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Stiko-Empfehlung

Affenpocken: Bei Impfstoffmangel zunächst eine Dosis geben

Berlin (dpa)

Die Affenpocken haben sich in kurzer Zeit rund um den Erdball ausgebreitet. In Deutschland sind seit Mitte Mai rund 2200 Fälle gemeldet worden. Die Stiko empfiehlt bestimmten Menschen eine Impfung. Doch was ist, wenn der Impfstoff nicht ausreicht?

Von dpa

Sollte es nicht genügend Affenpocken-Impfstoff geben, rät die Stiko, die zweite Dosis zu einem späteren Zeitpunkt zu geben. Foto: Al Diaz/Miami Herald via ZUMA Press Wire/dpa

Zum Eindämmen der Affenpocken soll laut Ständiger Impfkommission (Stiko) zunächst die erste Dosis des momentan knappen Impfstoffes verabreicht werden. Die für die Grundimmunisierung nötige zweite Dosis könne zu einem späteren Zeitpunkt gegeben werden, wenn genügend Impfstoff zur Verfügung steht, heißt es in einer Mitteilung der Stiko.

Bisher (Stand 21.7.) wurden in Deutschland 2191 Affenpockenfälle aus allen 16 Bundesländern ans Robert Koch-Institut (RKI) übermittelt.

Eine Impfung zum Schutz vor einer Ansteckung wird insbesondere Männern empfohlen, die Sex mit Männern haben und häufig den Partner wechseln. Auch Menschen, die engen Kontakt zu Infizierten hatten und Personal von Speziallaboren empfiehlt die Stiko die Impfung. Nach Schätzungen des RKI kommen in Deutschland rund 130.000 Menschen für eine Impfung in Frage - momentan stehen in Deutschland nur 40.000 Dosen des Impfstoffs Jynneos zur Verfügung. Der Impfstoff sei in den USA unter dem Namen Imvanex zum Schutz vor Affenpocken zugelassen. Die Lieferung von 200.000 weiteren Dosen des Impfstoffes sei für das 3. Quartal des Jahres angekündigt.

Studien zufolge verleihe bereits die erste Impfdosis einen Basisschutz gegen die Affenpocken. Die zweite Dosis, die im Abstand von mindestens 28 Tagen verabreicht werden soll, diene hauptsächlich dazu, den Impfschutz zu verlängern. Die Empfehlung, die zweite Impfung aufzuschieben, beziehe sich sowohl auf die vorbeugende Impfung als auch für Menschen, die bereits Kontakt mit dem Erreger hatten.

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