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Sonderveröffentlichung

Bividende gefällig? Erstes Unternehmen macht den Weg frei für Krypto-Dividenden

Im Januar gab BTCS Inc. als erstes an der NASDAQ notiertes Unternehmen bekannt, dass es seinen Aktionären die Option bieten möchte, sich die Dividende in Kryptowährung auszahlen zu lassen – und zwar als sogenannte „Bividende“. Seit März 2022 bekommen Anleger auf Antrag nun Bitcoin anstatt der herkömmlichen Fiat-Währung.

von Aschendorff Medien

Foto: Pixabay.com

Damit habe man laut Experten einen weiteren wichtigen Schritt bei der Integration von Kryptowährungen in den Finanzmarkt getan. Branchenexperten sehen in dieser Neuerung einen Meilenstein für Bitcoin und Co. am Aktienmarkt und ein Fundament für kommende Entwicklungen, um jetzt schon die Weichen für die Krypto-Welt von morgen zu stellen.

Kryptomarkt entwickelt breites Ökosystem

Die Blockchain-Welt hat in den letzten Jahren einen regelrechten Boom erlebt. Zum einen drängen immer mehr Währungen auf den Markt, zum anderen entwickeln sich sprunghaft immer größere Ökosysteme, in denen Services und Apps rund um die Coins zu echten FinTechs heranreifen. War für Krypto-Interessierte in den Anfangszeiten der digitalen Währungen vor allem die Frage wichtig, wo sie Bitcoins kaufen können und wie sich der Kurs entwickelt, ist heute eine Vielzahl weiterer Aspekte hinzugekommen. Die digitalen Vermögenswerte bilden den Mittelpunkt dichter Netzwerke aus Applikationen, Dienstleistungen und Technologien, die miteinander verknüpft sind. Die wachsende Komplexität sorgt wiederum dafür, dass stetig neue Lösungen gefragt sind, die das Ökosystem zusätzlich bereichern. Krypto-Besitzer profitieren von einem zunehmend größer werdenden Portfolio an Möglichkeiten, da die Währungen selbst alltagstauglicher werden und Fiat-Geld in immer mehr Bereichen ersetzen können.

BTCS wird Pionier in Sachen Bividende

Das Unternehmen BTCS hat nun für die fortschreitende Etablierung von Kryptowährung eine weitere Hürde aus dem Weg geräumt. Wer bis zum 16. März 2022 noch in den Besitz von BTCS-Aktien kam oder diese bereits im Portfolio hatte, konnte eine Ausschüttung der Dividende in Bitcoin beantragen. Das Geschäftsmodell des Unternehmens fokussiert sich auf Blockchain-Datenbanken und die Entwicklung von Applikationen für Kryptowährungen. Es erwirbt am Markt virtuelle Währungen und eröffnet den Anlegern so eine Chance, selbst in den Besitz von sogenannten „Digital Assets“ zu kommen. Daher ist es kein Zufall, dass ausgerechnet BTCS diesen Schritt gewagt hat. Außerdem hat man laut eigener Aussage bereits seit 2014 auf die Einführung der „Bividende“ hingearbeitet. Interessierte Anleger müssen jedoch wissen, dass diese Bividende aktuell nur eine Option ist. Der Regelfall bleibt auch für BTCS-Aktionäre weiterhin die Ausschüttung in US-Dollar. Möglicherweise folgen diesem Beispiel nun andere Marktteilnehmer, die auf ein ähnliches Konzept setzen.

BTCS Inc.: Dieses Unternehmen geht neue Wege

BTCS Inc. hat seinen Hauptsitz in Maryland (USA) und wurde bereits 2008 gegründet, wodurch es zu den ältesten Unternehmen in der Krypto-Branche zählt. Beim Geschäftskonzept stehen digitale Vermögenswerte und ihre Ökosysteme im Mittelpunkt. Die firmeneigene Blockchain-Infrastruktur dient der Sicherung von Krypto-Netzwerken. BTCS betreibt zu diesem Zweck eigene Validierungsknoten in mehreren Netzwerken. Für die Validierung sind zwei Methoden üblich:

Proof-of-Work: Validierung der Transaktionen durch Rechenoperationen Proof-of-Stake: Validierung über ein anteiliges Konsensverfahren

Das Unternehmen konzentriert sich jedoch in erster Linie auf Proof-of-Stake (PoS). Zu den eigenen Produkten gehört ein Dashboard für Digital Assets. Mit diesem können Krypto-Besitzer ihre Bestände plattformübergreifend analysieren und auswerten. Hierfür machen sich die Entwickler bestimmte Programmierschnittstellen (sogenannte APIs) zunutze. Das langfristige Ziel liegt in der Entwicklung von weiteren Tools für den Krypto-Markt der Zukunft. Aktuell existiert bereits ein E-Wallet und die Beta-Version des eigenen Marktplatzes für digitale Währungen, welches von den Verantwortlichen als „Intelligent Shopping Engine“ umschrieben wird. An der Börse ist BTCS aktuell ein Small-Cap-Unternehmen, welches aufgrund der noch geringen Marktkapitalisierung eher als Geheimtipp gilt, doch die Aufmerksamkeit um die Bividende hat den Kurs angeschoben. Langfristig wird sich zeigen, ob sich der Sonderweg als neuer Standard etabliert.

Foto: Pixabay.com

So könnte die Bividende den Kryptomarkt beeinflussen

Experten und Anleger haben das Experiment interessiert verfolgt und manche sind sogar eingestiegen, um als erste von einem möglichen Hype zu profitieren. Gleichzeitig steht jedoch die Frage im Raum, wie groß das Potenzial der Bividende wirklich ist. Aus der Perspektive von BTCS Inc. hat sich das Vorhaben jetzt schon gelohnt. Wie gut die Marktteilnehmer das Konzept annehmen, wird sich noch zeigen. Sollte es aber so weit kommen, dass die Bividende für immer mehr Aktionäre die bevorzugte Option darstellt, dann werden andere Unternehmen folgen. Das würde zwangsläufig mehr Diversität am Finanzmarkt bedeuten und den unterstützten Kryptowährungen Kurszuwächse bescheren. An erster Stelle stehen dabei sicher die großen Währungen wie Bitcoin, Ethereum oder Tether, aber die steigende Akzeptanz als Vermögens- und Zahlungsmittel nützt auch kleinen Währungen.

So könnten Digital Assets zunehmend zu einem alltagstauglichen Ersatz für gewöhnliches Fiat-Geld werden. Spätestens dann kommt der Krypto-Hype auch denjenigen zugute, die selbst nicht schürfen, handeln oder investieren. Viele Beobachter nehmen an, dass wir uns aktuell noch in einer frühen Phase der Krypto-Evolution befinden und das Potenzial der Blockchain-Technologie noch keineswegs ausgereizt ist. In Zukunft darf man daher auf neue Finanzinstrumente, sehr sichere Online-Bezahlmöglichkeiten und sogar die Krypto-Zahlung an der Supermarktkasse hoffen.

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