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Finanzen

Wie bereite ich meinen Jahresabschluss vor?

Jedes Unternehmen muss am Ende des Jahres einen Jahresabschluss abgeben, mit diesem ist der Gewinn des Unternehmens ersichtlich und damit auch, wie viele Steuern an das Finanzamt gezahlt werden müssen. Dieser Jahresabschluss benötigt allerdings einige Vorbereitung und vor allem eine gut organisierte Buchführung.

Beginnen Sie deshalb rechtzeitig mit dem Zusammentragen der Dokumente. Beim Jahresabschluss geht es zudem auch darum, den Gewinn des Unternehmens steuerlich zu optimieren.  Dies geschieht aber erst im zweiten Schritt nach der Zusammenstellung der Unterlagen. Kleinere Firmen greifen meist auf einen Steuerberater zurück, da dieser sehr gut bei der Gewinnoptimierung helfen kann. Wie Sie selbst den Jahresabschluss vorbereiten können, wird in diesem Artikel zusammengefasst.

Benötigte Unterlagen

Ein Unternehmen hat viele Vermögenswerte, die im Jahresabschluss erfasst sein müssen: Dazu zählen unter anderem auch Computer und die generelle Büroausstattung. Für den Abschluss ist zu überprüfen, ob alle Zu- und Abgänge dieser Anlagevermögen richtig erfasst wurden. Dazu ist es auch wichtig zu vermerken, welcher Wertverlust der Gegenstände durch die Benutzung vorliegt. Die Vorräte müssen ebenfalls mit aufgelistet werden. Hier ist die Unterscheidung nötig, welche davon halbfertig, welche fertig und welche zu den Handelswaren gehören. Ganz besonders gut zu überprüfen, ist das Fahrtenbuch: Bei Betriebsüberprüfungen finden sich in diesem meist Beanstandungen. Deswegen sollte das Unternehmen darauf achten, dass dieses Buch aktuell und vollständig ist.

Die gesamten Verträge des Geschäftsjahres gehören auch zu dem Abschluss. Dazu zählen beispielsweise Mitarbeiterverträge und Versicherungen. Ganz besonders wichtig für die Ermittlung des Gewinns sind zudem die Buchungsbelege: Ein- und Ausgaben sind nachvollziehbar zu sortieren und dem Jahresabschluss beizufügen. Forderungen gehören auch dazu: Wenn Forderungsausfälle zu erwarten sind, ist dies beim Jahresabschluss zu vermerken, da deswegen ein geringerer Gewinn entstehen kann. Gewinnmindernd werden ebenfalls Verbindlichkeiten gebucht, die in der Höhe zwar nicht direkt festzulegen, aber dennoch zu erwarten sind. Zu solchen Verbindlichkeiten gehören beispielsweise drohende Verluste, Garantien oder Kulanz. Es sind viele Unterlagen, die für den Jahresabschluss bereitgestellt werden müssen.

Bei einer gut sortierten Buchhaltung sollte diese Zusammenstellung aber kein Problem bedeuten.

Die folgende Liste stellt die erwähnten Unterlagen übersichtlich dar:

  • Anlagevermögen mit Wertminderung
  • Vorräte
  • Fahrtenbuch
  • Verträge
  • Buchungsbelege
  • Forderungen
  • Verbindlichkeiten

Anlagevermögen mit Wertminderung Vorräte Fahrtenbuch Verträge Buchungsbelege Forderungen Verbindlichkeiten

Die Frage, die sich Unternehmen nach der Zusammenstellung der Unterlagen häufig stellen, ist, wie der Gewinn steuerlich optimiert werden kann. Dafür gibt es einige Möglichkeiten. Eine davon ist die Verschiebung von Einnahmen ins nächste Geschäftsjahr: Kunden, die ihre Rechnung bisher noch nicht beglichen haben, können darum gebeten werden, dies erst im kommenden Jahr zu tun. Damit verschiebt sich die Einnahme und der diesjährige Gewinn fällt geringer aus. Dadurch muss das Unternehmen in dem Geschäftsjahr weniger Steuern zahlen, da die Steuern prozentual vom Gewinn abgezogen werden. Ein steuerlich optimiertes Jahresergebnis bedeutet also, einen möglichst niedrigen Gewinn auf dem Abschluss stehen zu haben.

Ein Steuerberater in der Nähe kennt Möglichkeiten zur Gewinnoptimierung und kann Ihr Unternehmen dahingehend sehr gut beraten. Dies ist einer der Gründe, aus dem viele Unternehmen zwar eine eigene Buchhaltung im Haus haben, aber trotzdem für den Jahresabschluss zu einem Berater gehen.

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