1. www.wn.de
  2. >
  3. Freizeit
  4. >
  5. Gesundheit
  6. >
  7. Körperverletzung: Das könnte jetzt drohen

  8. >

Körperverletzung: Das könnte jetzt drohen

Die Körperverletzung zählt zu den am häufigsten begangenen Straftaten. Einer der Gründe dafür ist, dass die Voraussetzungen niedrig angesetzt sind. Das bedeutet: Der Tatbestand der Körperverletzung ist leicht zu erfüllen. Wer dieser Straftat bezichtigt wird, wendet sich idealerweise an einen Strafverteidiger oder einen Fachanwalt für Strafrecht. Als Experten auf ihrem Gebiet können sie abschätzen, ob zusätzlich die Qualifikationen für eine gefährliche oder schwere Körperverletzung erfüllt sind.

Aschendorff Medien

Foto: Colourbox

Noch vor dem Hauptverfahren: Einen Strafverteidiger beauftragen

Die Grundlage des Verfahrens wegen Körperverletzung ist das Ermittlungsverfahren. Der Strafprozessordnung zufolge kann der Beschuldigte von seinem Recht zu Schweigen Gebrauch machen. Dabei gilt: Für den Anfang sollte dieses Recht genutzt werden. Denn zuerst ist es wichtig, einen Strafverteidiger in Köln oder einer anderen Stadt zu suchen, der einem zur Seite steht. Zu einer Anklage vor dem Amts- oder Landgericht kommt es übrigens nur dann, wenn hinreichend Beweise bestehen.

Körperverletzung: Welche Strafen gibt es?

Im deutschen Strafrecht kommen im Wesentlichen zwei Möglichkeiten infrage: die Geldstrafe und die Freiheitsstrafe. Eine Freiheitsstrafe kann jedoch auf Bewährung ausgesetzt werden, solange die Schwere der Umstände es erlaubt. Ist ein Unfall die Ursache, kann außerdem ein Fahrverbot von bis zu sechs Monaten verhängt werden.

Wichtig: Die Höhe der Strafe liegt im Ermessen des Richters. Er berücksichtigt die Umstände des Einzelfalls und entscheidet anhand unterschiedlicher Kriterien, welches Strafmaß sinnvoll ist. Dabei lässt er auch strafmildernde Umstände gelten, beispielsweise wenn der Täter seinen Fehler einsieht oder strafrechtlich noch nie aufgefallen ist.

Welche Strafen drohen bei Körperverletzung?

Welche Strafe infrage kommt und wie hoch sie ausfällt, hängt maßgeblich von der Form der Körperverletzung ab. Innerhalb des jeweiligen Tatbestandes hat der Richter dennoch die Möglichkeit, das Strafmaß zu variieren.

  • Einfache Körperverletzung: Wurde das Opfer nur leicht und mit Vorsatz verletzt, handelt es sich um den Grundfall der Körperverletzung. Dazu zählt ein Schlag mit der Faust oder ein Tritt mit dem nackten Fuß. In diesem Fall droht eine Geldstrafe oder eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.
  • Fahrlässige Körperverletzung: Dieser Tatbestand liegt dann vor, wenn ein Opfer aus Versehen verletzt wird. Klassischerweise handelt es sich um den Behandlungsfehler eines Arztes oder einen Unfall mit Personenschaden. In diesem Fall ist mit einer Geldstrafe oder einer Freiheitsstrafe von bis zu drei Jahren zu rechnen.
  • Gefährliche Körperverletzung: Anders als bei der einfachen Körperverletzung setzt dieser Tatbestand eine gefährliche Ausführung voraus. Dazu zählen Waffen, Werkzeuge, Gift oder auch der Angriff in Gruppen oder auf lebensgefährliche Art. Der Strafrahmen beträgt sechs Monate bis zehn Jahre. In minder schweren Fällen wird die Freiheitsstrafe auf drei Monate bis fünf Jahre reduziert.
  • Schwere Körperverletzung: Eine schwere Körperverletzung ist mit einer einfachen Körperverletzung vergleichbar, zieht aber besonders schwerwiegende Folgen nach sich. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn das Opfer erblindet oder seine Fortpflanzungsfähigkeit verliert. Die Freiheitsstrafe beträgt zwischen ein und zehn Jahren.

Fazit: Körperverletzung ist ein ernst zu nehmendes Thema

Wer der Körperverletzung beschuldigt ist, sollte die Angelegenheit nicht auf die leichte Schulter nehmen. Ein Rechtsanwalt, der sich auf diesen Fachbereich spezialisiert hat, steht in jedem Fall helfend zur Seite.

Ob es sich um eine Geldstrafe, Freiheitsentzug oder ein Fahrverbot handelt, hängt vom Einzelfall ab. Dasselbe gilt für die Höhe der Strafe: Hier urteilt der Richter, welches Strafmaß angemessen ist.

Neben der Schwere der Tat entscheidet aber auch die Vorgeschichte des Angeklagten darüber, welche Form der Strafe verhängt wird. Bei bestehenden Vorstrafen ist mit einer tendenziell höheren Bestrafung zu rechnen.

Im Falle einer guten Verteidigung endet ein Großteil der Fälle mit einem Freispruch, einer Bewährungsstrafe oder einer Geldstrafe.

Startseite
ANZEIGE