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Sonderveröffentlichung

IT-Monitoring zur Qualitätssicherung von Internetdiensten und Apps

In den meisten IT-Abteilungen wurde die Arbeit in den vergangenen Jahren zunehmend komplexer.

Aschendorff Medien

Philipp Ghirardini, Geschäftsführer von WOTAN Monitoring / GH-Informatik GmbH Foto: Sissi Furgler

Dies liegt laut einer Umfrage des Bundesverbands Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e. V. (Bitkom) unter anderem an Datendiebstählen, Spionage oder Sabotage, die im Zeitraum 2020/2021 in Deutschland fast neun von zehn Unternehmen (88 %) getroffen haben.

Laut den Experten der Bitkom erschwert außerdem die Covid-19-Pandemie die Arbeit vieler Administratoren. Verantwortlich dafür sind hauptsächlich Arbeitsplätze im Home-Office sowie die Einbindung von Ressourcen in der Cloud, die die Komplexität der IT-Systeme erhöhen. Philipp Ghirardini, Geschäftsführer von WOTAN Monitoring / GH-Informatik GmbH erklärt uns deshalb heute, wie eine IT-Monitoring-Lösung dabei helfen kann, die Arbeit der IT-Abteilung zu erleichtern.

Herr Ghirardini, können Sie unseren Lesern erklären, warum man heute IT Monitoring in Unternehmen braucht. Was nützt das den Konsumenten?

IT Monitoring ist heute unverzichtbar, weil die Komplexität von Unternehmen durch die Digitalisierung immens gestiegen ist.

Vor gerade einmal 30 Jahren waren beinahe ausschließlich Banken, Versicherungen oder große Industriebetriebe mit einer eigenen IT ausgestattet. In allen anderen Betrieben war IT für das Tagesgeschäft irrelevant. Heute sind für jeden Ein-Personen Betrieb unabhängig der Branche funktionierende IT Services unersetzlich. Denken Sie nur an Verrechnungs- und Kassensysteme, Warenbuchhaltung, Kundendaten, Webseiten und Online Shops. Nichts geht mehr ohne IT.

Die Digitalisierung bringt viele Annehmlichkeiten mit sich und erleichtert den Alltag ungemein, erhöht aber auch die Abhängigkeit. Zusätzlich sind Systeme im Hintergrund immer stärker vernetzt, teilweise mit Online Diensten. Das alles führt zu höhere Fehleranfälligkeit und wird schnell unübersichtlich.

Man denke nur an digitale Arbeitsplätze, die steigende Anzahl an Internetkäufen, Banktransaktionen, Interaktionen mit Behörden, E-Mail und Telefonie. Immer mehr Dienste werden über Apps und das Internet abgewickelt. IT Monitoring macht ansich die Internetverbindung nicht schneller oder IT-Dienste stabiler, aber Monitoring sorgt dafür, dass man als Verantwortlicher frühzeitig von möglichen Problemen erfährt, die Gründe rasch analysieren kann und rechtzeitig reagieren kann bevor Kunden, Mitarbeiter oder Partner betroffen sind.

Das war eine gute bildhafte Darstellung, welchen Nutzen IT Monitoring auch für die Konsumenten bringt. Und wie läuft IT Monitoring bei Ihnen ab, bzw. wie darf man sich die Funktionsweise vorstellen?

Nichts ist so ärgerlich, als wenn man z.B.: seinen Einkauf über die App online abwickeln möchte und dann ist im letzten Schritt der Kauf auf Grund technischer Probleme nicht möglich. Im besten Fall meldet der frustrierte Kunde ein Problem, meistens wird aber einfach woanders gekauft. Je nach Unternehmen kann es Stunden oder Tage dauern bis die IT überhaupt mitbekommt, dass ein Online Kauf gerade nicht möglich ist. Das kann teuer, bis existenzgefährdend werden. IT Monitoring arbeitet rund um die Uhr im Hintergrund und prüft ständig ob alle nötigen Dienste für den Kunden zur Verfügung stehen.

Außerdem wird im IT Monitoring nicht erst alarmiert wenn ein Problem für den Kunden besteht, sondern meist schon Probleme frühzeitig identifiziert. Ein Beispiel wäre eine gelungene Werbeaktion welche viele mögliche Kunden den Online Shop besuchen lässt. Ist das System nicht für so viele Benutzer ausgelegt, erkennt das IT Monitoring schon bevor der Online Shop nicht mehr verwendbar ist, dass es zu unüblichen Wartezeiten kommt. IT-Admins haben dann noch die Möglichkeit einzugreifen bevor es zum Ausfall kommt.

Ist IT Monitoring als Software für die IT Sicherheit zu verstehen?

Nur bedingt. IT Monitoring überwacht die Funktionsfähigkeit, Gültigkeit, Verfügbarkeit und Performance von IT-Systemen jeglicher Art. Jeder kennt die Firewall, die der Sicherheit von Firmennetzwerken dient. Sie gehört zur klassischen Sicherheitssoftware. Jetzt denkt man vielleicht, wenn man eine Firewall hat, ist alles in Ordnung. Der Schein trügt, denn wer überwacht die Firewall auf korrekte Funktionalität und Konfiguration? Das wäre dann die Aufgabe von IT Monitoring.

