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Welche Kreditkarte passt zu mir?

Kreditkarten bieten uns viele Möglichkeiten, unseren Zahlungsverkehr zu organisieren. Ob das Nutzen des Kreditrahmens, von Prepaid-Guthaben oder das bargeldlose Zahlen im Ausland; es gibt viele gute Gründe, sich eine Kreditkarte anzuschaffen. Dabei gibt es aber eine große Anzahl an verschiedenen Karten, deren Kosten und Leistungen sich unterscheiden. Worauf müssen wir bei der Auswahl der richtigen Kreditkarte achten?

von Aschendorff Medien

Foto: Unsplash.com

Was genau ist eine Kreditkarte?

Die Kreditkarte ist eine kleine Plastik-Karte mit Chip, wie wir sie auch in der Form von EC-Karten für unser Girokonto kennen. Sie erhalten wir entweder als Zusatz zu unserem regulären Konto oder im Zusammenhang mit einem Kreditkartenkonto, mit dem man die Transaktionen verwalten kann. Meist können wir die Konten im Online-Banking einsehen und nutzen.

Auf ihr steht der Name des Besitzers, eine Kreditkartennummer, das Ablaufdatum und die Kartenprüfnummer. Diese Angaben sind relevant für Käufe im Internet.

Die Karten erhalten wir entweder von Filialbanken oder Direktbanken im Internet, wie die Kreditkarte von Bank Norwegian. Nachdem man dort eine Kreditkarte beantragt, erhält man sie per Post mit einem PIN, den man für das Geldabheben und manche Zahlungen nutzen muss.

Was bieten Kreditkarten?

Je nach Art der Kreditkarte bietet sie uns mehrere Vorteile:

●     Wie EC-Karten können wir sie häufig für bargeldloses Zahlen und Geldabheben nutzen.

●     Ein Grundvorteil ist, dass sie das Zahlen im Internet möglich machen. Heute gibt es zwar immer mehr Zahlungsdienstleister wie PayPal oder die Möglichkeit, Lastschriften und Überweisungen zu tätigen. Bei manchen Onlinehändlern und -services wird aber noch immer die Zahlung mit der Kreditkarte verlangt.

●     Insbesondere bei Zahlungen im Ausland und mit fremden Währungen ist das Nutzen der Kreditkarte praktisch. Die Bank rechnet das Geld hier automatisch nach einem festgelegten Kurs um.

●     Hat die Kreditkarte einen Kreditrahmen, können wir außerdem auf Geld zugreifen, das wir aktuell gar nicht besitzen. Die Bank gibt uns für die Zahlungen ein Darlehen, das wir entweder komplett oder in verzinsten Raten monatlich zurückzahlen müssen.

●     Manche Kreditkarten haben Zusatzleistungen wie Bonus- und Partnerprogramme.

Was kosten Kreditkarten?

Es gibt vier mögliche Kostenfaktoren für Kreditkarten:

●     Abhebegebühr – Je nach Konditionen der Kreditkarte fallen Gebühren an, wenn wir im In- oder Ausland Geld an einem Automaten oder Schalter abheben.

●     Fremdwährungsgebühr – Manche Banken verlangen ein Währungsumrechnungsentgelt. Wenn wir in einer fremden Währung zahlen, kann dafür ein Prozentsatz des fälligen Betrags hinzugerechnet werden. Je nach Kurs der beiden Währungen kommt es zu Kurszuschlägen.

●     Kreditzinsen – Bei der sogenannten Revolving-Kreditkarte zahlen wir das geschuldete Geld in Raten zurück. Auf diese fallen Zinsen an. Die Höhe der Sollzinsen unterscheidet sich bei verschiedenen Anbietern.

●     Grundgebühr – Hat die Kreditkarte Zusatzleistungen wie Versicherungen, kann auch eine Grundgebühr anfallen.

Einsatzmöglichkeiten von Kreditkarten

Kreditkarten können neben Zahlungen im Internet auch für das bargeldlose Zahlen in Restaurants und Co. verwendet werden. Es gibt aber auch Kartenlesegeräte, die keine Kreditkarten annehmen, da für die Händler sonst ein Interbankenentgelt anfällt. Das lohnt sich vor allem für kleinere Unternehmen selten. Dort müssen wir auf Bargeld oder EC-Karten zurückgreifen.

Unterschiedliche Kreditkarten-Marken haben außerdem eine verschiedene Anzahl an Akzeptanzstellen, an denen sie genutzt werden können. Wie viele es sind, sollte man vor dem Antrag vergleichen.

