1. www.wn.de
  2. >
  3. Freizeit
  4. >
  5. Finanzen
  6. >
  7. Steigende Preise machen Bundesbürgern Sorgen

  8. >

Umfrage

Steigende Preise machen Bundesbürgern Sorgen

Berlin (dpa/tmn)

Steigende Preise und niedrige Zinsen - eine Mischung, die vielen Menschen inzwischen offenbar Sorgen bereitet. Eine Umfrage zeigt aber auch: Bei der Geldanlage steigt die Risikobereitschaft.

Von dpa

Die steigenden Preise machen immer mehr Bürgerinnen und Bürgern Sorgen: 68 Prozent der Menschen hierzulande fürchten mittlerweile die Folgen der Inflation. Das zeigt eine repräsentative Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Auftrag der Gothaer Asset Management AG. Im vergangenen Jahr lag dieser Wert noch bei 60 Prozent.

Zugleich zeigt sich die Mehrheit der Befragten mittlerweile unzufrieden mit der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Nicht einmal ein Drittel der Bundesbürger (26 Prozent) befürwortet diese Politik noch. 60 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer halten sie hingegen inzwischen für falsch. Das sind fast 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor. 2021 hielten nur 41 Prozent der Befragten die Niedrigzinspolitik für falsch.

Sicherheit bei Geldanlage immer noch wichtig

Auf die Frage, was ihnen bei der Geldanlage am wichtigsten sei, nannten gut jede Zweite und jeder Zweiter (52 Prozent) Sicherheit. Allerdings wächst angesichts niedriger Zinsen inzwischen auch die Risikobereitschaft: 44 Prozent der Befragten sind mittlerweile bereit, bei der Geldanlage ein höheres Risiko einzugehen. Im Vorjahr waren es nur 34 Prozent.

Dieser Wandel spiegelt sich auch bei den bevorzugten Anlageformen wieder. So liegt das Sparbuch, als vermeintlich sichere Geldanlage, zwar unverändert auf Platz eins der Beliebtheitsskala (46 Prozent). Auf Platz zwei stehen Immobilien (2022: 38 Prozent; 2021: 32 Prozent).

Fonds und Bausparen auf Platz drei

Den dritten Platz teilen sich aber sichere Bausparverträge mit chancenreichen Fonds (2022: 30 Prozent; 2021: 26 Prozent). Und auch Aktien steigen in der Gunst der Anlegerinnen und Anleger (2022: 25 Prozent; 2021: 22 Prozent).

Die Umfrage wurde vom 3. bis 5. Januar 2022 mithilfe computergestützter Telefoninterviews durchgeführt. Dabei wurden 1002 Menschen ab 18 Jahren nach einem systematischen Zufallsverfahren ausgewählt und befragt.

Startseite
ANZEIGE