im ARD-Sommerinterview. Foto: Marius Becker/ZDF/dpa

Die Partei Bündnis 90/Die Grünen hat für die Bundestagswahl 2021 Annalena Baerbock (40) als Kanzlerkandidatin aufgestellt. Die Politikerin, die gemeinsam mit Robert Habeck die Doppelspitze der Parteiführung bildet, gab im April 2021 ihre Kandidatur bekannt. Im Wahlkampf der Grünen steht neben sozialer Gerechtigkeit sowie Familien- und Europapolitik vor allem Klimaschutz und der Ausbau erneuerbarer Energien im Vordergrund.

Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock, die gebürtig aus Hannover stammt, sitzt seit 2013 für die Partei Bündnis 90/Die Grünen im Deutschen Bundestag. Von 2009 bis 2013 war sie zudem Vorsitzende des Landesverbands Brandenburg, von 2012 bis 2015 gehörte sie dem Parteirat der Grünen an.

Annalena Baerbock, Bundesvorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen und Kanzlerkandidatin. Foto: Kay Nietfeld/dpa

Für die Bundestagswahl 2021 hat sich die SPD bei der Kanzlerkandidatur für Olaf Scholz (63) entschieden. Scholz, seit März 2018 Vizekanzler der schwarzroten Koalition unter Kanzlerin Angela Merkel, ist amtierender Bundesfinanzminister des noch bestehenden 19. Deutschen Bundestages.

Beim Wahlkampf setzt der Sozialdemokrat unter anderem auf soziale Themen wie einen höheren Mindestlohn (zwölf Euro als Ziel), eine höhere Entlohnung des Pflegepersonals und sozialen Wohnungsbau, aber auch auf Themen wie Mobilität und Digitalisierung, Klimaschutz und Europapolitik.

Der gebürtig aus Osnabrück stammende Olaf Scholz war unter anderem Innensenator von Hamburg (Mai bis Oktober 2001), SPD-Generalsekretär (Oktober 2002 bis März 2004), Bundesarbeitsminister in einer schwarzroten Koalition unter Kanzlerin Angela Merkel (November 2007 bis Oktober 2009 nach dem Rücktritt von Franz Müntefering) sowie Erster Bürgermeister von Hamburg (März 2011 bis März 2018).

Olaf Scholz (SPD). Foto: Fabian Sommer/dpa

Das sind die Spitzenkandidaten der Parteien bei der Bundestagswahl 2021

Neben den drei Kanzlerkandidaten der CDU, SPD und den Grünen – Armin Laschet, Olaf Scholz und Annalena Baerbock – gibt es bei der Bundestagswahl 2021 weitere Spitzenkandidaturen. Für die FDP ist der Spitzenkandidat Christian Lindner (42), seit 2013 Bundesvorsitzender der Partei. Lindner will eine schwarzgrüne Koalition verhindern und strebt selbst eine Regierungsbeteiligung der Liberalen an.

Linder weist immer wieder auf die Erfolge Koalition mit der FDP in NRW hin, lässt sich aber auch Türen offen für mögliche Koalitionen mit SPD und Grünen. Lindner strebt dabei den Posten als Finanzminister an. Die Liberalen werben in ihrem Wahlprogramm für einen Neustart in Deutschland und setzten dabei ganz auf bewährte Themen wie Freiheit und den Ausbau der Digitalisierung. Zudem lehnt die FDP Steuersenkungen ab und will an der Schuldenbremse festhalten.

Spitzenkandidat der CSU bei der Bundestagswahl 2021 ist Alexander Dobrindt (51), der seit 2017 Vorsitzender der CSU-Landesgruppe im Deutschen Bundestag ist. Von 2013 bis 2017 war Dobrindt in einer schwarz-roten Bundesregierung unter Angela Merkel Bundesverkehrsminister, von 2009 bis 2013 CSU-Generalsekretär. 

Die Partei DIE LINKE schickt mit Janine Wissler (40) und Dietmar Bartsch (63) ein Spitzen-Duo ins Rennen. Wissler wurde im Februar 2021 gemeinsam mit Susanne Hennig-Wellsow zur Parteivorsitzenden gewählt und sitzt seit 2008 im hessischen Landtag. Seit 2009 ist sie dort zudem Fraktionsvorsitzende ihrer Partei.

Spitzenkandidaten bei der Bundestagswahl 2021: Christian Lindner (FDP) sowie Janine Wissler und Dietmar Bartsch (Die Linke). Foto: Bernd von Jutrczenka/dpa/Archivbild und Kay Nietfeld/dpa (Fotomontage: wn.de)

Bartsch saß erstmals von 1998 bis 2002 als Abgeordneter im Deutschen Bundestag, danach wieder von 2005 an. Ab 2015 war er gemeinsam mit Sahra Wagenknecht Co-Vorsitzender der Links-Fraktion im Parlament, seit 2019 zusammen mit Amira Mohamed Ali. Bei der Bundestagswahl 2021 setzen die Linken vor allem auf ihr Kernthema soziale Gerechtigkeit, sehen Steuersenkungen für Geringverdiener vor und wollen beim Klimaschutz das Erreichen des 1,5-Grad-Ziels vorantreiben.

