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Ukraine-Krise

Anleger sollten langfristiger Strategie folgen

Düsseldorf (dpa/tmn)

Die Nachrichten scheinen derzeit nur ein Thema zu kennen: den Konflikt um die Ukraine. Die unsichere Lage wirkt sich auch auf die Aktienmärkte aus. Was bedeutet das für Anleger?

Von dpa

In unruhigen Zeiten ist es wichtig, die persönliche Anlagestrategie zu überprüfen. Foto: Fabian Sommer/dpa/dpa-tmn

Die Schwankungen an den Börsen haben deutlich zugenommen. Wegen der Krise um der Ukraine sind die Aktienkurse zwischenzeitlich deutlich gefallen. «Die Krise ist eine Herausforderung für die Märkte», sagt Jürgen Kurz von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW).

In Panik müssen Anleger deshalb aber nicht geraten. Wer einen langfristigen Anlagehorizont hat, kann die Krise sogar als Chance nutzen. Drei Tipps:

- Ruhe bewahren: Schwankungen sind an der Börse normal. Daher sollten sich Anleger auch durch die derzeitigen Kursbewegungen nicht verunsichern zu lassen. «Die Ukraine ist außerdem nicht der einzige Unsicherheitsfaktor», sagt Jürgen Kurz. Auch die Corona-Pandemie sei noch nicht vorbei und es gebe zudem nach wie vor ein Zinsrisiko.

Wichtig bei der Geldanlage: Das Investment sollte möglichst breit gestreut sein. Gut geeignet hierfür sind ETF, die einen weltweiten Aktienindex abbilden. «Und geben Sie Ihrer Anlage ausreichend Zeit», sagt Kurz. Über einen Zeitraum von mehreren Jahren werden Kurseinbrüche in der Regel wieder ausgeglichen.

- Gewinne mitnehmen: Wichtig in unruhigen Zeiten ist es, die persönliche Anlagestrategie zu überprüfen. «Überlegen Sie sich, wie viel Geld Sie sicher in den kommenden Jahren brauchen werden», rät Jürgen Kurz. Diese Summe könnte dann aus dem Aktienvermögen herausgenommen werden, etwa indem erzielte Kursgewinne realisiert werden.

Das Geld kann dann zum Beispiel auf einem Tagesgeldkonto geparkt werden. «Wobei Ihnen bewusst sein muss, dass es da momentan nur wenig Zinsen gibt.» Langfristig orientierte Anleger, die auf das Aktienvermögen nicht angewiesen sind, könnten weiter investiert bleiben und warten, bis die Situation sich wieder beruhigt hat.

- Chancen nutzen: Die Börsenkurse haben sich in der jüngeren Vergangenheit tendenziell gut entwickelt. Vielen erschienen manche Aktien daher teuer. Geben die Kurse jetzt aktuell nach, können Anlegerinnen und Anleger das für sich nutzen: «Bei guten Unternehmen können Schwächephasen ein Anlass zum Nachkaufen sein», sagt Jürgen Kurz. Denn jede Krise ist auch eine Chance.

Literatur:

Hartmut Walz: «Einfach genial entscheiden im Falle einer Finanzkrise», Haufe, 2020, 210 Seiten, 19,95 Euro, ISBN-13: 978-3-648-13758-1

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