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Sonnenschutz für Kinder – das ist zu beachten

Sobald die Frühlingssonne lacht, zieht es alle aus dem Haus. Insbesondere Kinder fühlen sich draußen richtig wohl. Dort können sie sich austoben und den Tag genießen. Allerdings müssen Kinder unbedingt ausreichend vor dem grellen Sonnenlicht geschützt werden.

von Aschendorff Medien

Foto: Colourbox.de

Die Haut der Kinder ist bei Weitem noch nicht so widerstandsfähig wie bei erwachsenen Menschen. Deshalb ist der Sonnenschutz beim Nachwuchs besonders wichtig.

Säuglinge niemals der direkten Sonnenstrahlung aussetzen

Es ist ganz wichtig, dass Säuglinge nicht dem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden. Die Haut bei den kleinen Kindern ist noch so empfindlich, dass sie bereits nach wenigen Minuten einen starken Sonnenbrand bekommen.

Das ist nicht nur für die Kinder sehr unangenehm, sondern es können auch Spätfolgen auftreten. Es besteht daher die Gefahr, dass die Kinder später unter Hautproblemen leiden. Säuglinge und Kleinkinder sollten auch niemals mit Sonnenmilch eingerieben werden. Auch diese könnte zu Hautreizungen führen.

Einige Eltern nutzen dazu gerne Baby-Öl. Doch davon ist dringend abzuraten. Dieses kann die Lichtempfindlichkeit der Haut noch verstärken.

Zudem sollten die Säuglinge vor starker Hitze geschützt werden. Deshalb reicht es nicht, die Kleinen unter einen Sonnenschirm oder einem Sonnensegel zu legen. Die kleinen Körper können dabei schnell überhitzen, weil sie die Wärme noch nicht so gut ableiten können.

Auf den UV-Index achten

Im Wetterbericht oder auf einschlägigen Seiten im Internet sind täglich Hinweise zu dem erwarteten UV-Index zu finden. Da nicht jeder sofort etwas damit anfangen kann, sollten diese etwas näher beschrieben werden.

Bei einem UV-Index von 1 kann auch ein Säugling an die frische Luft. In dem Fall ist der Himmel zumeist bewölkt, sodass eine direkte Sonnenstrahlung kaum eine Rolle spielt. Eventuell ist auch der UV-Index 2 noch unbedenklich. Das gilt insbesondere für Kinder, die schon älter als ein Jahr sind. Liegt der UV-Index höher, sollten kleinere Kinder gar nicht mehr das Haus verlassen. Größere Kinder müssen mit entsprechenden Sonnenschutzmitteln eingecremt werden.

Auch auf die Kleidung achten

Kinder lieben es zwar, mit möglichst wenig Kleidung draußen in der Natur zu toben. Doch das kann gefährlich sein. Deshalb sollten Kinder niemals ohne Kleidung über einen längeren Zeitraum hinweg in der prallen Sonne draußen spielen. Besonders wichtig ist ein Hut oder eine entsprechende Mütze, damit der Kopf nicht überhitzt. Das könnte zu einem Hitzschlag führen. Zudem sollten die Eltern stets darauf achten, dass die Kleinen genug trinken. Im Eifer des Spielens vergessen Kinder manchmal, dass sie zwischendurch immer wieder Flüssigkeit zu sich nehmen sollten. Deshalb ist es wichtig, dass die Eltern sie immer wieder dazu auffordern. Eine Dehydrierung tritt schneller auf als gedacht und kann schlimme Folgen nach sich ziehen.

Vorsicht am Strand oder im Freibad

Die meisten Kinder möchten an heißen Tagen gerne ins Wasser. Allerdings ist auch dann größte Vorsicht geboten. Weil es im Wasser etwas kühler ist als an der Luft, kann es schnell und völlig überraschend einen Sonnenbrand geben.

Deshalb ist es wichtig, die Kinder am Strand mit einer Sonnenschutzlotion einzureiben, die einen sehr hohen Lichtschutzfaktor aufweist. Sobald die Kleinen wieder aus dem Wasser kommen, sollten sie erneut eingecremt werden. Säuglinge, die weniger als zwölf Monate alt sind, sollten am besten niemals mit an den Strand genommen werden, wenn es richtig heiß draußen ist.

Auch die Augen vor der Sonne schützen

Beim Schutz der Kinder vor der gefährlichen UV-Strahlung sollten auf keinen Fall die Augen vergessen werden. Dazu eignet sich am besten eine Sonnenbrille für Kinder. Diese sollte unbedingt folgende Anforderungen erfüllen:

  • Möglichst großer Durchmesser
  • Seitlicher Sonnenschutz
  • CE-Zeichen
  • UV-400

Wer sich nicht ganz sicher ist, welche Sonnenbrille sich für den Nachwuchs am besten eignet, kann sich gerne beim Kinderaugenarzt in Chur erkundigen. Falls das Kind ohnehin schon eine Sehhilfe benötigt, kann die Sonnenbrille vom Kinderaugenarzt auch gleich an die Sehschärfe angepasst werden.

Kinderaugen sind sehr empfindlich, wenn es um Sonnenlicht geht. Dafür gibt es einige Gründe. Zum einen sind die Linsen noch nicht getrübt und daher völlig klar. Dadurch gelangt das Sonnenlicht nahezu ungefiltert bis an die empfindliche Netzhaut. In dieser befinden sich bei Kindern noch diverse ungesättigte Fettsäuren. In Kombination mit den UV-Strahlen der Sonne erzeugen sie freie Radikale, die zu einer nachhaltigen Schädigung der Augen führen können. Die Kinder spüren zunächst nichts von den Problemen. Sind sie jedoch erwachsen, können sich Augenerkrankungen wie Grauer Star oder die altersbedingte Makuladegeneration bemerkbar machen. Deshalb sollte schon bei kleinen Kindern auf einen geeigneten Schutz der Augen geachtet werden.

Sind große Schirmmützen und Hüte ausreichend?

Die meisten Eltern setzen ihren Kindern im Sommer Hüte mit einer breiten Krempe oder eine Mütze mit einem großen Schirm auf. Diese Kleidungsstücke sorgen dafür, dass das Gesicht stets gut beschattet ist. Allerdings funktioniert es nur während der Mittagszeit, wenn die Sonne sehr hoch über dem Horizont steht.

An den frühen Morgenstunden oder am späten Nachmittag steht die Sonne auch während des Sommers recht flach und kann die empfindlichen Kinderaugen schädigen. Die Kopfbedeckungen schützen zwar davor, dass an der Kopfhaut ein Sonnenbrand auftritt, aber sie bieten keinen guten Schutz für die Augen.

Noch problematischer ist es, wenn sich die Kinder in der Nähe vom Wasser aufhalten. Dabei spielt es keine Rolle, ob es am Meer, im Freibad oder am Planschbecken im Garten ist. Die Wasseroberfläche reflektiert die Sonnenstrahlen, sodass sie direkt in das Gesicht der Kinder treffen. Auch das kann sehr gefährlich und schädlich für die Kinderaugen sein.

Es sollte immer daran gedacht werden, dass die schützende Ozonschicht schrumpft und daher eine sehr viel stärkere UV-Strahlung bis auf den Erdboden gelangen kann.

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