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Thema Anlageberatung: Verschiedene Altersgruppen, verschiedene Ansprüche

Gleichgültig, wie alt ein Mensch ist – Geld ist immer ein wichtiger Faktor im Leben. Allerdings sind die Unterschiede zwischen den Generationen bei der Vermögensbildung groß, wie eine unlängst erschienene Studie zeigt.

Aschendorff Medien

Foto: Pixabay, 2696219, Nattanan Kanchanaprat

Junge Anleger legen Wert auf Flexibilität

Eine von der Geldanlage-Plattform Weltsparen beauftragte und vom Marktforschungsinstitut YouGov durchgeführte Studie hat herausgefunden, dass sich die Deutschen je nach Alter teilweise sehr unterschiedlich verhalten, wenn es um die Themen wie die Altersvorsorge oder die Finanzberatung geht. Befragt wurden über 2.000 Deutsche der Altersgruppen Generation Z (18 bis 25 Jahre), Millennials (25 bis 34 Jahre), Generation X (35 bis 54 Jahre) und den sogenannten Babyboomern (55 Jahre und älter).

Die repräsentative Umfrage hat ergeben, dass 52 Prozent der Babyboomer-Generation jederzeit Zugriff auf ihre Geldanlage haben wollen. Die jungen Menschen der Generation Z hingegen sind eher bereit, ihr Geld für längere Zeit ohne Zugriffsmöglichkeit anzulegen: Lediglich 31 Prozent von ihnen wollen ebenfalls ständig über ihre Geldanlage verfügen.

Fast jeder Dritte will genaue Erklärungen

Jeweils 32 Prozent der Babyboomer und Millennials wollen vor der Unterschrift genau wissen, was sich hinter dem betreffenden Finanzprodukt verbirgt – und wünschen sich deshalb leicht verständliche Finanzprodukte. Bei der Generation X sind es mit 36 Prozent sogar noch mehr. Bei der Generation Z ist das Interesse an transparenten Finanzprodukten mit 26 Prozent dagegen deutlich weniger ausgeprägt.

Junge Deutsche wünschen sich vertrauenswürdige Berater – und ein persönliches Gespräch

38 Prozent der Generation Z geben in der Weltsparen-Umfrage an, dass Vertrauen bei der Entscheidung für einen Finanzanbieter bei ihnen eine wichtige Rolle spielt.

Diese Aussage passt zum Ergebnis einer Umfrage der tecis Finanzdienstleistungen AG, die ebenfalls in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen YouGov erstellt wurde: Für 60 Prozent der dort befragten 18- bis 39-Jährigen hat die persönliche Beratung absoluten Vorrang, wenn es um das Thema Geldanlage geht – trotz ihrer hohen Affinität für digitale Angebote. Laut tecis-Studie ist für 34 Prozent der Befragten wichtig, dass bei dem Gespräch möglichst transparent über sämtliche Finanzlösungen informiert wird, die infrage kommen.

44 Prozent der Befragten gaben an, dass sie ihre Informationen in Bezug auf eine mögliche Geldanlage hauptsächlich über ihre Finanzberaterin oder ihren Finanzberater beziehen. Lediglich 20 Prozent von ihnen informieren sich vollkommen selbstständig, bevor sie sich für ein Finanzprodukt entscheiden, so die tecis-Umfrage.

Für viele wichtig: Die Kosteneffizienz

Laut der Weltsparen-Studie ist für 26 Prozent der Generation X und 28 Prozent der Millennials eine kosteneffiziente Struktur der Geldanlage besonders wichtig, um eine optimale Rendite zu erzielen. Bei den Babyboomern scheint dieses Kriterium nicht so relevant zu sein: In dieser Altersgruppe ist die Kosteneffizienz nur für 16 Prozent ein relevanter Faktor.

Nur wenig gefragt: Tipps von Freunden und Familie

Erstaunlich: Der gute Rat aus dem Familien- und Freundeskreis spielt eine nur sehr geringe Rolle, wenn es um finanzielle Fragen geht. So hören lediglich ein Prozent der Babyboomer auf Empfehlungen von Freunden oder Familienmitgliedern, so die Weltsparen-Studie.

Immerhin: Für sieben Prozent der Millennials und fünf Prozent der Generation Z spielen Finanztipps aus dem persönlichen Umfeld noch eine Rolle.

An der Online-Umfrage nahmen 2.043 Personen teil, Befragungszeitraum war vom 1.- 3. Februar 2021. Die Studie ist für die deutsche Bevölkerung ab 18 Jahren repräsentativ.

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