Verschiedene Arten von Kreditkarten

Die Art der Kreditkarte ist abhängig von der Art, wie Zahlungen abgebucht werden. Zu ihnen gehören:

●     Debit-Kreditkarte

●     Prepaid-Kreditkarte

●     Charge-Kreditkarte

●     Revolving-Kreditkarte

Da sie genau genommen keinen wirklichen Kredit bieten, sind Prepaid- und Debitkarten eigentlich keine Kreditkarten. Sie tragen aber die Logos der Kreditkartenunternehmen und haben im Gegensatz zu EC-Karten auch Funktionen der Kreditkarten.

Debit-Kreditkarte

Die Debitkarte ist ein Zwischenschritt von der EC- und einer Kreditkarte. Die Zahlungen, die wir mit ihr tätigen, gehen regulär von unserem Girokonto ab. Im Gegensatz zu normalen Girokarten können wir die Debitkarte aber auch für Bezahlungen im Internet nutzen.

Bei dem bargeldlosen Zahlen muss man vorsichtig sein. Ältere Kartenlesegeräte sind eventuell nicht in der Lage, die Debitkarte zu lesen, da sie als Kreditkarte zählt.

Prapaid-Kreditkarte

Auch hier wird nicht auf einen Kredit zugegriffen. Stattdessen müssen wir, bevor wir die Karte nutzen können, selbst Geld auf das dazugehörige Konto einzahlen. Zum Zahlen haben wir dann auch nur dieses Guthaben zur Verfügung. Dafür können wir die Prepaidkarte dann genauso nutzen, wie eine reguläre Kreditkarte. Bei manchen Zahlungen, wie dem Buchen von Hotels, kann die Prepaidkarte allerdings abgelehnt werden.

Sie ist eine gute Lösung für Menschen, die Zahlungen tätigen wollen, für die eine Kreditkarte verlangt wird, die aber zu Schulden neigen.

Charge-Kreditkarte

Die Charge-Kreditkarte kann in dem erlaubten Kreditrahmen beliebig genutzt werden. Die damit getätigten Zahlungen werden nicht verzinst. Dafür wird das gesamte ausgegebene Geld einmal im Monat von dem verknüpften Girokonto abgebucht.

Wer geschickt damit umgeht, kann in einer Flaute Geld nutzen, dass er akut nicht zur Verfügung hat, von dem er aber weiß, dass es bis zu dem Abbuchungsdatum vorhanden sein wird. Damit umgehen wir die Überziehungsgebühren eines Dispokredites.

Revolving-Kreditkarte

Die Revolving-Kreditkarte bucht das Geld vergleichbar mit einer Ratenzahlung ab. Statt den gesamten ausgegebenen Betrag einmal im Monat abzubuchen, wird jeden Monat ein Anteil des Geldes abbezahlt.

Dafür fallen Zinsen an. Je länger man eine Buchung über Monate hinweg begleicht, desto höher ist der Endbetrag, den man ausgegeben hat. Wer möchte, kann das geschuldete Geld aber auch auf einen Schlag begleichen.

Sind Zusatzleistungen sinnvoll?

Manche Kreditkarten bieten Zusatzleistungen. Das sind beispielsweise ein Sammeln von Rabattpunkten bei jedem Einkauf oder Versicherungen, die in den Leistungen enthalten sind.

Diese Zusatzleistungen gibt es in der Regel für kostenpflichtige Kreditkarten. Hier muss man individuell abgleichen, ob sich die Gebühren für die Karte im Vergleich zu einer separat abgeschlossenen Versicherung mit einer kostenfreien Kreditkarte lohnen.

Fazit

Welche Kreditkarte sich eignet, entscheidet sich an dem Zahlungsverhalten des Besitzers. Wer dazu neigt, sich bei einem verfügbaren Kredit zu verschulden, sollte lieber auf eine Prepaid-Karte zurückgreifen. Wer unregelmäßige Einnahmen hat, die aber einmal im Monat eintreffen, kann mit einer Chargekarte gut leben.

Auch die Wahl des Anbieters ist nicht unwichtig. Sie haben unterschiedlich hohe Gebühren, aber auch eine verschiedene Anzahl an Annahmestellen und unterschiedliche Zusatzleistungen. Bei einem Online-Vergleichsportal kann man die Möglichkeiten abgleichen. In der Regel bieten Direktbanken im Internet aufgrund der eingesparten Filialen attraktivere Angebote.

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