1. www.wn.de
  2. >
  3. Freizeit
  4. >
  5. Finanzen
  6. >
  7. Online-Kauf auf Rechnung - Das sollte man beachten

  8. >

Finanzen

Online-Kauf auf Rechnung - Das sollte man beachten

Die Beliebtheit des Onlinehandels nimmt immer mehr zu. Die gewünschte Ware kann bequem vom Sofa aus bestellt werden und wird direkt vor die Haustür geliefert. Doch da die deutschen Staatsbürger persönliche Daten - wie die Kreditkarteninformationen - nur ungern preisgeben, wird vermehrt auf den Kauf auf Rechnung zurückgegriffen.

Aschendorff Medien

Foto: cloudhoreca, 19.05.2021 pixabay

In einer 2019 durchgeführten Studie gaben sogar 41 Prozent der Befragten an, dass der Kauf auf Rechnung ihre bevorzugte Zahlungsmethode ist. Im folgenden Artikel nehmen wir die Zahlungsart genau unter die Lupe und zeigen Ihnen, was es beim Kauf auf Rechnung zu beachten gibt.

Wie funktioniert der Kauf auf Rechnung?

Bieten Unternehmen den Kauf auf Rechnung an, ist dies für die Kunden ein Zeichen von Professionalität. Es wird impliziert, dass es sich um einen vertrauenswürdigen Onlineshop handelt, da dieser die Waren zunächst zur Verfügung stellt, ohne sofort eine Gegenleistung zu erwarten. Treffen die bestellten Artikel an der Lieferadresse ein, können die Kunden die Ware ausgiebig betrachten. Somit sind die Kunden in der Lage, die Bezahlung erst nach Erhalt und ausgiebiger Prüfung in die Wege zu leiten.

Voraussetzungen für den Kauf auf Rechnung

Da diese Zahlungsart jedoch große Risiken für den Onlinehändler mit sich bringt, muss die Kundschaft einige Voraussetzungen erfüllen:

  • Geschäftsfähigkeit
  • Positive Bonität
  • Lieferadresse und Rechnungsanschrift müssen identisch sein
  • Kundensaldo

Einige Onlineshops haben sogar noch strengere Kriterien:

  • Kauf auf Rechnung erst ab der 2. Bestellung möglich
  • Besitz eines Kundenkontos
  • Maximaler Bestellwert

Wann muss man die Rechnung bezahlen?

Erst wenn die Ware angekommen ist, sind die Kunden verpflichtet, eine Zahlung zu tätigen. Da die gesetzliche Widerrufsfrist jedoch 14 Tage beträgt, stellt der Großteil der Webshops eine Zahlungsfrist von zwei Wochen zur Verfügung.

Muss man Gebühren bezahlen?

Es kann keine allgemeingültige Antwort gegeben werden. Denn die Entscheidung, ob Gebühren erhoben werden oder nicht, wird individuell vom Onlineshop getroffen.

Ist Ratenzahlung möglich?

Auch dies ist abhängig vom Onlinehändler. Manche Unternehmen bieten diesen Service ihren Kunden an, andere Händler verweigern diese Option. Des Weiteren besteht allerdings bei manchen Webshops die Möglichkeit, offene Rechnungen nachträglich per Raten zu begleichen.

Gibt es beim Kauf auf Rechnung auch Nachteile?

Viele Webshops arbeiten mit Zahlungsdienstleistern wie beispielsweise Klarna. Wird die Ware vom Kunden nun an den Onlinehändler zurückgeschickt, kann es vorkommen, dass dieser den Zahlungsdienstleister nicht rechtzeitig informiert und einer Mahnung an den Kunden bereits auf den Weg ist. Normalerweise lassen sich solche Missverständnisse aber schnell klären. Sie sollten allerdings zur Sicherheit immer den Rücksendebescheid aufheben.

Warum Rechnungskauf nicht immer verfügbar ist

Es gibt verschiedene Erklärungen:

  • Minderjährigkeit
  • Negative Bonität
  • Abweichende Lieferadresse
  • Maximaler Bestellwert überschritten
  • Fehlendes Kundenkonto

Warenrücksendung beim Rechnungskauf

Die Retoure gestaltet sich äußerst einfach. Im gelieferten Päckchen ist häufig ein Retourenschein enthalten, mit welchem die Ware zurückgeschickt werden kann. Auf diesem - oder in der App - werden die nicht gewünschten Produkte markiert. Die Artikel sollten sich jedoch in unversehrtem Zustand befinden. Sie zahlen lediglich den Betrag, der behaltenen Produkte.

Wie lange hat man Zeit für die Warenrücksendung?

Das Rückgaberecht variiert von Webshop zu Webshop. Häufig haben die Kunden 30 Tage Zeit, manche Händler ermöglichen die Warenrücksendung bis zu 100 Tagen.

Wann ist man beim Kauf per Rechnung Eigentümer der Ware?

Haben Sie Ihre Schuld beglichen, werden Sie automatisch zum Eigentümer der bestellten Artikel.

Kauf auf Rechnung mit Klarna & Co.

Die Bonitätsprüfung und Einschätzung der Zahlungsfähigkeit des Kunden bedeutet sehr viel Aufwand. Vielen Unternehmen fehlt die nötige Zeit und auch das Fachwissen, um diesen Prozess durchzuführen. Aus diesem Grund wird häufig ein externer Zahlungsdienstleister engagiert, der sich um die Überprüfung der Kundschaft kümmert.

Was bedeutet das für den Kunden?

Für die Kundschaft macht es zunächst keinen Unterschied, ob der Webshop mit einem Zahlungsdienstleister arbeitet oder nicht. Es kann allerdings vorkommen, dass sich durch die Retoure Missverständnisse ergeben und der Kunde Mahnungen erhält. Durch einen Telefonanruf können solche Probleme jedoch rasch und einfach aus dem Weg geschaffen werden.

Startseite
ANZEIGE