134 Grüße nach England
Union Lüdinghausen dürfte den Badminton-Weltrekord „längster Ballwechsel“ geknackt haben

Lüdinghausen -

Einen schönen Gruß von Lüdinghausen nach England. Genauer gesagt: 134 Grüße auf die Insel. So viele Spieler schlugen am Freitagabend in der Steverstadt hintereinander den Federball. Damit dürfte die Badminton-Abteilung des SC Union 08 den Weltrekord „längster Ballwechsel mit möglichst vielen Teilnehmern“ geknackt haben. Die bisherige Bestmarke lag bei 113, aufgestellt 2010 in England. Wenn die Guinness-Rekordzentrale in London das Videoband aus Lüdinghausen sichtet und grünes Licht gibt, steht Union in dem berühmten Rekordbuch.

Samstag, 07.09.2013, 10:09 Uhr

134 Grüße nach England : Union Lüdinghausen dürfte den Badminton-Weltrekord „längster Ballwechsel“ geknackt haben
Im Dauereinsatz: Der 86-jährige Otto Igel machte immer den Aufschlag. Nele Jünemann (kleines Foto) half an ihrem zehnten Geburtstag mit, den Weltrekord zu knacken. Foto: rau

Der Angriff auf den Weltrekord geriet in der Halle des St.-Antonius-Gymnasiums zu einer gelungenen Gratwanderung zwischen Spaß und Ehrgeiz. Mehr als 140 Spieler von neun bis 86 Jahren nahmen teil, alle liefen in knallroten Rekord-Shirts auf. Ein Notar, ein Rechtsanwalt und ein weiterer Zeuge überwachten die Aktion und bestätigten am Ende mit ihrer Unterschrift, dass nicht gemogelt wurde. Die Videokamera lief die ganze Zeit.

„Hoch, weit, schnell“, so lautete die Erfolgsformel. Hoch und weit schlagen, damit der nächste Spieler genügend Zeit hat, und rasend schnell wieder vom Court herunter. Wie bei einem regulären Einzel durfte auf beiden Seiten des Netzes immer nur jeweils ein Spieler stehen. Stewards passten auf, dass keiner zu schnell und keiner zu langsam war. Das war der wichtigste Job.

Alles sah, unmittelbar vor der Feier zum 50-jährigen Bestehen der Abteilung, nach einer schnellen Nummer aus. Schon im ersten Versuch lief der Ball über mehr als 140 Spieler. Einige Male aber hatten wohl mehr als zwei Spieler auf dem Feld gestanden. Im siebten Versuch lief es sauber – mit 134 Spielern. Weltrekord! Der wurde in den folgenden knapp 20 Versuchen auch nicht mehr verbessert.

„Es hat Spaß gemacht, das war eine einmalige Sache“, freute sich Hans-Werner Bartsch , stellvertretender Abteilungsleiter. „Die Aktion hat gezeigt, dass Badminton bei Union nicht nur Bundesliga ist“, sagte Initiator Markus Kleymann .

„Erst war ich ein bisschen aufgeregt, nach dem ersten Schlag aber nicht mehr“, strahlte Nele Jünemann, mit der Startnummer 5 eine der Weltrekordlerinnen. „Es hat Spaß gemacht“, erzählte die Nachwuchsspielerin des SC Union . „Das Schwierigste war, an der Linie zu warten, also nicht zu früh aufs Feld zu laufen. Und dann schnell genug wieder runter zu kommen.“ Sie wollte unbedingt dabei sein, sogar an ihrem zehnten Geburtstag. Vater Dirk machte auch mit, und anschließend ging es fix wieder nach Hause. „Wir haben 20 Geburtstagsgäste“, sagte Dirk Jünemann. „Die warten auf uns.“ Die Zeit für den Weltrekord musste sein.

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