Die AfD schickt zur Bundestagswahl 2021 ebenfalls ein Spitzen-Duo ins Rennen: Alice Weidel (42) und Tino Chrupalla (46). Im Jahr 2017 zog Weidel als Abgeordnete in den Bundestag ein und ist seitdem gemeinsam mit Alexander Gauland Co-Vorsitzende der Bundestagsfraktion ihrer Partei sowie Oppositonsführerin. Chrupalla zog ebenfalls 2017 in den Deutschen Bundestag ein und ist seit 2019 gemeinsam mit Jörg Meuthen Bundessprecher und Parteivorsitzenden der AfD. Die rechte Partei setzt im Wahlkampf zur Bundestagswahl 2021 unter dem Motto "Deutschland. Aber normal." unter anderem auf ein härteres Vorgehen in der Asylpolitik, die Streichung der Rundfunkgebühren und die Stärkung von Familien.

Bundestagswahl 2021: Die Wahlkreise im Münsterland

Zur Bundestagswahl 2021 werden in sechs Wahlkreisen im Münsterland Parteien und Direktkandidaten gewählt:

  • Wahlkreis 124: Steinfurt I / Borken I
  • Wahlkreis 126: Borken II
  • Wahlkreis 127: Coesfeld / Steinfurt II
  • Wahlkreis 128: Steinfurt III
  • Wahlkreis 129: Münster
  • Wahlkreis 130: Warendorf

Über 50 Direktkandidaten aus dem Münsterland treten bei der Bundestagswahl 2021 an

In den sechs Wahlkreisen im Münsterland stehen Kandidaten aller größeren Parteien als Direktkandidaten zur Wahl. Von der CDU treten unter anderem der amtierende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Wahlkreis 124  und Anja Karliczek, amtierende Bundesministerin für Bildung und Forschung, im Wahlkreis 128 an. Sie wollen erneut als Abgeordnete in den Deutschen Bundestag einziehen, ebenso wie die SPD-Politiker Bernhard Daldrup im Wahlkreis 130 und die amtierende Bundesumweltministerin Svenja Schulze im Wahlkreis 129.

Von den Grünen tritt Bernhard Lammersmann im Wahlkreis 126 und die amtierende Bundestagsabgeordnete Maria Klein-Schmeink im Wahlkreis 129 an. Die FDP schickt als Direktkandidaten unter anderem Dr. Oliver Niedostadek, aktuell Telgter Ratsherr, und den amtierenden Bundestagsabgeordneten Karlheinz Busen ins Rennen.

Kathrin Vogler, Abgeordnete im Bundestag, und Gerrit Bresch treten per Direktkandidatur für Die Linke in den Wahlkreisen 128 und 124 an. Die AfD stellte unter anderem erneut den Bundestagsabgeordneten Dr. Michael Espendiller für den Wahlkreis 126 auf, zudem tritt Dennis Dinter im Wahlkreis 130 an.

Bei der Bundestagswahl 2021 wollen mehr als 50 Direktkandidaten im Münsterland als Direktkandidaten über die Erststimme in den Deutschen Bundestag einziehen. Stefan Nacke kandidiert für die CDU in Münster (Wahlkreis 129) erstmals für einen Sitz im Bundestag. Derzeit ist Nacke amtierender Landtagsabgeordneter in NRW. Im Wahlkreis 126 löst die CDU-Politikerin Anne König (36) den amtierenden Bundestagsabgeordneten Johannes Röring als Direktkandidaten ab. Sarah Lahrkamp (39) von der SPD tritt im Wahlkreis 124 die Nachfolge der vorherigen Direktkandidatin Ingrid Arndt-Brauer an.

Bundestagswahl 2021: Welche Parteien stehen zur Wahl?

Insgesamt treten 53 Parteien bei der Bundestagswahl 2021 an. Die Parteien und Vereinigungen werden vom Bundeswahlausschuss zugelassen. Neben den größten deutschen Parteien CDU und CSUSPD, Die Grünen, FDP, Die Linke und AfD sind auch neue Parteien vertreten. Erstmals will zum Beispiel Die Basis mit Abgeordneten in den Deutschen Bundestag einziehen. Gegründet aus dem Protest gegen die Corona-Maßnahmen der amtierenden Regierung heraus, tritt Die Basis vor allem für die Themen Freiheit (für die Bevölkerung) und Machtbegrenzung (für die Regierenden) ein. 

Hinzu kommen die Partei Freie Wähler und die Brandenburger Vereinigte Bürgerbewegungen/Freie Wähler (BVB/Freie Wähler), die bereits in mindestens einem deutschen Landtag vertreten sind. Der Bundeswahlausschuss hat zudem 44 weitere Vereinigungen zur Bundestagswahl 2021 zugelassen, zum Beispiel die unter anderem vom Satiriker Martin Sonneborn gegründete Partei Die PARTEI wie zudem die Piraten-Partei und Volt.

Gibt es TV-Duelle der Kanzlerkandidaten?

Da in diesem Jahr sogar zwei Kanzlerkandidaten und eine Kanzlerkandidatin ins Rennen gehen, gibt es erstmals ein TV-Triell. Und dann sogar noch im Dreierpack. RTL und ntv übertragen das erste TV-Triell am 29. August um 20.15 Uhr. ARD und ZDF zeigen dann das zweite TV-Triell am 12. September ab 20.15 Uhr. Eine Woche später (Sonntag, 19. September) strahlt die Sendergruppe ProSiebenSat1 den dritten Talk um 20.15 Uhr live bei den privaten Sendern ProSieben, Sat.1 und Kabeleins aus.

Über alle weiteren Nachrichten rund um die aktuelle Wahl informieren wir Sie auf der Sonderseite zur Bundestagswahl 2021 auf wn.de.

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