Danke für Ihre ausführliche Erklärung. IT-Monitoring hilft also die Leistungsfähigkeit und Stabilität der gesamten Infrastruktur aufrechtzuerhalten und entlastet dabei auch noch die IT-Abteilung, richtig?

Ja richtig. Während im Problemfall in IT Abteilungen ohne IT Monitoring die Telefone heiß laufen, haben Administratoren mit IT Monitoring das Problem im besten Fall gelöst bevor ein Kunde oder Mitarbeiter überhaupt etwas merkt. Oder er/sie ist zumindest bereits mit der Lösung des Problemes beschäftigt.

Bei IT Monitoring geht es um die frühzeitige Erkennung von Problemen, die dann zeitnah gelöst werden können, bevor wichtige Geschäftsprozesse auf Nutzerebene beeinträchtigt sind. Das erleichtert die Arbeit in der IT immens. Denn stellen Sie sich vor, wie mühselig es ist, wenn eine Webseite ausfällt, dann läutet das Telefon ununterbrochen, weil erzürnte Nutzer anrufen und der Administrator kommt nicht zum Arbeiten. IT Monitoring ist deshalb sehr beliebt in den IT Abteilungen und bereits heute unumgänglich.

Außerdem bieten IT Monitoring Systeme die Möglichkeit aktuelle Probleme leicht verständliche über eigene Dashboards zu kommunizieren. Das alleine reduziert schon die Anzahl der Anrufe in der IT enorm. Der Benutzer oder HelpDesk Mitarbeiter erspart sich den Anruf in der IT, er/sie sieht schon vorher das es ein Problem gibt und daran gearbeitet wird.

Wie hat sich die Stellung der IT nach Covid verändert? Es wird mehr in Geräte und digitale Lösungen für Mitarbeiter:innen investiert. Wir wirkt sich das auf das IT Monitoring aus?

IT Abteilungen haben aus meiner Sicht bereits vor der Pandemie einen Aufschwung erlebt. Meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren schon davor regelmäßig im Homeoffice und auch andere Betriebe verfolgten diese Beschäftigungsmodell. Unternehmen rüsten Geräte auf, damit Mitarbeiter zu Hause arbeiten können. Am Anfang wird hier oft auf die Verfügbarkeit des Netzwerkes vergessen, dass erst im zweiten Schritt dann Beachtung findet. Je eher man hier entsprechend handelt und auf Nutzer-Ebene schaut, dass die Systeme zu den Stoßzeiten auch verfügbar sind, desto weniger Supportanfragen gibt es.

Das heißt, Ihre IT-Monitoring Lösung hilft dabei dass im Homeoffice Betrieb alles läuft? Gibt es eventuell eine Casestudy, mit der Sie potenziellen Kunden den wirtschaftlichen Nutzen demonstrieren können?

Ja, wir haben immer wieder nachweisliche Fallbeispiele, die man in unseren WOTANSTORIES nachlesen kann. Christina Mitter, die IT-Verantwortliche bei efko, spart seit dem Einsatz von IT Monitoring etwa 50% Zeit ein. Auch die IKB setzt IT Monitoring für die Überwachung der Smartmeter App ein, der digitalen Stromzähler Lösung, die in der gesamten Region Tirol seinen Einsatz findet.

Die Investitionen in Cybersicherheit haben in den USA stark zugenommen. Sind auch Kunden aus Österreich und Deutschland bereit mehr in diesem Bereich zu investieren?

Das Bewusstsein für die Wichtigkeit von Lösungen zur Systemsicherheit ist definitiv gestiegen. Nicht zuletzt hat vermehrte Berichterstattung und strengere gesetzliche Regelungen dazu geführt, dass IT Sicherheit inzwischen bei allen Investitionen im IT Bereich mitbedacht wird.

Können Sie uns einen Ausblick in die Zukunft geben? Welchen Stellenwert wird IT-Monitoring in den kommenden Jahren einnehmen und mit welchen Entwicklungen ist zu rechnen?

Die Entwicklung geht dahin, dass IT-Monitoring als Langzeitprojekt zur Qualitätssicherung der IT zu sehen ist. Mit der Zunahme der Internet der Dinge (IoT) steigen auch die Herausforderungen in der IT immens. Das heißt, Unternehmen kommen nicht über eine Monitoring Gesamtlösung hinweg. Die meisten IT-Systeme haben Überwachungs-Tools integriert. Es sind zunehmend auch Lösungen gefordert, die diese unterschiedlichen Tools zusammenfassen und nur jene auf einer Oberfläche gezeigt werden die entscheidend sind. Immer mit der Möglichkeit, jederzeit in die Tiefe blicken zu können.

Vielen Dank für das ausführliche Interview und den spannenden Einblick in die Welt des IT-Monitorings.

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