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Neueinstufung der Typklassen: Mit diesen Änderungen müssen Autofahrer rechnen

Jedes Jahr aufs Neue, kalkuliert der Gesamtverband der Deutschen Versicherer, kurz GDV, die Risikoklassen einzelner Fahrzeuge. Manche Autofahrer freut es, andere wiederum müssen mit erheblichen Mehrbeiträgen rechnen. Doch nach welchen Kriterien erfolgt die Einstufung der Typklassen und was können betroffene Versicherungsnehmer bei einer Beitragserhöhung tun? Über diese und viele weitere Fragen klärt dieser Artikel auf.

Foto: Pixabay.com © Riedelmeier (Pixabay-Lizenz)

Risikobeurteilung des GDV

Das Vergleichsportal Tarifcheck kündigte es bereits an: Ab 2018 wird jedes vierte Fahrzeug einer neuen Typklasse zugeordnet. Vor allem Besitzer von Kleinwägen können sich freuen, denn Fahrzeuge wie der beliebte Peugeot 108 werden zukünftig deutlich niedriger eingestuft. Weniger erfreulich ist die Nachricht für alle SUV-Fahrer. Manch Jeep und BMW-Modelle wie der 730D steigen um mindestens eine Klasse. Für die Versicherungsnehmer bringt dies teilweise deutlich höhere Beiträge mit sich. Ob ihr Fahrzeug betroffen ist, können Autofahrer hier abfragen.

Die Risikobeurteilung des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherer verläuft jedes Jahr nach demselben Prinzip. Für eine gerechte Beurteilung sind die Versicherungsschäden der vergangenen drei Jahre heranzuziehen. Dabei spielt sowohl die Anzahl der gemeldeten Schäden, wie auch die Höhe der Versicherungsleistung eine Rolle. Im direkten Vergleich mit dem Vorjahr ist aus dem daraus resultierenden Ergebnis deutlich zu erkennen, ob eine Anpassung nötig ist. Diese kann sowohl nach oben wie auch nach unten erfolgen. Letzteres bedeutet für den Versicherungsnehmer häufig eine günstigere Prämie. Ist das Schadenaufkommen etwa gleich geblieben, findet keine Anpassung statt und das Fahrzeug bleibt mit seiner bisherigen Typklasse bestehen.

Ein häufig unterschätztes Merkmal der Risikobeurteilung ist die aktuelle Wirtschaftslage. Steigen die Preise für Kfz Reparaturen und Ersatzteile deutlich an, wirkt sich dies auf die Zahlungen für Schadensregulierungen aus. Gesellschaften mussten ihren Versicherungsnehmern und den Geschädigten eine höhere Entschädigungssumme ausbezahlen.

Das können Versicherungsnehmer bei einer Beitragserhöhung tun  

Spätestens, wenn die Mitteilung der Gesellschaft vorliegt und der Versicherungsnehmer im folgenden Jahr eine höhere Prämie bezahlen muss, sollte er reagieren. Die Typklasse kann nicht angefochten werden und gilt für alle Versicherer auf dem deutschen Markt gleichermaßen. Der Kunde hat jedoch andere Möglichkeiten seinen Beitrag zu senken, ohne dabei die Gesellschaft wechseln zu müssen.

Versicherungsnehmer sollten Tarife vergleichen und die Beitragsmerkmale auf ihre Aktualität überprüfen Foto: Pixabay.com © stevepb (Pixabay-Lizenz)

Ein Angebot für eine Tarifumstellung einholen

In der Regel bringen Versicherer jedes Jahr neue Tarife auf den Markt. Für bestehende Kunden bedeutet dies keine Änderung. Ihr Vertrag und seine Inhalte bleiben wie beim Abschluss vereinbart erhalten. Je nach Wirtschaftslage sind die Gesellschaften jedoch dazu gezwungen, Neukunden deutlich günstigere Verträge anzubieten. Aus diesem Grund sollten Autofahrer sich bei ihrer bestehenden Versicherung regelmäßig aktuelle Angebote einholen. Versicherer sprechen dabei von einer Tarifumstellung. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Kunden über eventuelle Verschlechterungen gegenüber dem bestehenden Vertrag zu informieren.

Beitragsmerkmale überprüfen

Für die Berechnung des Kfz-Beitrages spielen viele Faktoren eine Rolle. Neben den fahrzeugtypischen Eigenschaften wie Baujahr und Modell sind auch persönliche Aspekte des Fahrers zu berücksichtigen:

  • die jährliche Fahrleistung
  • der Nutzerkreis
  • das Alter des jüngsten Fahrers
  • der Abstellort des Fahrzeugs

Versicherungsnehmer sollten spätestens bei einer Beitragserhöhung ihre Tarifmerkmale überprüfen und gegebenenfalls anpassen. Häufig nutzen sie das Fahrzeug deutlich weniger als angegeben. Oder der Sohn besitzt längst ein eigenes Auto und ist auf das seiner Eltern nicht mehr angewiesen.

Alle Fahrzeuge zu einem Versicherer wechseln

Die Gesellschaft erhöht den Beitrag und Fahrzeugbesitzer sollen alle Fahrzeuge bei diesem Anbieter versichern? Was im ersten Moment paradox klingt, hat einen sehr simplen Hintergrund: Umso mehr Autos ein Versicherungsnehmer bei einem Unternehmen versichert, umso höher wird sein Rabatt. Viele Gesellschaften bieten einen Flottennachlass oder eine spezielle Einstufung für den Zweitwagen an. Auch wenn gerade bei Letzterem das betroffene Fahrzeug nicht zwingend günstiger wird, lässt sich bei allen weiteren Autos oder Krafträdern effizient Geld einsparen. Dies kann unter Umständen den Mehrbeitrag des Erstwagens ausgleichen oder sogar im Gesamten zu einer Ersparnis führen.  Wenn Autofahrer die Gesellschaft wechseln möchten, zeigt dieser Artikel, wie sie den Vertrag richtigen kündigen.

Pixabay.com © Riedelmeier (Pixabay-Lizenz)

Pixabay.com © stevepb (Pixabay-Lizenz)

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