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Sonderveröffentlichung

Autofinanzierung planen: Welche Optionen gibt es?

Die Finanzierung eines Autos ist fast schon normal geworden. Nachdem selbst die Gebrauchtwagenpreise durch die Decke gingen, ist die Finanzierung über einen Kredit oder über eine andere Variante zur absoluten Normalität geworden. Doch welche Optionen gibt es rund um den Autokauf? Dieser Artikel stellt drei Varianten vor.

von Aschendorff Medien

Der Kauf eines Wagens wird im Normalfall über eine Finanzierung realisiert. Doch welche Möglichkeiten existieren diesbezüglich? Foto: Unsplash.com

1. Autokredit

Bei dem Autokredit handelt es sich um einen vom Autokäufer selbst gesuchten und aufgenommenen Kredit. Er ist unabhängig vom tatsächlichen Autokauf, hängt aber natürlich damit zusammen. Neben der Kreditaufnahme über die Hausbank bietet das Internet viele Optionen. Doch was gilt?

-         Vergleichsmöglichkeiten – beim Kauf eines Wagens ist ein Autokredit Vergleich hilfreich. In den gängigen Vergleichsportalen können Kunden gezielt nach Autokrediten suchen – und sollten dies auch tun. Autokredite werden oft mit einem geringeren Zinssatz vergeben, da das Auto selbst als Pfand gilt.

-         Kosten – im Vergleich mit herkömmlichen Krediten über ähnliche Summen schneiden Autokredite oft sehr günstig ab. Das liegt am Auto als Sicherheit: Die Bank erhält den Fahrzeugbrief und gibt diesen erst nach der Zahlung der letzten Rate heraus.

-         Abweichungen – einige Kreditgeber verzichten auf die Sicherheitsleistung über den Fahrzeugbrief. Wichtig für Kunden ist, sich die Vorschriften genau anzusehen. Darf der Wagen während der Kreditlaufzeit veräußert werden und wenn ja, welche Regeln gelten? Wurde der Fahrzeugbrief hinterlegt, ist der Verkauf fast unmöglich, da kein Auto ohne den Brief veräußert werden kann.

-         Höhe – der Autokredit kann in der gewünschten Höhe gewählt werden. Es ist durchaus möglich, den Verkaufserlös des bisherigen Fahrzeugs, Sparguthaben oder familiäre Unterstützungen als Eigenkapital einfließen zu lassen.

Im Schnitt schlagen sich die Autokredite sehr gut. Dennoch lohnt es sich, auch bei der eigenen Bank ein Angebot anzufragen. Mit einem Autokredit in der Rückhand gilt der Kunde als Barzahler, wenngleich natürlich die Kaufsumme nicht in bar entrichtet wird. Somit kommen eventuelle Rabatte in Betracht.

2. Händlerfinanzierung

Ein Großteil der Fahrzeugfinanzierungen wird weiterhin über den Händler abgeschlossen. Dieser Weg ist einfach, denn die Händler bieten gleich zwei bis drei Angebote je Fahrzeug an. Dennoch hat die Händlerfinanzierung Nachteile:

-         Vergleichsmöglichkeiten – sie sind gering. Im Höchstfall bieten Händler drei Alternativen an, aus denen der Kunde auswählen muss. Der Vergleich ist also nicht mit dem gängigen Onlinevergleich zu vergleichen.

-         Kosten – Händlerfinanzierungen sind im Schnitt deutlich teurer als selbst aufgenommene Autokredite. In Studien wurde herausgefunden, dass Kunden bei der Händlerfinanzierung zweistellige Prozentbeträge im Schnitt mehr zahlen.

-         Sicherheiten – auch bei der Händlerfinanzierung ist der Wagen selbst die Sicherheit. Der Fahrzeugschein muss somit hinterlegt werden. Ein Weiterverkauf ist oft nicht während der Laufzeit möglich.

-         Guthaben – bei der Händlerfinanzierung wird der Ankaufsbetrag des Altfahrzeugs meist angerechnet. Auch können Guthaben aus Sparvermögen inkludiert werden, sodass die Gesamtkreditsumme sinkt.

