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Gebrauchtwagen kaufen – das ist zu beachten

Wer einen Gebrauchtwagen kaufen möchte, sollte vorab einige Tipps und Hinweise beachten, um die Vertragsabwicklung perfekt zu machen. Anders als beim Kauf eines Neuwagens haben Kaufinteressierte die Möglichkeit, einen Gebrauchtwagen beim Händler oder bei Privatpersonen zu erwerben. Nicht immer läuft der Kauf jedoch ohne Schwierigkeiten ab.

Von Aschendorff Medien

Foto: Colourbox.de

Wertvolle Tipps für den Gebrauchtwagenkauf

Vertuschte Mängel, lückenhafte Papier, unseriöse Preise und ein manipulierter Tacho. Es gibt zahlreiche Punkte, die Käufer bedenken sollten, wenn sie sich einen Gebrauchtwagen zulegen wollen. Vor allem die Anschaffungskosten sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Demzufolge kostet ein Gebrauchtwagen, der noch gut in Schuss ist, im Vergleich zu den vergangenen drei Jahren, im Durchschnitt ungefähr 18 Prozent mehr.

So zahlten Käufer 2019 für einen Gebrauchtwagen über den Daumen gepeilt 12.500 Euro, während es 2021 bereits über 15.700 Euro waren. Auch in diesem Jahr sehen Experten steigende Preise auf dem Gebrauchtwagenmarkt. Ein Ende ist somit nicht abzusehen. Dennoch gibt es Möglichkeiten, einen Gebrauchtwagen zu Schnäppchenpreisen zu erwerben.

Ein Blick bei den hiesigen Autohändlern verrät, dass die Standzeiten verschiedener Gebrauchtwagen länger werden. Trotz dieser Maßgabe sollten Autokäufer keine Kompromisse eingehen, sondern sich eingehender mit dem Thema Gebrauchtwagen auseinandersetzen. Denn anders als bei Neuwagen, gibt es bei Gebrauchtwagenkäufen eine Menge zu berücksichtigen.

Gebrauchtwagen vor dem Kauf überprüfen

Ein Auto sollte niemals ungesehen gekauft werden. Kaufverträge sind demnach weder vor Ort noch online zu tätigen, bevor eine Besichtigung sowie Probefahrt absolviert werden konnte.

Tipp: Auch mündliche Zusagen oder via WhatsApp abgeschlossene Kaufverträge sind vom Gesetz her bindend. Daher sind Versprechungen und Zusagen mit Vorsicht zu genießen.

Potenzielle Käufer sollte den Gebrauchtwagen vorab in Augenschein nehmen und Mängel genau ansprechen. Somit lassen sich eventuelle Vorschäden abklären, was zu Kaufpreisvergünstigungen führen kann. Doch erst nach der Probefahrt wissen viele Kaufinteressierte erst, woran sie sind. Dabei ist abzuklären, ob

  • das Fahrzeug beim Anlassen rund läuft oder Motorgeräusche vorhanden sind
  • das Auto gut fährt und bei gerader Fahrt nach rechts oder links zieht
  • die Gangschaltung reibungslos funktioniert
  • die Bremsen direkt reagieren
  • Licht, Blinker und weitere Sicherheitsleuchten intakt sind.

Doch nicht nur die Probefahrt ist interessant. Auch die Dichtungen, der Lack sowie die Reifen sind genau zu überprüfen, um einen guten Gebrauchtwagen zu kaufen.

Da nicht immer gewisse Vorkenntnisse vorhanden sind, ist es sinnreich, vor dem Kauf einen Fachmann aus dem Bekanntenkreis zurate zuziehen. Dieser besichtigt das Fahrzeug, ist bei der Probefahrt dabei und kann wertvolle Tipps liefern. Sollte ein Experte nicht zur Verfügung stehen, kann das Auto auch extern bei Prüfstellen wie TÜV oder Dekra vorgestellt werden.

Betrug aufdecken

Nicht nur der Tacho sollte beim Gebrauchtwagenkauf interessant sein. Auch die Fahrgestellnummer ist in jedem Fall zu kontrollieren. Diese gibt Aufschluss, ob ein Fahrzeug gestohlen wurde und mittels gefälschter Papier weiterveräußert werden soll. Daher ist die Fahrzeug-Identifizierungsnummer im Fahrzeugbereich mit der in den Papieren unbedingt abzugleichen.

Dabei gilt es, nicht nur auf Zulassungspapiere wertzulegen, sondern auch das originale Scheckheft zu kontrollieren. Der Begriff „scheckheftgepflegt“, den viele Verkäufer gern verwenden, um ein Auto gewinnbringend zu veräußern, weißt nicht auf Mängel hin. Daher ist das Scheckheft zu inspizieren und Fahrzeugmängel genau zu betrachten. Sind Inspektionsintervalle nämlich nicht regelmäßig durchgeführt worden und Mängel deutlich erkennbar, kann eine Kaufpreisminderung vorgenommen werden.

Druck durch Autoverkäufern standhalten

Ein Verkäufer, der einen Kaufinteressierten unter Druck setzt, ist weder seriös noch vertrauenswürdig. Wirkt der Gebrauchtwagenverkäufer nervös oder drängt dieser auf schnelle Entscheidungen, ist von einem Kauf abzusehen.

Alternativ kann ein Käufer auf alle mündlichen Zusagen hinsichtlich Garantien, Unfallfreiheit, Zubehör und Kilometerleistung in einem Kaufvertrag schriftlich festhalten lassen. Somit lassen sich Betrugsmaschen umgehen, die viele Verkäufer gerne nutzen, um ein gutes Geschäft zu machen.

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