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Worauf man beim Tagesgeldkonto achten sollte

Ein Tagesgeldkonto eignet sich perfekt, um finanzielle Rücklagen zu bilden. Um eine möglichst hohe Rendite zu erzielen und sein hart erarbeitetes Geld sicher anzulegen, sollten vor der Kontoeröffnung aber einige Punkte beachtet werden.

von Aschendorff Medien

Foto: Colourbox.de

1.     Höhe der Zinsen

Die Rendite beim Tagesgeld wird vor allem durch die Höhe der Zinsen beeinflusst. In den letzten Jahren konnten Sparer mit Tagesgeldkonten nur minimale Renditen von deutlich unter einem Prozent erzielen. Als Reaktion auf die starke Inflation in der Europäischen Union (EU) hat die Europäische Zentralbank (EZB) die Leitzinsen im laufenden Jahr aber bereits mehrfach erhöht. Dies wirkt sich auch auf die Zinsen der Tagesgeldkonten aus, die bei einigen Banken wieder auf über zwei Prozent geklettert sind.

2.     Häufigkeit der Zinsauszahlung

Der Häufigkeit der Zinszahlungen hat bei einem Tagesgeldkonto einen unmittelbaren Einfluss auf den Zinseszinseffekt. Wie die Ökonomen von www.finanzreport.com erklären, erhöht der Zinseszinseffekt die Rendite der Einlage, weil diese mit den bereits ausgezahlten Zinsen erneut verzinst wird. Um den Zinseszinseffekt optimal zu nutzen, ist eine möglichst häufige Auszahlung der Zinsen also optimal. In der Praxis ist dies bei Tagesgeldkonto oft monatlich der Fall.

Ist der beworbene Zinssatz einer Bank auffällig hoch, ist es oft der Fall, dass die Zinsen nur jährlich ausgezahlt werden. Es kann dadurch dazu kommen, dass ein Tagesgeldkonto mit einem geringen Zinssatz, aber einer häufiger Zinszahlung zu einer höheren Rendite führt.

3.     Mindest- und Maximaleinlage

Bei manchen Banken existiert eine Mindest- oder Maximaleinlage, die vorschreibt, wie viel Geld mindestens oder maximal auf dem Tagesgeldkonto angelegt werden darf. In den meisten Fällen ist eine Mindesteinlage nicht nötig. Teilweise fordern Banken jedoch zwischen 5.000 und 10.000 Euro Mindesteinlage bei der Eröffnung oder zahlen Zinsen erst, wenn eine bestimmte Mindesteinlage erreicht wird.

Eine Maximaleinlage gibt es hingegen bei den meisten Tagesgeldkonten. Je nach Bank sind 500.000 Euro bis 1.000.000 Euro üblich. Zudem gibt es oft Grenzen, in denen der Kunde die Einstiegszinsen erhält. Höhere Guthaben werden hingegen geringer verzinst.

4.     Kosten und Zusatzkonditionen

Bei den meisten Kreditinstituten sind die Eröffnung und die Führung eines Tagesgeldkontos kostenfrei möglich. Beschränkt der Kunde sich nur auf die „normale Kontoführung“ per Onlinebanking, fallen also keine Gebühren an. Zusatzleistungen wie die Kontoführung per Post sind hingegen oft mit Zusatzkosten verbunden. Außerdem fallen bei manchen Banken bei hohen Guthaben noch immer Negativzinsen an, obwohl die Niedrigzinsphase seit einigen Monaten beendet ist.

Neben den Kosten sollten bei einem Tagesgeldkonto auch die Zusatzkonditionen beachtet werden. Oft ist etwa das kostenfreie Tagesgeldkonto zwangsweise an ein weiteres Produkt gebunden. Der Kunde muss also zum Beispiel noch ein Wertpapierdepot oder ein Girokonto eröffnen, um Tagesgeld anlegen zu können. Experten empfehlen, diese Zusatzprodukte nur abzuschließen, wenn sie wirklich benötigt werden und wenn dem Kunden die Konditionen klar sind.

5.     Einlagensicherung

In der EU existiert eine sogenannte Einlagensicherung, die bei einer Insolvenz der Bank sicherstellt, dass das Guthaben der privaten Anleger nicht verloren geht. Abgesichert sind pro Person und Konto mindestens 100.000 Euro. Manche Banken und Fintechs bieten ihren Kunden freiwillig eine noch höhere Einlagensicherung. Kunden, die hohe Summen anlegen möchten, sollten deshalb bei ihrem Tagesgeldkonto auf eine entsprechende Einlagensicherung achten.

6.   Neukundenaktionen

Banken locken bei Tagesgeldkonten oft mit attraktiven Konditionen und hohen Zinsen. Besonders Neukundenaktionen können die Rendite also stark beeinflussen. In der Regel sind solche Neukundenaktionen oft maximal ein Jahr nach der Kontoeröffnung beschränkt. Um die maximal mögliche Verzinsung mit einem Tagesgeldkonto zu erzielen, kann es sich also lohnen, die Bank regelmäßig zu wechseln. Finanzexperten bezeichnen diese Praxis als „Zins-Hopping“.

Fazit – Zinsen und Konditionen vor der Kontoeröffnung gründlich prüfen

Sparer sollten vor der Eröffnung eines Tagesgeldkontos die Zinsen, die Häufigkeit der Zinszahlungen und die sonstigen Konditionen gründlich prüfen. Die Rendite kann ansonsten je nach gewählter Bank deutlich geringer ausfallen. Wichtig ist zudem bei hohen Anlagesummen eine ausreichende Einlagensicherung, damit das Sparguthaben im Falle einer Insolvenz nicht verloren geht.

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