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Gesundheit

Herzschwäche: Wenn die Pumpe schlapp macht

Das Herz ist ein etwa faustgroßer Muskel, der kontinuierlich Blut durch unseren Körper transportiert. Dadurch versorgt dieser Gewebe und Organe zu jeder Zeit ausreichend mit Sauerstoff und der nötigen Energie. Funktioniert das Herz nicht mehr richtig, sprechen Ärzte von einer Herzinsuffizienz – einer Herzschwäche. Die Gründe hierfür sind vielfältig. Eines steht jedoch fest: Es ist enorm wichtig, eine Herzschwäche möglichst frühzeitig zu behandeln.

Aschendorff Medien

Foto: Colourbox.de

Was hinter einer Herzschwäche steckt – Hintergründe und Ursachen

Bei einer Herzschwäche nimmt die Leistung des Herzens kontinuierlich ab – es pumpt nicht mehr ausreichend Blut durch den Körper. Sprich, die Organe erhalten nicht mehr die Menge an Sauerstoff und Nährstoffen, die sie eigentlich benötigen. Dies schränkt deren Funktion ein und führt gegebenenfalls zu ernsthaften Folgeerkrankungen. Einerseits besteht also die Gefahr eines Mangels, einer Unterversorgung, andererseits kann ein Blutstau vor dem Herzen die Folge einer Herzschwäche sein. Ein Stau entsteht, wenn das Herz das verbrauchte, zurückfließende Blut nicht mehr komplett aufnehmen kann. Die Symptome sind in der Regel davon abhängig, ob die Erkrankung die rechte, linke oder gar beide Herzhälften betrifft.

Eine möglichst frühzeitige Behandlung bei einer Herzschwäche ist dringend zu raten. Die Beschwerden können das Leben der Betroffenen stark beeinträchtigen oder sogar lebensbedrohlich werden. Eine Herzschwäche sollte deshalb genau untersucht werden und ist vom Arzt notfalls medikamentös oder operativ zu behandeln.

Es liegt in der Natur der Dinge, dass der Körper mit zunehmendem Alter an Leistung einbüßt. Diese Entwicklung betrifft auch das Herz. Die Wahrscheinlichkeit für Erkrankungen, die eine Herzschwäche begünstigen können, steigt allmählich an. Denn in der Regel ist die Insuffizienz das Ergebnis von Beschwerden, durch die das Herz über einen bestimmten Zeitraum geschwächt wurde. Erkrankungen wie die koronare Herzkrankheit, Bluthochdruck, Herzmuskelentzündungen, Diabetes mellitus aber auch Nebenwirkungen von Medikamenten sind oftmals Auslöser für eine Herzinsuffizienz.

Gut zu wissen: Eine Herzschwäche ist zwar nicht heilbar, sie lässt sich in der Regel aber behandeln – je früher, desto besser für die Patienten. Symptome sollten deswegen ernst genommen werden, damit rechtzeitig auf sie reagiert werden kann.

Die Herzschwäche: So äußert sie sich

Die Beschwerden sind davon abhängig, welche spezifische Beeinträchtigung des Herzens vorliegt. Ist die linke oder die recht Herzhälfte betroffen – oder sind es beide? Im Zusammenhang mit einer Herzschwäche kann es unter anderem zu Kurzatmigkeit, starker Atemnot, Ödeme (Wasseransammlungen) im Gewebe, Erschöpfung, blasse Gesichtsfarbe, Herzrasen, Herzrhythmusstörungen, niedrigen Blutdruck und schnelle Gewichtszunahme kommen.

Die Herzschwäche ist eine tückische Erkrankung. Zum einen, weil der Körper die Beschwerden zunächst ein Stück weit kompensieren kann (sie symptomlos bleiben). Zudem werden sie in ihren Anfängen oft falsch gedeutet. Betroffene kommen womöglich beim Treppensteigen etwas schneller aus der Puste als sonst (leichte Atemnot bei erhöhter Anstrengung). Da es sich hierbei aber auch um eine gewöhnliche Alterserscheinung handeln kann, wird das Problem nicht weiter ernst genommen. Das ist der Grund, weshalb die Herzschwäche oft zu lange unerkannt bleibt und die Betroffenen sich nicht rechtzeitig behandeln lassen.

Wichtig: Von einer akuten Herzinsuffizienz sprechen Mediziner, wenn sich die typischen Symptome sehr ausgeprägt äußern. Der Patient leidet etwa unter starker Atemnot, eventuell in Verbindung mit Husten und es sind womöglich Geräusche beim Atmen hörbar. In diesem Fall muss sofort reagiert werden, da es sich um einen Notfall handelt.

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