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Äpfel, Birnen und Gift

Wann kann ich Fallobst noch verwerten?

München (dpa/tmn)

Eine kleine faule Stelle am Apfel kann man doch einfach großzügig herausschneiden, oder? Ein gefährlicher Irrglaube. Was an fauligem Fallobst so schlimm ist, erklärt eine Verbraucherschützerin.

Von dpa

Beim Sammeln von Fallobst müssen Früchte mit faulen Stellen aussortiert werden. Foto: Christin Klose/dpa-tmn

Unter ihren Äpfel- und Birnbäumen liegen massig heruntergefallene Früchte? Wem das Herz blutet, kann einigermaßen schöne Exemplare mit Druckstellen durchaus noch für Saft, Mus oder Kuchen verwenden. Doch bei Fallobst mit Faulstellen gilt: Finger weg!

Exemplare mit Braunfäule sind giftig. Sie können erhebliche Mengen Patulin enthalten, warnt die Verbraucherzentrale Bayern (VZB). Patulin ist ein Schimmelpilzgift, das zu Erbrechen, Verdauungsbeschwerden und in extremen Fällen zu Organblutungen führen kann, so VZB-Ernährungsexpertin Andrea Danitschek.

Schimmelpilzgift Patulin ist hitzebeständig

Da nützt auch kein Kochen und Backen - Patulin ist hitzebeständig und wird durch Garen nicht vollständig zerstört. Auch Birnen sollten schon bei kleinen Faulstellen entsorgt werden. Hier besteht die Gefahr, dass sich das Schimmelpilzgift bereits ins gesunde Gewebe ausgebreitet hat.

Äpfel mit kleinen Schadstellen oder Spuren von Insektenfraß können jedoch noch bedenkenlos verwertet werden. Lagern sollte man diese Äpfel aber nicht mehr. Die Empfehlung: Betroffene Stellen mit mindestens zwei Zentimeter Abstand ausschneiden.

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