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Wasserschaden beim Handy: Das kann man tun

Laut Studien erleidet jedes fünfte Smartphone früher oder später einen Wasserschaden. Egal, ob es sich um ein verschüttetes Glas, einen Sturz in das Waschbecken oder ein unfreiwilliges Bad im Schwimmbecken handelt. Das wirft die Frage auf: Was kann man tun, wenn das eigene Gerät einen Wasserschaden erleidet?

Foto: colourbox / volurol

Im Internet finden sich zahlreiche Tipps und Tricks, mit denen sich das Handy retten lässt. Leider führen nicht alle zum gewünschten Erfolg und schaden dem Gerät mehr, als das sie ihm nützen.

Wasserschaden: Nur schnelles Handeln hilft

Ist das Smartphone mit Wasser in Berührung gekommen, dann hilft nur schnelles Handeln. Das Handy muss sofort aus dem Wasser genommen werden - gleich ob es sich um eine Pfütze oder das Waschbecken handelt. Diese Schnelligkeit ist entscheidend, denn sie entscheidet darüber, ob sich das Smartphone noch retten lässt. Je länger es in Kontakt mit der Flüssigkeit kommt, desto sicherer sind irreparable Schäden.

Wer Glück hat, hat eine spezielle Schutzfolie auf dem Display angebracht, sodass zumindest kleine Spritzer keinen Schaden anrichten. Eine solche Folie besteht zumeist aus Panzerglas und schützt ebenfalls vor Kratzern und Displaybrüchen. Ist zusätzlich das Display gesprungen, dann hilft nur die Display Glas Austausch Reparatur in ganz Deutschland mit Versand.

Rettungsmaßnahmen für den Handy Wasserschaden

Neben der Schnelligkeit ist ein weiterer Punkt entscheidend: Dem Reflex, auf dem Gerät herumzudrücken, muss unbedingt widerstanden werden. Der Druck auf die Tasten kann dazu führen, dass weiteres Wasser in das Innere des Geräts eindringt. Besser ist es, das Gerät direkt auszuschalten. Dafür ist zwar auch ein Tastendruck notwendig, doch bewahrt er das Smartphone vor einem Kurzschluss.

Ist das Handy mit einem herausnehmbaren Akku ausgestattet, sollte er direkt herausgenommen werden. Das hilft ebenfalls dabei, einen Kurzschluss zu vermeiden. Allerdings ist der Akku in den meisten modernen Geräten fest verbaut und lässt sich nicht herausnehmen.

Im nächsten Schritt sollten ebenfalls die Speicherkarten und SIM-Karten entfernt werden. Diese werden direkt mit einem weichen Tuch abgetrocknet und anschließend an einen sicheren Ort beiseitegelegt. Auf diese Weise ist sichergestellt, dass sich später zumindest die Daten retten lassen.

Hilft die Reis Methode wirklich weiter?

Sobald das Smartphone in seine Einzelteile zerlegt ist, empfehlen viele Ratgeber die sogenannte Reis Methode. Dabei wird eine Schale oder ein Gefrierbeutel mit trockenem Reis gefüllt und das Smartphone hineingelegt. Ziel ist, dass der Reis die Feuchtigkeit aufnimmt.

Diese Methode ist allerdings umstritten - und zwar zu Recht. Denn der Reis nimmt tatsächlich die Feuchtigkeit auf, was bedeutet, dass sich das Smartphone die kommenden 48 Stunden in einer permanent feuchten Umgebung befindet. Besser ist es, das Smartphone direkt an der Luft zu trocknen. Auf direkte Sonneneinstrahlung oder den Föhn sollte ebenfalls verzichtet werden. Sie erhitzen das Gerät zu stark. Gleichzeitig sorgt der Föhn dafür, dass das Wasser weiter in das Innere des Handys hineingedrückt wird. Temperaturen über 50 Grad sind ebenfalls nicht empfehlenswert - das betrifft den Backofen und die Mikrowelle.

Wie lange muss das Smartphone trocknen?

Sobald das Handy zerlegt ist, beginnt der Trocknungsprozess. Während dieses Zeitraums sollte das Smartphone an einem geschützten, aber warmen Ort gelagert werden. Wichtig ist es, das Gerät vor der direkten Sonneneinstrahlung zu schützen. Auch auf der Heizung sollte es keinesfalls gelagert werden. Nach 48 Stunden sollten sämtliche Überreste des eingedrungenen Wassers verdampft sein. Im Anschluss lässt sich testen, ob das Smartphone den Wasserschaden überstanden hat. Für mindestens zwei ganze Tage heißt es jedoch, Ruhe bewahren und abwarten.

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