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Ratgeber: So schützt man sich vor Internetbetrügern

Das World Wide Web ist das größte Shoppingcenter der Welt, das Tag und Nacht geöffnet hat. Das wissen auch Betrüger, die jedem von uns die Freude am Shoppen gründlich vermiesen können. Sie lassen sich immer mehr einfallen, um an ihre Ziele zu gelangen und fügen anderen Menschen existenzielle finanzielle Schäden zu. Die Maschen für einen Internetbetrug werden immer raffinierter und vielfältiger.

von Aschendorff Medien

Empörte Mädchen mit Kreditkarte und Smartphone zahlen für Einkäufe im Internet. Zahlung für den Verkauf per Bankkarte im Internet-Banking. Foto: depositphotos.com

Tag für Tag wittern gerissene Internetbetrüger ihre Chance auf ein lukratives Betrugsgeschäft mit Menschen und Unternehmen auf der ganzen Welt. Tatsächlich erreichen sie oftmals mit verhältnismäßig geringem Aufwand eine Vielzahl von potenziellen Opfern. Umso wichtiger ist es für Verbraucher stets behutsam mit den eigenen Aktivitäten im Netz umzugehen und sich über die Schattenseiten des Internets bewusst zu werden.

Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten von Internetbetrug:

·         das Ausspähen von wichtigen persönlichen Daten

·         den Verbraucher mit Bestellungen, falschen Waren und Dienstleistungen betrügen

·         und den Vorauszahlungsbetrug

Die Betrugsvarianten sind zahlreich und den Verbrauchern häufig sogar bekannt: Denn täglich flattern irgendwelche vermeintliche „Gratis"-Angebote, Phishing-E-Mails oder gefälschte Gewinnversprechen ins E-Mail-Postfach. Die Gefahren lauern in den sozialen Netzwerken, beim Online Shopping und natürlich auf den Webseiten. Meistes sind die Täter dann erfolgreich, wenn Unerfahrenheit des Opfers gepaart mit Leichtgläubigkeit im Spiel ist.

Anders ist das im Unternehmensbereich. Hier kann die Ausspähung von relevanten Daten oder gar ein Cyberangriff nicht nur große Auswirkungen auf die firmeneigenen IT-Systeme haben, sondern auch das Unternehmensimage und die Finanzen betreffen. Daher sind Unternehmen gut beraten, wenn sie professionelle Hilfe in Anspruch nehmen, um das Sicherheitsrisiko der Schwachstellen im IT-System zu erkennen.

Eine solche Hilfe kann eine Sicherheitsberatung sein. Zu den Aufgaben einer solchen Beratung gehört unter anderem das Abstellen von technischen Schwachstellen, passende technische Lösungswegen erarbeiten und ergänzende Maßnahmen vorschlagen.

Wie man seine Daten und sich selbst vor Internetbetrügern schützt

Verbraucher sollten einige Punkte beachten, die das Risiko stark senken, Opfer eines Internetbetrugs zu werden. Die folgenden Punkte sollen daher nicht nur Anzeichen für Internetbetrug aufzeigen, sondern auch Aufmerksamkeit im weltweiten Netz schaffen:

Informationen nur verschlüsselt weitergeben

Jeder Verbraucher sollte im Internet sorgfältig mit der Weitergabe seiner privaten und persönlichen Daten umgehen und genau überlegen, an wen er sie weitergibt. Denn gerade zur Vorbereitung von Internetdelikten werden die Täter gerne aktiv, indem sie sie Verbraucher anrufen oder ihnen eine E-Mail schreiben.

Wichtig: Niemals die Kreditkartendaten weitergeben, wenn man sich zum einen unsicher ist und zum anderen keine sichere Internetverbindung hat. Diese kann man erkennen, wenn man auf eine verschlüsselte Übertragung achtet, die immer mit Kürzel https:// in der Adresszeile des Browsers beginnt und mit einem kleinen Schloss-Symbol gekennzeichnet ist.

Keine Kontodaten in Mails oder in Chats angeben

Betrüger versuchen es immer wieder mit sogenannten Phishing-Mails an die Kreditkarten-, Anmelde- oder Bankdaten zu kommen. Es kann auch passieren, dass sie sich als Kundenservice ausgeben oder es auch über Chats versuchen. Seriöse Anbieter hingegen fragen nie nach solchen relevanten Daten. Daher sollte man sie auf keinen Fall in einem Chat, per Telefon oder per Mail preisgeben.

Anbieter überprüfen

Seriöse Anbieter und seriöse Verkäufer sollten auf ihrer Webseite ein leicht auffindbares Impressum sowie transparente Liefer- und Rückgabebedingungen haben. Wenn diese nicht vorhanden sind, ist Vorsicht angesagt. Verbraucher sollten auf spezielle Gütesiegel wie beispielsweise „Trusted Shop“ auf der Webseite achten, denn sie sind eine unbedingte Orientierungshilfe.

2-Faktoren Authentifizierung verwenden

Im Online Banking ist die Bestätigungsfunktion einer 2-Faktoren Authentifizierung in der Regel bereits für Zahlungen eingerichtet. Mit dieser Funktion erhält man jeweils per SMS oder (verifizierter) Mail die Aufforderung, seine Zahlung mittels eines Freigabecodes zu bestätigen.

Identität schützen

Die eigene Identität sollte im Internet immer geschützt sein. Denn alle von Ihnen preisgegebenen persönlichen Daten sowie Fotos oder Videos beispielsweise in den sozialen Netzwerken, erleichtern den Tätern ihr Vorhaben.

Bei Internetbekanntschaften sollte man immer für ein persönliches Treffen einen öffentlichen oder gut besuchten Ort aussuchen.

Gratisangebote und Geschenke

Bei „Gratisangeboten“ sollte man stets misstrauisch sein - erst recht, wenn persönliche Daten angeben werden sollen. Meistens sind es Lockangebote, für die später dann laufende Kosten entstehen. Auf dubiose E-Mail-Versprechungen mit ungewöhnlich hohen Profiten sollte nicht geantwortet, sondern sie sollten schnell gelöscht werden.

Mail Kontaktaufnahme vermeiden

Schon seit vielen Jahren werden Tag für Tag Trojaner, Viren und Würmer per E-Mail oder in den sozialen Netzwerken verbreitet. Daher darf man nie E-Mail-Anhänge öffnen, wenn der Absender nicht vertraut und bekannt ist. Wer beispielsweise weder eine Rechnung noch eine Mahnung erwartet, kann davon ausgehen, dass es sich um eine gefälschte E-Mail mit Schadsoftware handelt. Seriöse Unternehmen und Banken verlangen nie persönliche und vertrauliche Daten.

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