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Outdoor-Aktivitäten im Herbst

So baut man einen Drachen

„Drachen fliegen nur an der Küste“ - diese Behauptung stimmt so nicht. Gerade im Herbst ist Drachen steigen lassen einer der beliebtesten Outdoor-Aktivitäten auch im Inland. Denn diese Jahreszeit bietet sich perfekt für dieses Hobby an: Je windiger, desto besser. Eine Anleitung zum Drachenbau.

Jemila Burbach

Im Herbst ist die beste Zeit, um Drachen steigen zu lassen. Foto: dpa

Am häufigsten verbreitet sind sogenannte Ein-und Zweileiner, die mit einer beziehungsweise zwei Schnüren gelenkt werden. Für Kinder und Einsteiger sind Einleiner-Drachen am besten geeignet, Fortgeschrittene können sich bereits an Zweileiner trauen.

Profis verwenden sogar Vierleiner, die mit zwei zusätzlichen Bremsleinen ausgestattet sind und beim „Kiten“ (Drachen steigen lassen) Tricks ermöglichen können. Neben den Flach-und Lenkdrachen gibt es auch Zugdrachen, die in der Welt des Sports immer mehr an Ansehen gewinnen - wie beispielsweise das Kitesurfen, Kitesailing oder Snowkiting.

Das gilt es zu beachten:                                                         

Wenn man schon einen Drachen besitzt oder einen selbst bauen möchten, wird dazu geraten, diesen auf einer großen Freifläche steigen zu lassen, sodass keine anderen Personen gefährdet werden. Laut dem Luftverkehrsrecht darf die Schnur nicht länger als 100 Meter lang sein.

Drachensteigen in der Nähe von Bahngleisen, Hochspannungsleitungen sowie in einem Radius von 1,5 Kilometern vom nächsten Flugplatz verboten.

Anleitung:

Einen einfachen Flachdrachen selber zu bauen, ist kinderleicht, günstig und dazu noch ein Vergnügen für die ganze Familie.

  1. Für das Gerüst werden zwei leichte Leisten oder Rundstäbe benötigt, die zu einem Kreuz zusammengebunden werden. Das Verhältnis von Breite zu Höhe liegt dabei etwa bei 4:5, beispielsweise 80 auf 100 Zentimeter
  2. Der Querstab wird dabei auf 4/5 der Länge des Längstabes befestigt. Außen herum wird eine etwas dickere aber leichte Schnur geführt, damit das Papier nicht reißt. Wichtig ist, dass die Form des Drachens symmetrisch ist, damit er sich leicht ausbalancieren lässt.                          
  3. Die Waagschnur sollte etwa 1,5-mal so lang sein wie der Drachen hoch ist, plus einer Zugabe für die Knoten. Sie wird oben und unten am Längsstab angeknotet, nach dem man einen kleinen Ring eingeknotet hat. Das Gerüst mit der Schnur wird als Schablone für die Papierbespannung genommen. 
  4. Der Überstand vom Papier wird umgeklappt und festgeklebt.
  5. Ausbalanciert wird der Drachen, indem man den Ring in der Waagschnur verschiebt, bis er im Gleichgewicht hängt.
  6. Unten bindet man einen Drachenschwanz an, der aus einer Schnur mit eingeknoteten Papierstreifen oder Band besteht. Die Drachenschnur befestigt man am besten mit einem kleinen Karabinerhaken, am Ring an der Waagschnur. Der Schwanz stabilisiert den Drachen beim Flug.
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