Händlerfinanzierungen sind allerdings sehr simpel und komfortabel, da eigenständig keine Kredite gesucht oder verglichen werden müssen. Dafür gilt der Kunde nicht als Barzahler, was sich wiederum negativ auf die möglichen Rabatte auswirken kann.

3. Autoleasing

Beim Autoleasing wird der Wagen nicht erworben, sondern eher für eine feste Vertragslaufzeit gemietet. Das Leasing ist gerade für diejenigen interessant, die nur für eine begrenzte Zeit ein gewisses Modell wünschen oder die allgemein gerne an regelmäßigen neuen Wagen Interesse haben. Doch was gilt und passt das Leasing zu jedem?

-         Kosten – die Kosten für das Leasing können sich unterscheiden. Es ist sinnvoll, mehrere Händler zu überprüfen und die jeweiligen Angebote zu vergleichen. Wie hoch die monatlichen Leasingkosten sind, hängt vom Modell, dem Händler und auch von der Laufzeit ab.

-         Vertragsdetails – beim Leasing ist besonders auf die Vertragsdetails zu achten. Es gibt diverse Leasingmodelle, beispielsweise das Kilometerleasing. Dieses lohnt sich nur, wenn recht genau die Jahreskilometerleistung eingeschätzt werden kann.

-         Übernahme – in den meisten Fällen wird der Wagen zum Ende der Leasinglaufzeit zurückgegeben. Er kann jedoch auch übernommen werden, doch wie, das entscheidet der Vertrag. Die Regularien können sich massiv unterscheiden, mal wird nur der Restwert fällig, mal eine andere Summe. Wer mit dem Gedanken spielt, den Wagen später doch zu übernehmen, sollte schon beim Leasingabschluss klären, wie die Übernahme vonstatten gehen würde.

-         Anrechnung – beim Leasing ist es ein wenig komplizierter, bereits vorhandenes Guthaben in den Vertrag einfließen zu lassen. Die monatlichen Raten sind fix, verändert werden können sie im Schnitt nicht. Dafür kann das Guthaben natürlich auf eine eventuelle Übernahme- oder Abschlussrate angerechnet werden.

-         Für wen? – wer ungern ein Auto direkt kaufen möchte, könnte mit dem Leasing gut fahren. Wichtig ist, genau auf die Verträge zu achten. Leasing scheint im ersten Augenblick günstig zu sein, ist es jedoch häufig nicht. Dafür bietet es die Möglichkeit, nach zwei oder drei Jahren einen simplen Fahrzeugwechsel vorzunehmen.

Beim Leasing obliegt es dem Kunden, den Wagen gut zu pflegen. Zum Ende der Leasinglaufzeit wird das Fahrzeug genau überprüft und etwaige Macken oder Mängel werden dem Kunden in Rechnung gestellt. Auch für die Einhaltung der Inspektionen ist er zuständig, Reparaturen trägt er in einem gewissen Rahmen selbst.

Da der Wagen weiterhin im Eigentum des Leasinggebers verbleibt, kommt diese Variante nicht für alle Haushalte infrage. Abgesehen von echten Nutzfahrzeugen ist das Leasing eher ungeeignet für Hunde- oder Pferdebesitzer: Der Wagen wird zu stark verschmutzt, was die Gefahr erhöht, dass nach Leasingende eine hohe Gebühr fällig wird. Wer dennoch leasen möchte, sollte schon zu Beginn Geld für eine professionelle Reinigung beiseitelegen.

Mit der richtigen Finanzierungslösung lassen sich die Kosten beim Autokauf niedrig halten. Foto: Unsplash.com

Fazit - viele Wege führen zum eigenen Fahrzeug

Die Finanzierung eines neuen Fahrzeugs kann auf viele Wege bestritten werden. Händlerfinanzierungen führen die Statistiken an, doch sind sie deutlich teurer als Autokredite. Auch das Leasing erweist sich teils als sinnvoll, praktisch ist es ohnehin. Allerdings müssen sich Leasingnehmer über ihre Pflichten und die Tücken des Vertrags bewusst sein: Sie fahren ein Auto, welches ihnen nicht wirklich gehört und welches sie zurückgeben müssen.

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