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Im Weserbergland wird Holzkohle hergestellt

Grillen mit gutem Gewissen

Wenn im Garten die Holzkohle entflammt und verglimmt, strahlt der Hungrige mit der Grillzange in der Hand. Doch manchen ereilt auch das schlechte Gewissen: Wurde für meine Wurst ein Stück Regenwald unwiederbringlich gerodet? Nicht unbedingt: Es gibt Kohle aus der Region. Ein Besuch in Bodenfelde.

Gunnar A. Pier

Im Weserbergland wird Holzkohle produziert. Foto: Pro Fagus

Die Gemeinde Bodenfelde kurz hinter Höxter liegt malerisch im Weserbergland, umgeben von buchenwaldreichen Hügeln. Vom Bahnhof aus sind es nur ein paar Minuten zu Fuß die Uslarer Straße entlang zum Ortsausgang, wo sich links Holzstämme stapeln und rechts Industriehallen und Schlote an­einanderreihen. Der gründerzeitliche Charme wird gebrochen durch eine leuchtend orangerot-gelbe Banderole am höchsten Schornstein: Hier also wird sie hergestellt, die Grillkohle von Pro Fagus. 100.000 Tonnen ­Buchenholz werden hier Jahr für Jahr angeliefert. 20 Last­wagen pro Tag. Heraus kommen gut 30.000 Tonnen Kohle. Klingt viel, aber Geschäftsführer Alf Uwe Belz sagt zufrieden: „Wir können gar nicht schnell genug produzieren. Wir sind das vierte Jahr in Folge ausverkauft.“

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