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GPS-Update für viele alte Samsung-Telefone

Berlin (dpa/tmn)

Bei Smartphones ist oft schon nach zwei Jahren Schluss mit Aktualisierungen der Software. Dass es auch ganz anders geht, zeigt gerade Samsung.

Von dpa

Auch das inzwischen gut sechs Jahre alte Samsung Galaxy S7 zählt zum Kreis der außerplanmäßigen Update-Empfänger. Foto: Till Simon Nagel/dpa-tmn

Anfang August gab es bereits ein Update für das Galaxy J7. Nun zieht Samsung Aktualisierungen für weitere ältere Modelle nach, deren Marktstart ebenfalls teils bis ins Jahr 2015 zurückgeht. Das berichtet das Telekommunikationsportal «Teltarif.de».

In allen Fällen geht es offenbar um das wichtige GPS-Modul: Es gebe Korrekturbedarf hinsichtlich der Standortbestimmung. Zudem sollen die Updates für weitere Stabilitätsverbesserungen sorgen.

Viele Smartphone-Leben werden verlängert

Wie vielen Millionen Smartphones Samsung durch die Aktualisierungen eine Verlängerung der Lebensdauer beschert, lässt sich nicht abschätzen. Sicher ist jedoch, dass ein Telefon mit ungenauer oder nicht funktionierender Positionsbestimmung eher früher als später ausgemustert wird.

Verfügbar sind Updates für die Galaxy-Modelle S5 Neo, Alpha, S6, S6 Edge, S6 Edge+, A7 (2018), S7, S7 Edge, S8 und S8+. «Teltarif.de» empfiehlt Besitzerinnen und Besitzern dieser Geräte eine manuelle Prüfung der Aktualisierung: Einfach in den Einstellungen Software-Updates aufrufen - im Zweifel in regelmäßigen Abständen wieder, weil Updates meist nicht auf einen Schlag für alle, sondern in Wellen verteilt werden.

Neue Update-Pflicht ist ein stumpfes Schwert

Für seit Anfang des Jahres verkaufte Geräte mit Software - also auch Smartphones - gilt eine EU-weite Updatepflicht. Verlassen kann man sich darauf aber nicht, kritisiert das Europäische Verbraucherzentrum Deutschland. Zum einen, weil die EU-Richtlinie die Updatepflicht nicht den Herstellern, sondern den Händlern zuschreibt.

Zum anderen, weil Händler vor dem Kauf nicht zwingend angeben müssen, wie lange das digitale Produkt garantiert aktualisiert wird. Denn dieser Zeitraum wird vom Gesetz nicht exakt definiert. Käuferinnen und Käufern könnten nur versuchen, anhand von Kriterien wie dem Preis, der üblichen Nutzungsdauer des Gerätes, Update-Versprechen und Hersteller-Erfahrungen den Faktor Software-Aktualisierungen in ihre Kaufentscheidung einzubeziehen.

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