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Sonderveröffentlichung

Plötzlich Schulterstechen - Was tun bei Stechen in der Schulter?

Die Schulter ist das beweglichste Gelenk im menschlichen Bewegungsapparat. Dennoch ist sie ausgesprochen instabil und zeichnet sich durch ihre komplexe Struktur aus. Beides führt dazu, dass die Schulter anfälliger für Verletzungen und andere Beschwerden ist. Insbesondere das Stechen in der Schulter kann ausgesprochen schmerzhaft sein und die Beweglichkeit im Alltag beeinträchtigen.

von Aschendorff Medien

Foto: Colourbox.de

Stechen in der Schulter als eigenes Symptom

Starke Schulterschmerzen können sich unterschiedlich äußern. Dabei gilt das Stechen in der Schulter als eigenes Symptom, das sich häufig durch lokale Schmerzen auszeichnet. Diese treten beim Bewegen der Arme oder des Schultergelenks auf. Gleichzeitig können die Schmerzen in der Schulter ausstrahlen, beispielsweise in den Bereich des Schlüsselbeins.

Obwohl Schulterknacken und Stechen in der Schulter in Kombination auftreten können, müssen sie separat betrachtet werden. Denn beides kann sowohl gleiche als auch unterschiedliche Ursachen haben - wie beispielsweise das Rotatorenmanschettensyndrom.

Stechen in der Schulter - das können die Ursachen sein

Tritt ein stechender Schmerz in der Schulter im Ruhezustand oder bei bestimmten Bewegungen auf, können unterschiedliche Ursachen vorliegen.

Zu den gängigsten Ursachen gehören:

Arthrose: Obwohl Knie oder Hüfte dafür anfälliger sind, kann auch die Schulter betroffen sein. Hier entsteht sie unter anderem durch frühere Verletzungen oder ständige Über-Kopf-Bewegungen - beispielsweise beim Sport.

Bankart Läsion: Die Bankart Läsion entsteht infolge einer Ausrenkung des Schultergelenks. Hierbei besteht ein Gefühl der Instabilität, das mit einem stechenden Schmerz einhergeht.

Engpasssyndrom: Werden Weichteile aufgrund einer Verengung eingeklemmt, schmerzt die Bewegung. Der Grund für das Ziehen in der Schulter ist eine Verengung im Schultergelenk. Diese tritt ebenfalls bei chronischer Überanstrengung auf.

Halswirbelsäulen-Blockierung: Das HWS-Syndrom ist eine Wirbelblockierung. Dabei kommt es zu Muskelverspannungen, die in Kombination mit der Blockierung zu einer eingeschränkten Beweglichkeit führen. Das Resultat sind Beschwerden bei Drehbewegungen. Diese Schmerzen können nach Überlastung, ruckartigen Bewegungen oder im Schlaf entstehen.

Rotatorenmanschettenriss: Durch permanente Reibung können die Sehnen der Rotatorenmanschette ganz oder teilweise reißen. Auch hohe Belastung, Verschleiß oder Unfälle tragen dazu bei und äußern sich in belastungs- oder positionsabhängigen Schmerzen.

Verschleiß: Verschleißerscheinungen oder eine Kalkschulter führen ebenfalls zu Verengungen. Entzündungen oder Reizungen können die Folge sein. Hier treten Schmerzen beim Heben des Armes oder bei seitlichen Bewegungen auf.

Wann man mit Stechen in der Schulter zum Arzt sollte

Schmerzen im Schultergelenk legen sich häufig nach ein paar Tagen der Entlastung. Deshalb ist ein Arztbesuch bei temporären Über- oder Fehlbelastungen nicht unbedingt notwendig. Hält das Stechen in der Schulter hingegen länger an, ist dieser jedoch empfehlenswert. Auch bei den folgenden Symptomen ist eine ärztliche Behandlung notwendig:

  • sehr starke Schmerzen
  • stark eingeschränkte Beweglichkeit
  • Schmerzen strahlen in die Arme oder den Nacken aus
  • keine Besserung trotz Entlastung des Schulterbereichs
  • wiederkehrende Symptome
  • zusätzliche Gefühlsstörungen wie Kribbeln oder Taubheit treten auf

Wichtig: Schulterschmerzen können jederzeit auftreten. Egal ob während der Arbeit im Büro oder der Freizeit - wie beispielsweise bei einem Ausflug im Münsterland. Entspringen die Schmerzen dem Brustkorb und strahlen in Arme und Schultern aus, ist Vorsicht geboten. Treten diese Symptome, vorwiegend linksseitig auf, können auf einen Herzinfarkt hinweisen. Hier ist es wichtig, sofort einen Krankenwagen zu rufen!

Behandlungsoptionen bei Stechen in der Schulter

Um starke Schulterschmerzen zu behandeln, bieten sich unterschiedliche Behandlungsoptionen an. Welche von ihnen am besten gegen Schmerzen in der Schulter helfen, hängt von der Ursache ab. In den meisten Fällen reicht bei Schulterschmerzen nach Überlastung eine konservative, nicht-operative Therapie aus. Kombiniert mit physikalischen Maßnahmen wie Kälte- und Wärmetherapie sowie Krankengymnastik, schwindet das Ziehen in der Schulter rasch.

Weitere Therapiemaßnahmen sind:

  • Aromatherapie, um psychosomatische Verspannungen oder Blockaden zu lösen
  • Injektionen, beispielsweise mit Kortison
  • Invasive Therapien mit einer möglichst minimal invasiven Operation
  • Kälte- und Wärmetherapie kann ebenfalls bei chronischen Schmerzen im Schultergelenk helfen
  • Prävention durch regelmäßige, moderate sportliche Betätigung
  • Stoßwellentherapie, um chronische Schulterschmerzen in den Griff zu bekommen

Der Naturheilkundliche Ansatz

Vielversprechend ist auch der naturheilkundliche Ansatz, um das Stechen in der Schulter zu besiegen. Wichtige Hilfsmittel zur Schmerzlinderung sind die Akupunktur oder Massagen. Ansätze wie das Rolfing, die Osteopathie oder die Chirotherapie unterstützen den Körper ebenfalls bei diesen Schmerzen. Denn häufig ist es notwendig, Blockaden zu lösen und den Körper zu entlasten. Dies hilft, Selbstheilungskräfte zu aktivieren.

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