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Hurz!

Achim Hagemann saß bei Hape Kerkelings legendärer Gesangsdarbietung am Klavier

Münster

Bei der vermutlich schrägsten Gesangsdarbietung der deutschen Comedy-Geschichte saß Achim Hagemann am Klavier: Hape Kerkelings „Hurz“. Als Pavel Popolski gastiert Hagemann am Samstag in der Halle Münsterland. Mit dem 46-jährigen Musiker, der seit seiner Schulzeit mit Kerkeling befreundet ist, sprach WN-Redakteur Martin Kalitschke.

wn

Herr Hagemann, wie kamen Sie vor 20 Jahren auf „Hurz“?

Hagemann: Über meinem damaligen Studio in Düsseldorf wohnte ein Mann namens Hurz. Ein wirklich einprägsamer Name. Als wir uns einen schrägen Ausruf ohne Sinn und Bedeutung überlegten, fiel mir sein Name wieder ein.

Und was sagte Herr Hurz dazu?

Hagemann: Als er das mitbekommen hat, war er erfreut. Er musste allerdings fast 18 Jahre damit leben, dass Leute, die in mein Studio wollten, bei ihm klingelten – sie dachten, die Klingel „Hurz“ gehört zu mir.

Aber das hat er geduldig ertragen. Auch „Das ganze Leben ist ein Quiz“ würde es ohne Sie nicht geben!

Hagemann: Ich war der Produzent und Koautor. Das Lied stammte ja aus einer italienischen Quizshow. Da fragten wir dann nach, ob wir eine eigene Version machen dürfen – als Parodie auf Quizshows. Zunächst war das nicht als Single gedacht, aber die Leute mochten es so, dass wir es dann doch herausbrachten. Es war unser erster großer Hit.

Sind Sie nach wie vor mit Hape Kerkeling befreundet?

Hagemann: Wir wohnen ja inzwischen beide in Berlin und haben erst heute Morgen miteinander telefoniert. Uns verbindet eine lange Freundschaft, Hape ist mein ältester Freund.

War es zwischen Ihnen Thema, als er als Gottschalk-Nachfolger für „Wetten, dass. . .?“ ins Spiel gebracht wurde?

Hagemann: Wir haben darüber gesprochen, und ich habe ihm abgeraten. Hape braucht eine Sendung, in der Konzept und Form nicht so starr sind, sodass er mehr auf seine eigenen Talente eingehen kann. Er selbst hatte längere Zeit überlegt, die Sendung zu übernehmen.

Aktuell sind Sie wieder mit den Popolskis auf Tour. Wie sind Sie auf die Idee für diese schräge Truppe gekommen?

Hagemann: Durch meine damalige polnische Freundin. Als ich sie kennenlernte, zog sie mit ihrer gesamten Familie von Polen nach Köln. Da habe ich viele polnische Familienfeste mitbekommen. Nach einem Wodka-Abend kam mir die Idee, daraus eine Bühnen-Show zu machen. Die polnische Familie fand das super und machten immer neue Vorschläge.

Waren Sie mit den Popolskis schon mal in Polen?

Hagemann: Wir haben etliche Einladungen bekommen. Aber als polnische Familie in Polen Deutsch mit polnischem Akzent sprechen? Wir suchen noch nach einer Lösung, aber ich möchte es auf jeden Fall mal gerne machen.

Was ist aus Ihrer polnischen Freundin geworden?

Hagemann: Das ist vorbei. Aber die Popolskis gehen weiter.

Planen Sie weitere Projekte mit Hape Kerkeling?

Hagemann: Wir haben ja in den letzten Jahren eine Menge zusammen gemacht. Ich habe die Filmmusik für „Isch kandidiere“ und „Ein Mann, ein Fjord“ geschrieben, außerdem mehrere Songs für das Hape-Kerkeling-Musical „Kein Pardon“. Es gibt schon Pläne für eine neue Zusammenarbeit, aber dazu möchte ich noch nichts sagen.

Samstag, 20 Uhr, Halle Münsterland, Albersloher Weg in Münster

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