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Vermögensaufbau und Vermögensschutz gehen Hand in Hand

Mit dem Erwerb von Vermögenswerten geht auch immer ein Mehr an persönlicher Freiheit einher. Wer vorsorgt, für sich selbst und seine Familie, ist eigenverantwortlich und hängt nicht so sehr vom Rentensystem ab wie der Durchschnittsbürger. Nach individueller Freiheit zu streben und Eigenverantwortung zu zeigen sind Werte, die in der Gesellschaft ein hohes Ansehen haben. Sie bilden die Säulen der sozialen Marktwirtschaft.

Aschendorff Medien

Wer für das Alter vorsorgen will, sollte sich nicht nur um den Vermögensaufbau kümmern, sondern vor allem auch um den Vermögensschutz. Foto: Pixabay © wir_sind_klein

Vermögensaufbau bei niedrigen Zinsen

Für viele ist der Vermögensaufbau in einer Phase mit extrem niedrigen Zinsen undenkbar. Mit klassischem Sparen kommen Anleger auch nicht sehr weit. Besser sind Vermögenswerte wie Aktien, Wertpapiere und Immobilien oder regelmäßige Sparraten in einen renditestarken Aktienfonds.

Auch der Erwerb von Wohneigentum ist sinnvoll, um im Ruhestand mietfrei zu wohnen. Gerade jetzt, bei niedrigen Zinsen ist das eine sinnvolle Vorsorgemaßnahme. Die Absicherung für das Alter lässt sich durch entsprechende Versicherungen ergänzen. Die Versicherungen sollten der jeweils aktuellen Lebenssituation angepasst sein. Wer sich während seiner erwerbstätigen Zeit verantwortungsvoll absichert und Vermögen aufbaut, hat für das Alter vorgesorgt. Dabei ist der Vermögensschutz nicht zu vernachlässigen. Vermögensschutz bedeutet nicht nur, das Vermögen gegen den Zugriff durch Dritte abzusichern, sondern vor allem auch gegen Inflation, Entwertung und Wertverlust. Dabei stellt sich die Frage: Was ist die beste Geldanlage momentan?

Die Inflation bedroht in erster Linie Barvermögen. Foto: Pixabay © foto-rabe

Erworbenes Vermögen erhalten

Eine Immobilie erfordert regelmäßige Pflege. Um Wertverlusten vorzubeugen, sind werterhaltende Renovierungs- und Modernisierungsmaßnahmen notwendig. Wer seine Immobilie vernachlässigt, kann oft nur mit großem finanziellem Aufwand den Schaden ausgleichen. Das gilt für selbst genutzte Immobilien und auch für Immobilien als Kapitalanlage, die vermietet sind. Ein sehr positives Anzeichen, dass eine Immobilie einen hohen Wert hat, sind unaufgeforderte Kaufanfragen von Privatpersonen oder Immobilienmaklern.

Bei Immobilien sollten die Eigentümer immer die Preise für Häuser im Auge behalten. Kommt es längerfristig zu einer negativen Entwicklung, kann es sinnvoll sein, die Immobilie rechtzeitig zu verkaufen, um größeren finanziellen Schaden abzuwenden. Eine rechtzeitige Vermietung, um mit dem Geld einen Teil der privaten Pflegekosten zu bezahlen, kann eine sinnvolle Maßnahme sein, um sich gegen Eigentumsverlust abzusichern. Das kann ein Anwalt oder ein Steuerberater bereits im Vorfeld gut beurteilen.

Vorausschauend das Vermögen schützen

Inflation wirkt sich unterschiedlich auf die verschiedenen Vermögenswerte aus. Bei Barvermögen macht sich die Inflation am stärksten bemerkbar. Dazu gehört auch das Geldvermögen, das auf dem Girokonto deponiert ist. Bei Kapitalanlagen sollte jedes Jahr eine Rentabilitätsprüfung stattfinden. Wer sich im Lauf seines Lebens ein kleines Vermögen aufgebaut hat, kann dies schützen, indem schon frühzeitig eine Kalkulation stattfindet, ob im Alter das gesamte Kapital notwendig ist oder ob die Erträge ausreichen, um den Lebensstil fortzuführen. Eine private Renten- und Pflegeversicherung kann zusätzlich für Sicherheit sorgen und den Kapitalerhalt auch im Alter gewährleisten.

Um das Vermögen zu schützen, gilt es, ein paar klassische Fehler zu vermeiden. Foto: Pixabay © geralt

Kapitalerhalt ist wichtig. Dann verbrauchen sich nur die Kapitalerträge und das Kapital selbst bleibt unangetastet. Dann handelt es sich um echten Vermögensaufbau und nicht um lebenslanges Sparen für einen bestimmten Zweck.

Sehr häufig führt eine Scheidung zur Vernichtung des Vermögens. Ein Ehevertrag kann dazu beitragen, Streitigkeiten und Armut zu verhindern und gleichzeitig die Bedürfnisse der beiden Ehepartner berücksichtigen. Ohne Ehevertrag entscheidet der Staat, wie das privat erwirtschaftete Vermögen der Eheleute nach der Scheidung verteilt wird.

Praktische Tipps für den Vermögensschutz

Das Vermögen vieler Anleger liegt auf deutschen Banken, ist in verschiedene deutsche Rentenversicherungen investiert oder in deutsche Aktien und Immobilien. Bei dieser Anlagestrategie – mit Klumpenbildung – kann es zu massiven Problemen kommen, wenn sich etwas an den steuerlichen, rechtlichen oder politischen Rahmenbedingungen ändert.

Ein weiteres Risiko sind die Produktkosten. Teure Finanzprodukte zehren einen Teil der Rendite auf, sodass manchmal sogar eine negative Rendite entsteht, wenn alle Kosten und Steuern abgerechnet sind. Das passiert bei sehr teuren Finanzprodukten und auch bei positiven Renditen am Kapitalmarkt.

Wenn es sich um ein größeres Vermögen handelt, ist geografische Streuung ein legales Mittel, um das Vermögen zu schützen und das Klumpenrisiko zu reduzieren. Damit bleibt das Vermögen beispielsweise auch vor landespolitischen Machtspielen geschützt, was den Vermögenserhalt gewährleistet.

Ein externer Berater hat in der Regel einen besseren Überblick und handelt rational. Sie kennen die Notwendigkeit das Vermögen zu schützen, am besten ist nicht nur ein Berater, sondern ein Netzwerk aus Steuerberatern und Juristen. Die Berater sollten unabhängig sein und nicht über den Verkauf von Produkten ihr Geld verdienen.

Bei einem großen Vermögen kann es sinnvoll sein, eine eigene Familienstiftung zu gründen. Ab etwa 1 Million liquidem Vermögen ist die Familienstiftung die geeignete Lösung, das Vermögen in die nächste Generation zu bringen und andere Risiken auszuschließen.

Vermögensschutz wirkt sich letztendlich auf die gesamte Volkswirtschaft positiv aus. Das Geld steckt in einem langfristigen Investitionszyklus.

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