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Babys mit 38 Grad Fieber immer beim Arzt vorstellen

Köln (dpa/tmn)

Was hat es nur? Könnte es schon reden, wüsste man mehr. Kann Baby aber nicht. Deshalb sollten Eltern bei Fieber vom Arzt abklären lassen, was los ist. Ein Kinderarzt zu häufigen Ursachen

Von dpa

Zeigt das Thermometer 38 Grad oder mehr an, heißt es: Kind einpacken und zum Kinderarzt. Foto: Andrea Warnecke/dpa-tmn

Auch wenn sonst keine weiteren Krankheitszeichen erkennbar sind, sollten bis zu drei Monate alte Säuglinge ab einer Körpertemperatur von 38 Grad immer einem Kinderarzt vorgestellt werden. Das rät der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ). Bei der Temperaturmessung sei der rektale Wert maßgebend, also im Darmausgang gemessen.

Das Fieber sei ein Hinweis, dass etwas nicht in Ordnung ist. Da Säuglinge sich noch nicht äußern können und es für Eltern schwer zu erkennen ist, ob etwas Ernsthaftes vorliegt, sei das Urteil des Experten notwendig. In den meisten Fällen seien die Ursachen harmlos.

Was meist hinter dem Fieber steckt

Bei etwa einem von zehn Babys liege eine Harnwegsinfektion vor, die behandelt werden muss. «Auch eine Lungenentzündung oder ein Magen-Darm-Infekt können das Fieber auslösen. Eine lebensgefährliche Hirnhautentzündung ist bei Säuglingen sehr selten möglich», so der Kinder- und Jugendarzt Ulrich Fegeler. Die Gefahr, dass sich die Bakterien im Blut übermäßig vermehren (Bakteriämie), sei für die jüngeren, weniger als 25 Tage alten Babys, etwas größer.

Nimmt das Baby keine Flüssigkeit oder Nahrung mehr an, leidet unter Durchfall, Erbrechen, Hautausschlag oder anderen Krankheitszeichen, sei das auch unabhängig von der Körpertemperatur ein Grund, das Kind vom Arzt untersuchen zu lassen. Auch ein Fieberkrampf sollte ärztlich abgeklärt werden. (www.kinderaerzte-im-netz.de)

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