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Tüv-Empfehlung

Neuwagen einfahren: Erste 1000 Kilometer ohne Vollgas

München (dpa/tmn)

Die alten Einfahrregeln für Käfer und Co gelten zwar nicht mehr. Wer einen Neuwagen sofort stark beansprucht, muss aber auch heute mit unangenehmen Folgen rechnen - zum Beispiel für Motor und Bremsen.

Von dpa

Lieber ein Gaspedalstreichler sein: Wer die ersten Kilometer mit einem neuen Auto auf Vollgas verzichtet, tut dem Fahrzeug und auch seinem Geldbeutel einen Gefallen. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Bei einem Neuwagen verzichten Autofahrer in der ersten Zeit besser auf volle Belastung: Sie sollten etwa die ersten 1000 Kilometer nicht mit Vollgas fahren, rät der Tüv Süd. Wer sich nicht daran hält, riskiert später einen erhöhten Ölverbrauch und verkürzt die Lebensdauer des Motors.

Trotz moderner Produktionsmethoden seien die Zylinderoberflächen im Motor noch nicht richtig eben und müssten sich noch glätten. Wer aber Vollgas gibt, riskiert, dass diese Oberflächen sich großflächig abtragen, so die Prüforganisation. Das kann mit der Zeit einen Ölverbrauch deutlich über den Herstellerangaben zur Folge haben. Auch die Lebensdauer des Motors werde verringert. Ein spezielles Einfahröl wie zu Zeiten des VW Käfers braucht es laut Tüv Süd aber nicht mehr.

Bremsen und Stoßdämpfer brauchen Einfahrzeit

Auch die Bremsen brauchen am Anfang etwas Zeit. Erst wenn sich Beläge und Scheiben aufeinander einspielen konnten, verzögern sie optimal und lassen sich richtig dosieren. Das gelte auch für Autos mit generalüberholten Bremsen. Daher hält der Tüv Süd eine vorausschauende Fahrweise für besonders wichtig.

Es kann auch eine Zeit dauern, bis Stoßdämpfer Schläge ganz sauber abfangen können. Sie benötigten eine gewisse Einfahrzeit - wie die Reifen, die erst nach einigen Kilometern wirklich griffig seien.

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