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Sonderveröffentlichung

Die Rente und der Lebensstandard im Alter: Vorsorge tut not

Viele junge Erwerbstätige von heute werden beim Renteneintritt nicht mehr allein von der gesetzlichen Rente existieren können. Schuld an dieser Entwicklung ist der demografische Wandel mit seinen negativen Folgen für das Umlageprinzip des Rentensystems: Es wird wohl zukünftig nicht mehr genug Arbeitnehmer geben, die die Rente der Ruheständler finanzieren.

von Aschendorff Medien

Foto: Pixabay.com

Wer nicht privat vorsorgt, muss sich später einschränken – oder rutscht sogar in die Altersarmut ab.

Immer weniger Beitragszahler, immer mehr Rentner

Die Babyboomer-Generation verabschiedet sich in den Ruhestand, und immer weniger Arbeitnehmer rücken nach. In einem Artikel auf ihrer Website schildern die Berater des Finanzdienstleistungsunternehmens tecis, wie diese Entwicklung genau aussieht: Während 2015 noch drei Erwerbstätige für einen Rentenempfänger aufkamen, sind es gemäß des tecis-Artikels im Jahr 2035 nur noch zwei. Wie viele Arbeitnehmer im Jahr 2060 noch die Rente eines Ruheständlers stemmen können, ist heute noch völlig unklar.

Hinzu kommt die Versorgungs- oder Rentenlücke: Sie stellt den Unterschied zwischen dem letzten Einkommen und der ersten Rentenzahlung dar. Wer bei einem angenommenen Rentenniveau von 44,5 Prozent ein Gehalt von 4.000 Euro verdient hat, erhält eine Rente von etwa 1.780 Euro. Arbeitnehmer mit einem Einkommen von 2.000 Euro müssen mit nur 890 Euro Rente auskommen, so die tecis-Experten.

Maßnahmen gegen die Altersarmut

Wer im Alter nicht finanziell eingeschränkt leben will, muss privat vorsorgen – und damit so früh wie möglich beginnen. Eine Faustregel besagt, dass Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer neben ihren Einzahlungen in die gesetzliche Rente am besten regelmäßig zehn Prozent ihres Nettoeinkommens für später anlegen. Wenn weniger als 20 Jahre lang angespart wird, sollte der Betrag mehr als zehn Prozent betragen.

Dazu ist es wichtig, in eine Geldanlage zu investieren, die möglichst dauerhaft eine Rendite erwirtschaftet. In Zeiten niedriger Zinsen haben sich dazu sogenannte Exchange Traded Funds (ETFs) durchgesetzt. Bei ihnen handelt es sich um an der Börse gehandelte Publikumsfonds, die Aktienindizes wie zum Beispiel den DAX abbilden.

ETFs werden passiv gesteuert und sind daher besonders kostengünstig, da sie ohne einen Fondsmanager auskommen. Zudem stellen sie eine in der Regel breite Streuung des angelegten Geldes sicher, was bei einer langfristigen Anlage die Schwankungen an den Aktienmärkten weitgehend ausgleicht.

Außerdem können Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in die betriebliche Altersversorgung (bAV) investieren. Bei ihr handelt es sich um Leistungen zur Alters-, Invaliditäts- und Hinterbliebenenversorgung, die über ihren Arbeitgeber laufen. Dabei investieren die Erwerbstätigen einen Teil ihres Bruttogehalts in eine bAV, wobei sie von Zuschüssen ihres Unternehmens und steuerlichen Förderungsmaßnahmen vom Staat profitieren.

Weitere Optionen: Länger arbeiten, Extrazahlungen an die Rentenkasse leisten

Wer sich noch fit genug fühlt und nach wie vor Freude an seinem Job hat, kann auch länger arbeiten. Für jeden Monat, der nach Erreichung der Regelaltersgrenze gearbeitet wird, erhöht sich die Höhe der gesetzlichen Rente um 0,5 Prozentpunkte. Ein Rentenanspruch von 1.100 Euro erhöht sich so durch zwei Jahre längeres Arbeiten auf 1.232 Euro.

Alternativ lässt sich der Rentenanspruch auch durch freiwillige Einmalzahlungen steigern, zum Beispiel nach einer Erbschaft. Allerdings lohnt sich das nur mit hohen Summen. In der Vergangenheit wurde diese Option nur von wenigen genutzt – durch die lange Niedrigzinsphase gewinnt diese Option allerdings zurzeit an Attraktivität.

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