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Finanzen

Wechsel der Krankenkasse – worauf dabei zu achten ist

Ob man seinen Wohnsitz in Deutschland oder in der Schweiz hat, sich aus finanziellen Gründen für einen Wechsel entscheidet – manchmal kann so eine Veränderung positiv sein. Vorausgesetzt, man informiert sich im Vorfeld und weiß, worauf man dabei zu achten hat.

Aschendorff Medien

Foto: Pixabay

Grundsätzlich ist man verpflichtet, seine Krankenkasse zu wechseln, wenn man beispielsweise in die Schweiz umgezogen ist und dort seinen neuen Wohnsitz hat. Schließlich geht es darum, eine medizinische Grundversorgung in Anspruch nehmen zu können, falls man erkrankt oder einen Unfall hat. Wie sieht es dabei jedoch mit den Prämien für die Krankenversicherung aus? Ein Krankenhaus Vergleich Schweiz beantwortet eine Vielzahl offener Fragen, die das Thema in ihrem Alltag betrifft.

Grenzgänger aufgepasst

Übrigens ist das für die Krankenversicherung kein Thema, ob man nur in der Schweiz arbeitet oder dort auch wohnt. Laut Schweizer Recht ist man, sobald man sich in einem sozialversicherungspflichtigen Arbeitsverhältnis mit einem Schweizer Arbeitgeber befindet, automatisch auch pflichtversichert. Allerdings ist der Grenzgänger tatsächlich im wahrsten Sinne des Wortes ein Grenzthema.

In diesem Fall besteht sehr wohl die Möglichkeit, sich für eine deutsche oder eine schweizerische Krankenversicherung zu entscheiden. Damit ist man von der Schweizer Pflichtversicherung befreit.  Allerdings gelten bestimmte Fristen und Auflagen, die dabei berücksichtigt werden müssen.

Antragstellung auf Befreiung von der Versicherungspflicht

Der erste Schritt gegen eine nicht gewollte Pflichtversicherung ist eine schriftliche Einreichung beim zuständigen Arbeitskanton, um sich von der Versicherungspflicht zu befreien. Dafür reicht es, wenn man der Behörde nachweisen kann, dass in Deutschland eine entsprechende Versicherung besteht.

Wichtig ist, dass diese Krankenversicherung – ob gesetzlich oder privat – im Fall einer Krankheit die Abdeckung des Versicherungsschutzes während eines Aufenthalts in der Schweiz auch abdeckt. Die Europäische Versicherungskarte ist beispielsweise ein Nachweis dafür und ist auf Nachfrage bei der zuständigen deutschen Krankenkasse erhältlich.

Voraussetzungen und Fristen beachten

Binnen drei Monaten muss eine Entscheidung für die Krankenversicherung erfolgen. Eine spätere Einreichung gilt nur bei besonderen Anlässen wie Kindesgeburt oder Heirat. Auch dafür muss binnen dieser Frist ein Antrag beim zuständigen Arbeitskanton gestellt werden. Besonders zu beachten: Das Optionsrecht gilt einmalig. Wer sich einmal von der Versicherungspflicht in der Schweiz befreit hat, für den ist ein späterer Wechsel nicht möglich. Selbst bei einem Todesfall, einer Scheidung oder Heirat oder der Geburt eines Kindes sind dann in diesem Fall keine Gründe, sich zu einem späteren Zeitpunkt doch für eine Pflichtversicherung in der Schweiz zu entscheiden. Die Entscheidung sollte daher gut überlegt sein.

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