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Studie

So gut schlagen sich aktive und passive Fonds

Berlin (dpa/tmn)

Gemanagte Fonds kosten Gebühren. Dafür werben die Manager aber mit ihrer Expertise. Für Anleger stellt sich die Frage: Ist die das Geld wert? Eine aktuelle Studie lässt Zweifel aufkommen.

Von dpa

Wer holt mehr Rendite raus: Ein Fondsmanagement, das Wertpapiere gezielt auswählt oder der Markt? Für Anleger ist das eine wichtige Frage bei der Auswahl ihrer Geldanlagen. Eine aktuelle Studie der Ratingagentur Scope zeigt: Die Erfolgsquote vieler gemanagter Fonds hat 2021 gelitten.

Im vergangenen Jahr konnten laut der Analyse 582 gemanagte Aktienfonds aus den untersuchten Gruppen die Performance des Vergleichsindex übertreffen. Die Outperformance-Ratio der mehr als 2000 betrachteten Fonds beträgt damit nur 29 Prozent.

Die Outperformance-Ratio beziffert den Anteil der aktiven Fonds einer Gruppe, die über den jeweiligen Betrachtungszeitraum die Entwicklung ihres Vergleichsindex übertreffen konnten.

Im Vergleich mit Ende 2020 bedeutet das einen Rückgang von fast 17 Prozentpunkten: 2020 konnten noch 46 Prozent der untersuchten Fonds den Vergleichsindex schlagen. Damit setzt sich der Trend fort, den die Analysten bereits in der Halbjahresauswertung erkennen konnten. Ende Juni 2021 betrug die Outperformance-Ratio 38,1 Prozent.

Nicht alle Kategorien entwickelten sich gleich

Insgesamt untersuchten die Experten die Wertentwicklung in acht Kategorien. Eine Erkenntnis: Nicht in allen Gruppen war die Entwicklung gleich. Die Outperformance-Ratio der aktiven Fonds ging nur in vier Kategorien zurück: Aktien Nordamerika, Europa, Welt und Japan. Da es sich hierbei aber um die größten Vergleichsgruppen handelt, drückte das die Gesamtquote deutlich.

Zulegen konnte die Outperformance-Ratio hingegen in der Vergleichsgruppe «Aktien Asien Pazifik ex Japan». Während hier 2020 die Hälfte der aktiv gemanagten Fonds den Vergleichsindex MSCI AC Asia Pacific ex Japan übertreffen konnte, waren es 2021 sogar 62,5 Prozent. Hauptgrund für das gute Abschneiden: Viele Asien-Fonds hielten weniger chinesische Aktien als der Vergleichsindex. Chinesische Titel hatten 2021 deutlich korrigiert.

Zyklische Werte halfen den Managern

Zwei sehr unterschiedliche Jahreshälften erlebte die Kategorie «Aktien Deutschland». Lag die Outperformance-Ratio in den ersten sechs Monaten 2021 bei 27,3 Prozent, gelang es den Fondsmanagern, sich mit einer Outperformance-Ratio von 54,9 Prozent auf Rang zwei der Auswertung für das Gesamtjahr vorzuschieben. Das Comeback zyklischer Werte, die in vielen Fonds überdurchschnittlich vertreten waren, half der Entwicklung.

Auch in den Kategorien «Aktien Euroland» und «Aktien Emerging Markets» konnten die aktiv gemanagten Fonds zulegen: Hier stieg die Outperformance-Ratio auf 49,5 Prozent und 48,4 Prozent. 2020 lag die Rate noch bei 35,1 Prozent beziehungsweise 46,9 Prozent.

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