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Vorhang auf für die Digitalisierung im Journalismus: elektronischer Presseausweis im Fadenkreuz

Er öffnet Türen und Tore, ersetzt die Scheckkarte und verkörpert einen der wichtigsten Trends unserer Zeit: Der elektronische Presseausweis hält Einzug in journalistische Bereiche und bringt so einige Vorteile mit sich.

Aschendorff Medien

Foto: Colourbox

Wer benötigt einen elektronischen Presseausweis und warum?
Der elektronische Presseausweis ist ein offizielles Dokument, welches von Journalisten und Vertretern der Medien verwendet wird. Diese leisten auf informativer Ebene einen großen Beitrag für die Gesellschaft. Ob politische Ereignisse, wissenschaftliche Erkenntnisse oder Themen von gesellschaftlichem Wert: Medienvertreter und Journalisten sammeln Informationen und bereiten sie auf professionelle Weise fundiert auf. Damit sie jedoch überhaupt Zugang zu diesen Informationen erhalten, ist es obligatorisch, sich für entsprechende Recherchen ausweisen zu können.
Der elektronische Presseausweis dient als Nachweis bei Unternehmen, Institutionen und Behörden über die professionell journalistische Eigenschaft. Er erlaubt Journalisten, an Pressekonferenzen teilzunehmen sowie von behördlichen Institutionen Auskünfte einholen zu können. Als moderne, digitale Variante löst der E-Presseausweis (EPA) die konventionelle Plastikkarte ab.
Wie unterscheidet sich der E-Presseausweis vom bisherigen Plastikdokument?
Im elektronischen Presseausweis sind Informationen über Journalisten bzw. Medienvertreter in einem deutlich größeren Umfang hinterlegt, als es bei der Plastikkarte der Fall war.
Folgende Informationen sind im EPA zur Person enthalten:

  • EPA-Nummer
  • Foto
  • Name
  • Ort
  • Geburtsdatum
  • Geburtsort
  • Staatsangehörigkeit
  • Gültigkeit

In einem zweiten Abschnitt lässt sich im elektronischen Presseausweis ein erweitertes Profil anlegen. So können unter anderem die bisherigen Stationen des beruflichen Werdegangs des Journalisten von den Pressestellen eingesehen werden.
Während der Medienvertreter bislang bei Ankunft stets den konventionellen Presseausweis vorzeigte und somit seine Akkreditierung erhielt, lässt sich dies nun mittels Smartphone digital realisieren. Alternativ kann ein individuell erzeugter Link für den EPA im Vorfeld des Ereignisses versendet werden. Auf diese Weise muss der bisherige Presseausweis nicht mehr gescannt werden.

Welche Vorteile hat der elektronische Presseausweis gegenüber dem konventionellen Presseausweis?

Durch das erweiterte Profil werden umfangreichere Informationen übermittelt, was die Glaubwürdigkeit und Vertrauenswürdigkeit stärkt. Der elektronische Presseausweis schafft Vertrauen bei den Presseinstitutionen, denn die Akkreditierung kann nun fachspezifisch erfolgen. So können Pressestellen exakt die journalistischen Vertreter einladen, die zu dem jeweiligen Themengebiet passen.
Darüber hinaus schützt der EPA vor Missbrauch, da er bei Bedarf durch die EPA-Verifizierungsstelle unkompliziert deaktiviert werden kann. Dies kann bei Berichterstattungsverstößen der Fall sein. Auch die Gültigkeit lässt sich durch die Pressestellen über das EPA-Webportal prüfen.
Der elektronische Presseausweis spart eine Menge Zeit und gilt als sehr zuverlässig. Außerdem kann er ortsunabhängig genutzt werden. Während der bisherige Presseausweis kopiert oder gescannt sowie der Pressestelle übermittelt werden musste, um von dort zu einem späteren Zeitpunkt eine Akkreditierung (oder zeitraubende Nachfragen) zu erhalten, geht das Prozedere nun flott und flexibel vonstatten.

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